Roggiata

Roggiata
In Anlehnung an das typisch rustikale Ciabatta-Äußere habe ich meine Rezeptidee Roggiata genannt. Ich experimentiere ja nun seit einiger Zeit mit der Kombination von Hartweizenprodukten und Roggenmehl herum. Diese Art Ciabatta gefällt mir dabei geschmacklich sehr gut, wenngleich die Porung für ein echtes Ciabatta eher untypisch klein ausgefallen ist.
Der Teig darf geschlagene 48 Stunden im Kühlschrank verbringen und entwickelt so ein sehr ausgewogenes, mildherbes Aroma. Der Hartweizenanteil macht die Kruste dünn und rösch.
Hauptteig
- 75 g Hartweizengrieß
- 75 g Hartweizenmehl
- 150 g Weizenmehl 550
- 150 g Roggenmehl 1150
- 275 g Wasser
- 50 g Milch
- 20 g Olivenöl
- 5 g Frischhefe
- 9 g Salz
Alle Zutaten außer Öl und Salz 5 Minuten auf niedrigster und 5 Minuten auf zweiter Stufe zu einem relativ weichen Teig verarbeiten. Anschließend das Salz zugeben und das Öl innerhalb der nächsten 5-8 Minuten auf zweiter Stufe langsam eintropfen lassen. Der Teig sollte weich und elastisch sein.
48 Stunden Gare bei 4-6°C im Kühlschrank. Nach 24 Stunden einmal falten.
Auf der gut bemehlten Arbeitsfläche den Teig mit der Teigkarte in drei Stücke teilen (dabei nicht entgasen!).
Die Teiglinge auf Backpapier 1,5 Stunden bei 25°C gehen lassen.
Bei 230°C fallend auf 210°C ca. 25 Minuten mit Dampf backen.
Material- und Energiekosten: 1,90 €
Zubereitungszeit am Backtag: ca. 2 Stunden

Roggiata: Teig und Teiglinge

Mittelporige Krume im Roggiata
(eingereicht bei YeastSpotting)
Schlagwörter: Ciabatta, Durum, Hartweizengrieß, Hartweizenmehl, kalte Führung, lange Führung, Milch, Olivenöl
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19 Kommentare
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[...] Roggiata – Plötzblog – Rezepte rund ums Backen von Brot, Brötchen, Kuchen & Co.. Sharen mit:FacebookE-MailDruckenStumbleUponRedditDigg Von stefan schumm, am 30. 07. 2012 | Category: Rezept [...]
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[...] grrmmfff und ein super rustikales Brot gebacken ,ok ohne Sauerteig,aber super lecker und die Roggiata liegen im Kühlschrank.Wär doch gelacht..ppfffff und wenn ich frei habe dann feiere ich Fasnacht [...]



Petra
25. Juli 2012 um 10:27
Lieber Lutz, wo bekomme ich denn Hartweizenmehl oder gibt es vielleicht eine Allternative?
Lutz
25. Juli 2012 um 10:44
Das Mehl kannst du z.B. in der Adler-Mühle bestellen. Eine richtige Alternative gibt es nicht.
Nadja
25. Juli 2012 um 12:36
Hallo Petra, das Hartweizenmehl gibt es auch in gut sortierten Supermärkten u.a. von einem Hersteller, der auch Nudeln anbietet, diese türkis-gelbe Verpackung
Herzlichst Nadja
uschi
5. August 2012 um 10:59
Hallo Nadja, würdest Du mir den Namen des Nudelherstellers mit der türkis-gelben Verpackung verraten? Mir fällt beim besten Willen gerade nichts ein. Ich habe nämlich auch ziemliche Probleme Hartweizenmehl zu finden – im Reformhaus konnte ich mit Mühe Hartweizengries bekommen. Lieben Dank im voraus glg Uschi
schelli
5. August 2012 um 21:27
Moin Uschi,
meine türkis-gelben sind von de cecco…
uschi
6. August 2012 um 10:03
Moin schelli, danke dir für den Tipp – werde jetzt auf die Suche gehen. glg Uschi
Nadja
5. August 2012 um 21:30
Hallo Uschi, ich glaub, der heißt De Cecco. Ansonsten schau online mal bei gustini oder mondogusto, da könntest Du sowas auch kriegen oder eben Adlermühle, die Versandkosten dort sind okay oder vielleicht sogar einfach den Hartweizengries in den Mixer hauen und klein häkseln
Viel Erfolg. Herzlichst Nadja
uschi
6. August 2012 um 10:00
Hallo Nadja,
ganz ganz lieben Dank für deine tollen Tipps. Ja, De Cecco habe ich bestimmt schon irgendwo gesehen. Und bei den anderen werde ich mich jetzt mal online umsehen. Herzlichst Uschi
uschi
6. August 2012 um 13:00
Hallo Nadja, habe gerade eine Großbestellung bei der Adlermühle in Auftrag gegeben – jetzt habe ich dann alles aus einer Hand – und die Versandkosten sind tatsächlich okay – wo ich mich doch sowieso gerade im totalen Backfieber befinde. Nochmals Danke und glg Uschi
Nadja
25. Juli 2012 um 12:38
Hallo Lutz, wieder ein wunderschönes Rezept, was gleich in den Drucker wandern wird
Weißt Du eigentlich, dass ich jeden Mittwoch & Samstag ganz gespannt in Deinen Blog schaue, was Du wieder für tolle neue Rezepte kreiert hast
Herzlichst Nadja
stefan
25. Juli 2012 um 17:45
Hallo Lutz,
bin ja heute zum ersten mal auf Blog und finde Deine Brotbackambitionen sehr spannend. Momentan fehlen mir leider die technischen Möglichkeiten und auch etwas die Zeit zum Brotbacken, aber ich hab das zeitweise sehr intensiv betrieben. Anfangs nach irgendwelchen Backrezepten aus Brotbackbüchern, das hat mich alles nicht so begeistert, die ergebnisse waren eher mittelmässig. Dann hat mich ein befreundeter Bäcker mit dem Prinzip der langen Gare bei kühlen Temperaturen bekannt gemacht und dann ist der Groschen gefallen. Irgendwann habe ich dann angefangen Öfen zu bauen, nämlich Lehmkuppelöfen und das funktioniert ganz wunderbar und ist auch nach etwas Übung eine einfache Angelegenheit.Â
Wenn ich Deinen Blog so lese, bekomm ich gleich wieder richtig Lust zum Backen.
Gruß aus Bamberg
Stefan
Lutz
25. Juli 2012 um 19:39
Danke für deinen Kommentar, Stefan! Mit solchen Öfen habe ich mich noch nicht beschäftigt. Die lange und kühle Gare hat aber sehr viele Vorteile. Vielleicht überlegst du dir’s nochmal mit dem Backen. Macht soviel Aufwand nicht…
stefan
26. Juli 2012 um 22:34
Hallo Lutz,Â
.Â
ich hab einen Freund in Österreich, der baut sehr viele derartige Öfen., das ist der Bernhard Gruber, mußte bloß mal googeln. Der macht viel mit Permakultur. Für Dich als Geologen dürfte es ja nicht schwer sein das richtige Material zu finden, liegt ja praktisch überall rum. Das schöne an diesen Öfen ist, daß man nicht bloß wunderbar Brot drin backen kann, sondern auch für Pizza und fleischliche Genüsse wie Spanferkel und dergleichen sind sie wunderbar. Und das Bauen macht vor allem mit Kindern sehr Spass, denn es ist eine Riesensauerei
zur kühlen Gare: Mein Brotlieferant, eine kleine Bäckerei in meiner Nähe macht das auch schon seit Genarationen. Er braucht auch nur eine Bruchteil der Hefemenge, die seine Konkurrenten verwenden. Und schmeckt alles sehr gut. Der würde Dir wahrscheinlich gefallen, ein Bäcker mit Leib und Seele. Wenn er nicht in der Backstube steht, liegt er im Bett..
LG Stefan
Eva
26. Juli 2012 um 22:34
Hallo Lutz!
Erstmal vielen Dank für deinen tollen Blog und die super Rezepte! Ich hab schon sehr viel von dir nachgebacken und es war immer ein Volltreffer.
Heute hab ich den Teig für dieses Rezept angesetzt, der Teig steht jetzt seit 4h im Kühlschrank und ist schon mächtig aufgegangen -soll das so? Ich hab da Bedenken, dass der Teig zu Gären beginnt innerhalb der 48h oder beim Backen nicht mehr richtig aufgeht…kannst du mich beruhigen?
Lutz
27. Juli 2012 um 07:21
Hallo Eva, das ist normal. Der Teig geht am Anfang stark auf, da er ja noch nicht die Kühlschranktemperatur angenommen hat. Wichtig ist allerdings, dass er wirklich bei 4-6°C steht. Am besten in das unterste Fach stellen und mit einem Thermometer nachprüfen.
Walter
30. Juli 2012 um 11:43
Das Roggiata ist sehr gut gelungen, aus Mangel an Hartweizenmehl habe ich den Anteil durch den Gries ersetzt.
Auch einen Tag nach dem Backen ist die Krume des aufgeschnittenen(!) Roggiata weich und lecker.
So einfach in der Teigzubereitung sowie -führung.
Eindeutig eines meiner Favoritenrezepte!
Nadja
3. August 2012 um 16:17
Hallo Lutz, hab die Roggiata heute gebacken. Leider sind sie im Ofen nicht mehr gut aufgegangen und so sind die drei Laibe doch relativ flach. Ich vermute mal, mein Kühlschrank war nicht kalt genug oder wurde zu oft geöffnet. Naja vielleicht versuche ich es nochmal. Herzlichst Nadja
Anke
15. März 2013 um 11:30
Hallo Lutz,
!
).
.
wieder einmal ein Volltreffer! So luftig, so locker, so lecker
Ich weiß zwar gar nicht, ob ich die richtigen Zutaten genommen habe – ich habe mehrere Brote gleichzeitig gebacken und mich bei einigen definitiv im Mehl vergriffen – aber das Ergebnis war sensationell (bei allen Broten
Vielleicht war es also doch ein Ciabatta. Ich werde es auch nochmal genau nach Rezept versuchen.
Wie machst Du das denn bei Deinen Mega-Backtagen, dass da nichts durcheinander gerät? Ich beschrifte schon immer alles und habe verschiedene Uhren / Wecker für die verschiedenen Brote. Trotzdem ist es mir schon öfter passiert, dass ich Bestandteile durcheinander geworfen habe…
Na ja, Kreativität ist alles
Liebe Grüße
Anke
Lutz
17. März 2013 um 13:08
Hallo Anke,
für meine Backtage habe ich einen ausgeklügelten Backplan. Die Kunst dabei ist, ausreichend Zeitpuffer einzuplanen, um bei Fehlern oder zeitaufwändigerer Bearbeitung nicht mit allen nachfolgenden Rezepten in Not zu geraten. Ich habe nur eine normale Wanduhr. Jeden nächsten Arbeitsschritt halte ich handschriftlich zeitlich im Backplan fest und muss dann natürlich ständig auf den Plan und die Uhr sehen. Die Schüsseln beschrifte ich mit kleinen Zettelfetzen.