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BLOGBEITRAG

3. Februar 2013 · 4 Kommentare

Rückschau: Der zweite Backkurs – Wir lernen…

Schellis Hausbrot vom zweiten Backkurs mit Plötz

Schellis Hausbrot vom zweiten Backkurs mit Plötz

Nach unserem ersten Backkurs im Dezember 2012 haben mein Kompagnon und ich nun vor wenigen Tagen den zweiten Kurs gegeben. 12 Teilnehmer aus ganz Deutschland (und aus Österreich) sind nach Ottendorf-Okrilla gereist und haben sich in das Abenteuer Brotbacken gestürzt. Wie schon beim ersten Mal hatten die Teilnehmer ganz unterschiedliche Vorkenntnisse – vom völligen Laien bis hin zur Fooddesignerin oder dem Profibäcker. Eine extreme Herausforderung für uns.

Brotteig wird rundgewirkt

Brotteig wird rundgewirkt

Uns war bereits nach der Vorstellungsrunde klar, dass wir dieses mal nicht jeden Teilnehmer und seine Ansprüche an unseren Kurs würden zufriedenstellen können, zu unterschiedlich die Wünsche. Dennoch – aus unserer Sicht war auch dieser Kurs ein Erfolg.

Wir hatten unser Konzept nach den Erfahrungen aus der Premiere etwas angepasst. Vor allem haben wir den Backplan entschlackt und so mehr Zeit am Backtag für Fragen und handwerkliche Techniken geschaffen. Mehr Teig, weniger Rezepte war die Devise. Aus Sicht unserer Gäste hat sich diese Diät überwiegend gelohnt. Und trotzdem sehe ich noch Verbesserungspotential. Dafür kamen auch von unseren Teilnehmern sehr praktische Hinweise.

Große Auswahl trotz gekürztem Backplan

Große Auswahl trotz gekürztem Backplan

Die Brotfehler haben im Vergleich zum ersten Kurs zugenommen. Etwa zwei Drittel aller gebackenen Brot waren rundum gelungen, der Rest hatte mit äußerlichen Problemen zu kämpfen (Übergare, zu heiß angebacken etc.). Solche Fehler lassen sich nicht vermeiden. Ich bin sogar der Meinung, dass wir sie brauchen, um im Kurs zu lernen. Würden alle Brote gelingen, bräuchten unsere Gäste keinen Kurs. Aus Fehlern lernt man – sowohl unsere Teilnehmer beim Brotbacken als auch wir aus unseren eigenen Fehlern.

Für die Stockgare vorbereitet: Teiglinge in Gärkörbchen

Für die Stockgare vorbereitet: Teiglinge in Gärkörbchen

Der nächste Kurs wird am 22.-23. März stattfinden. Wir möchten ihn noch zielgerichteter auf die handwerklichen Fähigkeiten ausrichten. So wird es beim nächsten Mal auf jeden Fall mehr Testteige zum Üben geben. Außerdem werde ich den Backplan nochmals umgestalten, um mehr Zeit zum “Spielen”, zum Lernen, zu haben. Mein Wunsch und Ziel ist es, den Backkurs so lehrreich und eindrücklich zu gestalten, wie es nur irgend geht. Das braucht Zeit. Mit jedem Kurs lernen wir dazu, genau wie ihr, unsere Teilnehmer.

Gute Weine, kulinarische Genüsse und gutes Brot

Gute Weine, kulinarische Genüsse und gutes Brot

Deshalb freue ich mich auf euch beim nächsten Kurs, der wieder etwas anders sein wird als die bisherigen Kurse. Ich schreibe all dies, weil ich euch an meinen Eindrücken und Erfahrungen teilhaben lassen möchte. An dieser Stelle vielen Dank an unsere Teilnehmer, die uns mit ihren Meinungen die beste Hilfe sind, den Kurs noch besser zu machen.

Am meisten motiviert hat mich nach unseren zweiten Kurs unser Gast aus Österreich. Der gestandene Bäckermeister war überwältigt und voller Freude über die vielen Anregungen, die er mit nach Hause nehmen konnte. Wir können im Kurs sicher nicht alle Erwartungen erfüllen, die meisten aber schon.

In der Mitte ein reines Dinkelbrot, umringt von Weizen-, Roggen- und Mischbroten

In der Mitte ein reines Dinkelbrot, umringt von Weizen-, Roggen- und Mischbroten

Einige Kritiken unserer Teilnehmer zum Backkurs:

Hallo Lutz, hallo Schelli,
Hallo Ihr zwei Meisterbäcker !
Der Kurs hat sehr viel Spaß gemacht- super Atmosphäre von den Menschen und den Räumlichkeiten her – und super leckeres Essen & Trinken! Vorallem der Austausch nebenher mit euch und den anderen Hobbybäckern war sehr informativ und lehrreich- zumal euch keine noch so naive Frage zuviel war- herzlichen Dank dafür ! sollte es tatsächlich zu einem weiterführenden Kurs, z.B. für französische Brote, kommen bin ich auf jeden Fall wieder dabei- auch wenn er wieder am Ende der Welt stattfinden sollte!

Liebe Grüße

Heike

Hallo Lutz und Schelli,
Mir und Daniela hat euer Kurs im Brotbacken sehr gefallen.
Auch wenn ich dieses Handwerk gelernt habe, und es auch mit sehr großer Leidenschaft betreibe, so muss ich sagen, das auch ICH wieder etwas neues dazugelernt habe.
Schade das dieses Handwerk in der Branche so verlernt wurde!!!
Für mich jedoch ist es ein weiterer Ansporn geworden, der alten Backkunst wieder umso mehr nachzugehen.
Freue mich auf baldiges Wiedersehen!

Liebe Grüße

Dietmar und Daniela

Ich denke, dass ihr beide sehr viel Ahnung vom Backen habt, jedoch war der Kurs uns [...] leider viel
zu “unstrukturiert” und chaotisch. 12 Leute an 3 Öfen mit 2 Referenten ist keine optimale Mischung, auch zu sehen an den vielen “misslungenen” Broten, die irgendwie anders wurden als geplant. Nicht immer ganz schlecht, aber die Treffer-Rate ist bei max. 65%, das finde ich relativ wenig. [...]

Annette

Hallo Lutz, hallo Schelli,
[...] Ich bin von den 2 Tagen ganz begeistert nach Hause zurückgekehrt. Nochmals ein großes Kompliment an Euch beide, Ihr seid großartig und habt alles wunderbar organisiert und vorbereitet, so dass wir genügend Zeit hatten, auch den anderen Gruppen mal über die Schulter zu schauen. Vor allem Schellis Hausbrot im Topf hat nun meine Neugier zum Nachbacken geweckt. Es steht auf meinen Backplan für den morgigen Sonntag. Überhaupt hat es sehr mir viel Spaß gemacht, mit “Gleichgesinnten” gemeinsam zu backen und sich über die eigenen Erfahrungen auszutauschen. [...]

Alexander

Hallo Lutz, hallo Schelli,

ich bin froh, dass ich mich dazu aufraffen konnte, die weite Anfahrt auf mich zu nehmen und den Backkurs im Januar zu besuchen.
Die “Kniffe, Tipps und Tricks” rund um Stretch&Fold, Rundwirken, Baguette-Einschneiden etc., die ihr uns gezeigt habt, haben bei mir zu so manchem “Aha-Erlebnis” geführt. Als ich zuhause war konnte ich es kaum abwarten das nächste Brot zu backen um das Erlernte in die Tat umzusetzen. Auch die gelungene Rundum-Versorgung mit leckeren Delikatessen und gutem Wein hat zu einem tollen Kurserlebnis beigetragen. Lediglich die Anzahl der gebackenen Brote war meines Erachtens (trotz gekürztem Backplan!) zu hoch. Man hatte teilweise keinen Überblick mehr welches Brot gerade gewirkt und ins Gärkörbchen verfrachtet wurde bzw. welche Brote da gerade aus dem Ofen geholt wurden (welches Brot war nochmal das no-knead? ist das Brot hier das mit den Kartoffeln?). Vielleicht solltet ihr den Backplan einfach noch weiter reduzieren.
Ansonsten würde ich mich freuen wenn ihr eure Idee, ab Sommer Spezialitätenbackkurse anzubieten, in die Tat umsetzen würdet.

Sebastian

Vielleicht bis bald, im Kurs,

euer Lutz

PS: Sebastian hat seine Fotos vom Kurs online gestellt…

4 Kommentare

  1. Eines – finde ich – muß mal gesagt werden: Es ist bewundernswert und heute nicht selbstverständlich, daß Du Kritiken annimmst und sie nicht unter den Tisch kehrst.
    Würde gerne mal dabei sein, egal ob ichs bräuchte oder nicht! Einfach mitbacken und Freude haben.
    Ob ich die Zeit für eine Reise nach Dresden in den nächsten Monaten aber aufbringen kann, ist ziemlich fraglich.

  2. Hallo Lutz,
    wie ich auf einem der Bilder erkennen konnte habt ihr auch No Knead Brot selber Gebacken hmm… Lecker
    Ich habe auf deinem Blog kein Rezept dafür gefunden, würde mich aber freuen wenn du mal eins Posten würdest.
    Alles Gute!
    der Eigenbrötler

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