Eierschecke nach Freiberger Art (Rezept III)

Eierschecke nach Freiberger Art (Rezept III)
Das 1. Rezept und auch das zweite sind zwar sehr schmackhaft gewesen, allerdings hat noch ein Tick zur (für meine Begriffe) perfekten Freiberger Eierschecke gefehlt. Nach einigen sehr köstlichen unverbloggten Schecken, ist es nun an der Zeit, die dritte Rezeptvariation zu veröffentlichen.
Die Zutatenverhältnisse habe ich nur in Nuancen verändert. Das Verhältnis von Scheckenmasse zu Teig ist gesunken. Außerdem wird die süße Sahne für die Scheckenmasse nun vor dem Einrühren aufgeschlagen. Das lockert die Masse zusätzlich. Das Rezept ist für eine runde Kuchen-/Pizzaform von ca. 30 cm Durchmesser ausgelegt.
Ich kann nur immer wieder aufs Neue warnen: diese Eierschecke macht süchtig!
Vorteig
- 30 g Weizenmehl 550
- 15 g Milch
- 0,1 g Biofrischhefe
Hauptteig
- Vorteig
- 65 g Weizenmehl 550
- 35 g Milch
- 4 g Biofrischhefe
- 20 g Zucker
- 2 g Salz
- 12 g Butter
- 9 g Ei
Scheckenmasse
- 8 Eigelb
- 60 g Zucker
- 100 g Butter
- 40 g Sahne
- 20 g Weizenmehl 405
- 2 Esslöffeln Rosinen
- 2 Esslöffel Mandelsplitter
Die Vorteigzutaten verrühren und 12-16 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen.
Alle Zutaten für den Teig außer die Butter, Salz und Zucker 5 Minuten auf niedrigster Stufe kneten und weitere 5 Minuten auf zweiter Stufe zu einem straffen, glänzenden Teig verarbeiten. Erst dann Butter, Salz und Zucker zufügen und10 Minuten auf zweiter Stufe einarbeiten.
1 Stunde zur Gare stellen, kräftig zusammenschlagen und erneut 1 Stunde gehen lassen.
Anschließend den Teig 2-4 mm dünn ausrollen, in eine runde, gebutterte und bemehlte Kuchenform (30 cm Durchmesser) legen (keinen Rand andrücken!).
Den Teig im vorgeheizten Backofen bei 170°C 7 Minuten anbacken.
In der Zwischenzeit das Eigelb und den Zucker 5 Minuten auf höchster Stufe schaumig schlagen, das Mehl unterrühren und die heiße Butter langsam unter ständigem Schlagen zugießen. Weitere 2 Minuten aufschlagen. Zum Schluss die fest aufgeschlagene Sahne einrühren.
Auf dem vorgebackenen Boden die Scheckenmasse verteilen, Rosinen und Mandelsplitter darüber streuen und 6-7 Minuten blassbraun weiterbacken. Im Idealfall ist die Scheckenmasse im Inneren noch etwas flüssig.
Material- und Energiekosten: 3,30 €
Zubereitungszeit am Backtag: ca. 3 Stunden

Verführerisch: Eierschecke nach Freiberger Art, die dem Original der Freiberger Eierschecke ziemlich nahe kommt

Ein weiteres Exemplar der äußerst seltenen Gattung der Freiberger Eierschecke
(eingereicht bei YeastSpotting)
Schlagwörter: Butter, Ei, Eierschecke, Eigelb, Freiberg, Freiberger Eierschecke, Mandeln, Milch, Rosinen, Zucker
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8 Kommentare
Ein Pingback
-
[...] Jugend ein Graus. Ausserdem hat der angebotene Kuchen nichts mit dem Titel Eierschecke zu tun. Bei Lutz  findet man kompetente Hilfe in dieser Richtung. Nach dem ersten Bissen und überwundener [...]



Amboss
12. August 2011 um 20:32
Hi Lutz,
nachdem ich schon die Eierschecke II probiert hatte, war nun Nummer III fällig. Ich muss dir recht geben: Absoluter Suchtfaktor!!! Heeeeeeeerrlich, wenn die Scheckenmasse noch leicht, aber nur ganz leicht, flüssig ist…………
http://amboss-blog.blogspot.com/2011/08/eierschecke-nach-freiberger-art.html Danke für den Genuss!
Lutz
13. August 2011 um 09:04
Ja, sobald ich die Eierschecke gebacken habe, ist sie auch schon wieder alle. Ein sehr einfaches Rezept, das besser nicht schmecken könnte
.
Greeny
19. August 2011 um 11:50
Moin moin
Die IIer habe ich auch schon gebacken und die war saulecker, wenn vielleicht auch etwas zu loffig.
Mirko Drescher
24. Oktober 2011 um 07:22
Na da sage ich mal Danke. Bin in Freiberg geboren worden und habe bis zum Umzug nach Berlin neben dem Freiberger Hof in der Buchstraße gewohnt. Wann immer ich in Freiberg war, habe ich mir natürlich auch die Eierschecke mitgenommen, aber mit dem Rezept, kann ich Sie jetzt essen wann immer ich will. Danke Dir und liebe Grüße in die Heimat…von MD
Fred
19. Dezember 2011 um 11:05
Das erste Mal dass Ich von Eierschecke höre. Aber man lernt ja auch nie aus. Muss Ich unbedingt auch mal probieren. Die Zubereitung scheint ja glücklicherweise nicht allzu schwierig zu sein.
Sten
1. Februar 2012 um 19:55
Ich möchte am WE mal nach ein paar Broten von dir deine Eierschecke testen. Nur eine Fraga habe ich da vornweg. 9g EI? Meinst Du damit nur Eigelb oder nur Eiweiß oder halbe halbe?
Lutz
1. Februar 2012 um 19:59
Ich meine das ganze Ei. Einfach ein Ei verquirlen und dann davon 9 g abnehmen. Oder du musst 5-6 Eierschecken backen. Dann kannst du das gesamte Ei verwenden
.
Uschi
28. Juni 2012 um 12:50
Mmmmh, sieht das lecker aus!! Habe die Eierschecke gleich mal für’s WE eingeplant.