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BLOGBEITRAG

18. Januar 2012 · 11 Kommentare

Avocado-Brot

Avocado-Brot

Avocado-Brot

Eure vergangene Wunschzutat war die Avocado. Ich hatte gerade eine daheim, die eigentlich für einen Brotaufstrich gekauft wurde. Kurzerhand habe ich ihren Verwendungszweck entfremdet und sie in ein Brot gepackt, dessen Grundrezept aus dem Buch “Meisterhaft backen” stammt. Ich habe die Mehlanteile verändert und den im Original verbackenen Quark gegen Avocadomark ausgetauscht.

Herausgekommen ist ein knuspriges Brot mit hellgrüner, lockerer und aromatischer, elastischer Krume. Geschmacklich dominieren die Kräuter, aber ich hätte mir einbilden können, dass die Avocado trotzdem einen “diffusen” Einfluss auf Geschmack und Konsistenz der Krume hat.

Aufpassen muss man mit der Wassermenge. Je nach Reife der Avocado sollte mit wenig Wasser begonnen und sich allmählich bis zur optimalen Teigkonsistenz vorgearbeitet werden. Ingesamt habe ich den Teig eher weich gehalten.

Roggensauerteig

  • 95 g Roggenmehl 1150
  • 10 g Anstellgut
  • 75 g Wasser

Avocadomark

  • 1 reife Avocado
  • 1 Esslöffel Zitronensaft

Hauptteig

  • Sauerteig
  • 300 g Weizenmehl 550
  • 55 g Roggenmehl 1150
  • 150 g Avocadomark
  • 10 g Frischhefe
  • 8 g Salz
  • 0,5 g Thymian und Majoran (gehackt)
  • 3 g Petersilie und Dill (gehackt)
  • 140-160 g Wasser

Die Sauerteigzutaten mischen und 16-20 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen.

Die Avocado halbieren und mit einem Löffel das Fruchtfleisch ausschaben. Den Zitronensaft zugeben und mit einer Gabel zu einem leicht stückigen Brei zerdrücken. Davon 150 g für den Teig abnehmen.

Alle Zutaten 5 Minuten auf niedrigster und 8-10 Minuten auf zweiter Stufe zu einem weichen, sich jedoch von der Schüssel lösenden, straffen Teig verarbeiten.

60 Minuten Gare bei ca. 26-28°C.

Den Teig aufarbeiten, zu einem länglichen Laib wirken und mit Schluss nach oben im bemehlten Gärkorb 45 Minuten warm gehen lassen.

Den Laib mit Schluss nach unten mehrmals flach über Kreuz einschneiden und bei 240°C fallend auf 200°C 45 Minuten mit Dampf backen.

Material- und Energiekosten: 2,10 €

Zubereitungszeit am Backtag: ca. 3 Stunden

Grün und gut: Avocado-Brot

Grün und gut: Avocado-Brot

(eingereicht bei YeastSpotting)

10 Kommentare

  1. Liest sich sehr spannend. Die Krume sieht absolut traumhaft aus. Ich habe noch Schabziger Klee da, damit könnte ich es mir auch gut vorstellen. Tolle Idee und danke fürs Teilen. LG, Paule

  2. Sieht seeehhhr lecker aus :-) und ist schon auf der Nachbackliste. LG Nadja

  3. Das klingt hammer-lecker! Danke für das Rezept! :)

  4. Und… gestern nachgebacken :-) sensationell lecker, hab zwar etwas Mehlaustausch betrieben und meine Avocado war doch gemeiner Weise nur für 126g gut, aber nichts desto trotz ein ganz ganz tolles Brot, vielleicht ein Hauch von grün oder nur Einbildung ;-) und auch heute Morgen noch eine schöne Kruste und saftig/frisch – kommt ins Standardreperoire – tolle Idee und danke fürs Rezept. LG Nadja

  5. Ich habe das Brot ebenfalls nachgebacken und werde es am Wochenende gleich noch einmal backen! Das ist ja sooo lecker :-)
    Sogar mein erster Versuch mit dem Gärkorb hat perfekt geklappt, juhu! :-)
    Vielen Dank für das Rezept!

  6. Lieber Lutz,

    ich bin immer wieder “fassungslos begeistert” was deine unzähligen Ideen für tolle Brote betrifft! Und nun hatte ich gestern eine Idee: Was hältst du denn von einer Art Bärlauchbrot? Ich könnte mir vorstellen, dass das mit Butter bestrichen und / oder gekochtem Schinken belegt sehr lecker schmecken könnte….Hättest du vielleicht Lust, so ein Rezept zu entwickeln? Vielleicht könnte man sogar Bärlauch und Schinken / Speck zusammen in den Teig packen…(?) Natürlich schmeckt Bärlauch geschnitten auf dem Butterbrot auch gut, aber ich bin mir sicher, dass ein “richtiges” Bärlauchbrot von dir der Hammer wäre!

    Sorry, wenn ich dir noch mehr Arbeit aufhalsen möchte, aber man wird einfach regelrecht süchtig nach deinen Rezepten und eine Woche ohne Brotbacken geht – seit ich deinen Blog entdeckt habe – gar nicht mehr!

    Lieben Gruß aus dem Schwabenland
    Sabine

    • Hallo Sabine,

      gute Idee. Hab’s auf meine Nachbackliste gesetzt. Das größte Problem wird sein, an frischen Bärlauch zu kommen…

      • …das klingt schon mal vielversprechend! :-)
        Bei uns gibt’s Bärlauch gerade als Bund abgepackt frisch im Supermarkt – in rauen Mengen, genau wie Spargel! Aber vielleicht habt ihr gar nicht so viel Bärlauch wie wir hier unten “im Süden”? Da hatte ich gar nicht dran gedacht. Bei uns kann man auch im Wald Bärlauch sammeln, muss halt nur aufpassen (Stichwort Herbstzeitlose, Maiglöckchen…) aber ansonsten: kein Problem. Vielleicht sind wir etwas begünstiger als ihr. Ich freue mich jedenfalls darüber, dass du meine Anregung aufgenommen hast.
        Lieben Gruß nochmal
        Sabine

  7. wow! Hört sich sehr Interessant an.. Ich werde Morgen weiterschauen und mir eine Liste von den Rezepten machen. Es sind soo viele Interessante Rezepte dabei die einfach nachgebacken werden müssen ;)

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