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3. Oktober 2011 · 19 Kommentare

Radebeuler Flammkuchen

Radebeuler Flammkuchen

Radebeuler Flammkuchen

In diesem Jahr war ich das erste Mal auf dem kleinen Fest “Wein & Raritäten” auf der Hauptstraße in Radebeul. Das Städtchen grenzt an Dresden und ist für seinen Wein und Karl  May bekannt. Auf dem Fest wurde u.a. Flammkuchen angeboten, der mir sehr gefallen hat.

Für den Teig werden einfach Mehl und Wasser gemischt. Die Masse wird hauchdünn ausgerollt, belegt und bei über 400°C kurz gebacken. Dank der hohen Temperaturen ist kein Backtriebmittel wie z.B. Hefe nötig, Die Teiglockerung geschieht ausschließlich physikalisch durch den Wasserdampf im Teig.

Da ich maximal 300°C zustande bekomme, habe ich dem Teig einen Hauch Hefe gegönnt. Diese durfte sich zwei Tage lang vermehren, erst dann ging es ans Ausrollen.

Die Verarbeitung ist kinderleicht und nimmt am Backtag kaum Zeit in Anspruch. Das Rezept ist auf drei Flammkuchen ausgelegt.

Vorteig

  • 100 g Weizenmehl 550
  • 100 g Wasser
  • 0,1 g Frischhefe

Hauptteig

  • Vorteig
  • 215 g Weizenmehl 550
  • 85 g Wasser
  • 6 g Salz

Belag

  • 150 g Schinkenspeck
  • 200 g Schmand
  • Petersilie
  • 200 g Emmentaler (gerieben)

Die Vorteigzutaten mischen und 18-20 Stunden bei Zimmertemperatur reifen lassen.

Dann den Teig mit den übrigen Zutaten 5 Minuten auf niedrigster und 5-7 Minuten auf zweiter Stufe kneten. Er sollte nicht kleben, sich elastisch anfühlen und sich vom Schüsselboden lösen.

24 Stunden Gare im Kühlschrank. Der Teig kann auch deutlich kürzer oder länger aufbewahrt werden.

Den Teig in drei Teiglinge teilen und jeweils auf ca. 1-2 mm Dicke ausrollen.

Mit Schmand bestreichen und die Belagszutaten darüber geben.

Bei mindestens 300°C 5 Minuten lang backen.

Material- und Energiekosten: 1,00 € (ohne Belag)

Zubereitungszeit am Backtag: ca. 1/2 Stunde

Vor und nach dem Backen des Radebeuler Flammkuchens.

Vor und nach dem Backen des Radebeuler Flammkuchens.

(eingereicht bei YeastSpotting)

Aktualisiert am 17. Februar 2014 | Artikel als PDF

19 Kommentare

  1. Flammkuchen wird häufig mit Pizza verwechselt, hat eine nicht zu leugnende Ähnlichkeit. Ab und zu mache ich auch Flammkuchen, aber ohne Schmand, nur mit Sauerrahm, da ich Schmand bei uns nicht bekomme.

  2. «Bei mindestens 300°C 5 Minuten lang backen»

    Hallo Lutz,
    hast Du Dir einen professionellen Ofen zugelegt? Mein Neff z. B. schafft nur 275°.

    Gruß
    Klaus

  3. Sieht superlecker aus, zum Reinbeißen. Flammkuchen wollte ich auch schon lange mal ausprobieren, aber mein Ofen schafft leider nur 250 Grad. Ob das trotzdem was werden kann? 

  4. Flammkuchen selber zu machen habe ich mich noch nicht getraut. Mit dem Rezept werde ich mich aber mal daran wagen. Der Belag klint auch gut. Ich werde mich mal in der Variation des Belags versuchen. Ich bin gespannt was mir da so einfällt.
    Gibt es eigentlich Öfen mit 400° oder muss es dafür schon ein Steinofen sein?

  5. Hallo!Das ist eine Neuigkeit fuer mich! Ich denke sehr lecker.Ich soll probieren, danke .

  6. Hallo! Ich frage dir um Rat. Bitte, in Italia haben wir keine Schmalz( smetana, ich denke).Wie kan ich machen?Yogourth? Kann ich im voraus Sahne mit Zitrone vermischen? Was ist besser? Danke.

    • Du kannst z.B. als Ersatz saure Sahne nehmen. Weiß aber nicht, ob es die in Italien gibt. Alternativ wäre auch Naturjoghurt möglich. Er erreicht aber nicht ganz den Geschmack von Schmand.

  7. Das klingt ja lecker, bin grade auf den Block hier gestoßen. Muss ich am We glatt mal ausprobieren :)) Danke!

  8. Guten Abend Lutz,
    Hab grad den Vorteig fertig und mit dem Hauptteig gemischt, allerdings war bei mir das ganze extrem klebrig – mußte noch Mehl hinzufügen, da das ganze eher zähflüssig bis matschig war. Was könnte falsch gewesen sein? Vorteig zu warm gegangen? 
    Simone

  9. Hallo Lutz,
    ich habe einen Pizzaofen der bis 450°C schafft.
    Würdest du in dem Fall das gleiche Rezept hernehmen ohne Hefe oder auch ein anderes Rezept? Oder einfach mit Hefe belassen.
    Vielen lieben Dank.

  10. Hallo Lutz,
    gibt es einen Trick wie ich die ausgerollten Teigplatten besser vorbereiten und länger lagern kann? Ich hatte es hier das letzte Mal leider ein wenig stressig weil belegen, einschießen und ausrollen mich voll beansprucht hatten. Der Teig schien mir aber auch zu klebrig um in wirklich zu stapeln oder vorher aus zu Rillen ( noch dazu weil er ja eventuell dann an trocknet)

    Für jeden Tipp dankbar,

    fux

    • Gut mit Mehl (oder besser Hartweizengrieß/-dunst) bestreuen und übereinander stapeln. Das sollte reichen. Du kannst über den Stapel auch noch eine Tüte oder ein großes feuchtes Tuch legen, damit der Rand nicht austrocknet. Der Teig ist recht flexibel zu handhaben, weil kaum Hefe enthalten ist. Du könntest die gestapelten Platten auch in den Kühlschrank stellen, wenn es länger dauert…

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