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24. Dezember 2010 · 3 Kommentare

Taralli Pugliesi

Taralli Pugliesi

Taralli Pugliesi

Über Susan bin ich bei Lucullian delights auf ein Rezept für Taralli Pugliesi gestoßen. Taralli sind kleine, snack-artige Brotringe aus Apulien, die normalerweise mit Fenchelsaat zubereitet werden. Es gibt aber auch andere Varianten, z.B. mit Chili. Da Weihnachten heute Abend an die Tür klopft und ich noch ein paar kleine Aufmerksamkeiten zum Verschenken gesucht habe, kamen mir die Taralli gerade recht. So habe ich sie noch kurzfristig in meinen Backplan eingearbeitet.

Anstatt die herzhafte Version zu backen, habe ich das Rezept auf eine sehr dezente Süße mit ebenso dezenter Zimtnote getrimmt. Nach dem ersten Testessen war ich enttäuscht, weil ich sie mir süßer und zimtiger erhofft hatte. Erst einige Augenblicke später kam dann aber der Aha-Effekt. Der Geschmack entfaltet sich erst im Nachgang. Man sollte die Taralli also langsam und bewusst essen, um Freude daran zu haben.

Charakteristisch für die Taralli ist der hohe Olivenölanteil. Die Teiglinge werden ähnlich wie Bagels vor dem Backen kurz in siedendes Wasser getaucht. Die Kruste ist knusprig und auch die Krume tendiert in diese Richtung.

Ich wünsche euch allen eine ruhige und erholsame Weihnachtszeit und hoffe dass ihr weder mit dem Auto, dem Flugzeug oder der Bahn unterwegs sein müsst.

Hauptteig

  • 500 g Weizenmehl 550
  • 140 g Wasser
  • 100 g Olivenöl
  • 13 g Frischhefe
  • 4 g Salz
  • 1 Ei
  • 42 g Zucker
  • 8 g Zimt

Die Hefe in 10 g Wasser auflösen, mit Öl und Ei aufschlagen. Mehl, Salz, Zucker und Zimt vermischen und mit der Hefemischung ca. 10 Minuten von Hand verkneten. Dabei portionsweise das restliche Wasser zugeben. Der Teig sollte fest, aber gut formbar sein.

Eine Rolle von ca. 2 cm Durchmesser ausrollen und 2-3 cm breite Stücke abschneiden. Die Stücke zu Rollen mit 0,5 cm Durchmesser formen. Die beiden Enden je eines Strangs zu einem Ring verbinden und anschließend 30 Minuten ruhen lassen.

In siedendes Wasser tauchen bis die Ringe aufschwimmen. Auf Küchenpapier oder einem Abtropfgitter trocknen lassen.

Bei 200°C 15-20 Minuten backen.

Material- und Energiekosten: 2,50 €

Zubereitungszeit am Backtag: ca. 2 Stunden

Passend zum Heiligabend: Taralli Pugliesi als Geschenk

Passend zum Heiligabend: Taralli Pugliesi als Geschenk

(eingereicht bei YeastSpotting)

3 Kommentare

  1. Beautiful photo’s; spectacular bread!

  2. Hallo Lutz,
    habe die Taralli gestern nachgebacken. Am leckersten sind sie wohl frisch aus dem Ofen. Kannst Du Dich noch erinnern, wie lange Du die Teiglinge nach dem Tauchbad hast trocknen lassen? Ich habe alle Teiglinge auf einmal getaucht, habe sie dann in drei Chargen nacheinander gebacken. Die dritte Charge war vom Aussehen der Teigoberfläche her die beste. Ich vermute, dass das mit dem Trocknungsgrad zusammen hängt. Die erste Charge hatte teilweise Risse an der Seite, was aber dem Geschmack nicht abträglich ist.
    Viele Grüße, Juli

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