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BLOGBEITRAG

29. Juni 2013 · 19 Kommentare

Leserwunsch: Lahmacun (türkische Pizza)

Leserwunsch: Lahmacun (türkische Pizza)

Leserwunsch: Lahmacun (türkische Pizza)

Eine Pizza zum Einrollen? Ja, die “türkische Pizza” Lahmacun wird eingerollt. Viele kennen es in ähnlicher Weise vom eingerollten Döner Kebap, der sich an den Imbissbuden dann Dürüm nennt.

Der Haken am Einrollen ist, dass der gebackene Pizzateig sich auch einrollen lassen muss. Genau das war das Problem eines meiner Leser.

Ich habe mich ans Werk gemacht und festgestellt, dass des Rätsels Lösung ganz simpel ist: der Pizzateig muss einerseits sehr dünn gebacken werden und andererseits muss die gebackene Pizza noch wenige Minuten auf einer festen Unterlage (Brett etc.) liegen, um den Pizzaboden flexibel werden zu lassen.

Mein Teigrezept orientiert sich an allgemeinen Angaben auf Wikipedia, der Belag ist ein Sammelsurium aus verschiedenen Internetquellen, vor allem aber vom Kleinen Kuriositätenladen.

Wirklich lecker, diese türkische Pizza und schnell gemacht. Der Teig kann mehrere Tage im Kühlschrank ausharren und auch der Belag kann vorbereitet und eingefroren werden.

Das Rezept ist für zwei Pizzen ausgelegt.

Hauptteig

  • 180 g Weizenmehl 550
  • 120 g Wasser
  • 10 g Olivenöl
  • 1 g Frischhefe
  • 3 g Salz

Belag

  • 200 g Rinderhack
  • 100 g passierte Tomaten
  • 1 rote Paprika
  • 1 Esslöffel Paprikamark (alternativ: 1 rote Paprika pürieren)
  • 1 Teelöffel Salz
  • 1/2 Teelöffel Paprikapulver süß
  • 1/4 Teelöffel Paprikapulver scharf
  • 50 g Olivenöl
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Messerspitze Kreuzkümmel
  • 1 Messerspitze Summak
  • Pfeffer
  • 1/2 Bund glatte Petersilie
  • 1 Zehe Knoblauch

Vor dem Einrollen

  • 1 Zwiebel
  • 1 Zitrone
  • 1/2 Bund glatte Petersilie
  • 1 Zehe Knoblauch

Für den Teig alle Zutaten homogen vermengen.

60 Minuten bei 22°C reifen lassen. Alle 20 Minuten falten.

Den Teig für 48-72 Stunden bei 4-6°C aufbewahren.

Den Teig halbieren und 2-3 mm dünn rund bis oval ausrollen.

Für den Belag alle Zutaten fein geschnitten zu einer Masse vermengen.

Die Pizzaböden damit bestreichen und bei 280°C (250°C) ca. 8-10 Minuten backen.

Die Pizzen auf ein Brett oder ein Blech setzen und 1-2 Minuten auskühlen lassen. In dieser Zeit mit grob gehackter Zwiebel, Knoblauch und ganzer Petersilie belegen, außerdem mit Zitronensaft beträufeln. Anschließend die Pizzen einrollen und genießen.

Zubereitungszeit am Backtag: ca. 30 Minuten

Zubereitungszeit gesamt: ca. 73 Stunden

Material- und Energiekosten (ohne Belag): 1,00 €

Vorher, nachher...

Vorher, nachher…

Mit Zwiebel und Petersilie belegt und eingerollt: Lahmacun

Mit Zwiebel und Petersilie belegt und eingerollt: Lahmacun

(eingereicht bei YeastSpotting)

19 Kommentare

  1. Hallo Lutz,
    ein schönes Rezept was mich sofort an den Sommer denken lässt (der gerade mal wieder eine regnerische Auszeit genommen hat).  Der Teig befindet sich schon bei mir im Ansatz …

    Bei Lahmacum kann man gerne als Belag nehmen, was einem so in den Kram passt …

  2. Summak kannte ich noch nicht. Bissl googlen half da weiter. Allerdings: kriegt man das so einfach und wenn ja: wo?

  3. Vielen Dank Lutz, dass du mal ein wenig rumprobiert hast. Bei deiner Nachbackliste hatte ich noch gar nicht damit gerechnet. :-)
    Hört sich ja doch recht simpel an, hätte man vielleicht sogar selbst drauf kommen können.
    Bei den Bildern muss ich auch unweigerlich an den Sommer denken, den ich gerade im Fenster nicht sehen kann. Dafür schau ich umso länger auf den Bildschirm. :-)

    • Boah ey, da will ich mir den Bildschirm nicht nur anschauen, sondern am liebsten reinbeißen!!! Die sehen ja aus wie aus dem Sternekochbuch…

  4. lecker lecker…
    Und ich habe keine Zutaten zuhause :,-(
    Beim Türken esse ich die Pizza immer mit verschiedenes Gemüse oder Salate belegt. Dann noch 1-2 Perperroni dabei, ach ich schmelze dahin..
    Schönen Sonntag und vielen Dank für’s Rezept.

    LG
    Michaela

  5. ps: als Fastfood kann man die nicht mehr bezeichnen. Michaela, Du hast in 73 Stunden noch viel Zeit einkaufen zu gehen:)

  6. Hallo Lutz,
    ich hatte das Rezept gestern abend entdeckt und habe gleich heute morgen, vor dem Büro, den Teig angesetzt.
    Er durfte nur bis heute abend ruhen, weil wir unbedingt SOFORT die Lamacun heute noch essen mußten.
    Ich habe zusätzlich noch kräftig mit Pul Biber gewürzt, auch ein leckeres türkisches Gewürz.
    Da plötzlich noch mehr Esser auf der Matte standen, habe ich etwas gemogelt und den Teig sehr viel dünner ausgerollt, so dass es für alle reicht… Der Lamacun-Fladen, auf dem Backstein gebacken, hat sich sehr leicht rollen lassen.
    Dazu Cacik (Tsatsiki mit Pfefferminzblättchen).
    Alle waren begeistert und es hat genauso lecker geschmeckt, wie es Deine Fotos versprochen haben!
    Mmmmm!!!!!

  7. Lahmacun ist eine super Sache und endlich kann ich das auch ohne großen Aufwand zuhause nachkochen! Was viele aber nicht wissen: Lahmacun kommt eigentlich aus dem arabischen Raum und wurde lediglich von den Osmanen übernommen. Nichtsdestotrotz bleibt es super lecker

  8. Na bitte…geht doch ;)

  9. Hallo Bitskin, da geb ich dir vollkommen Recht. Wir werden das leckere Gericht am Wochenende nachkochen und berichten, ob es uns gelungen ist. Viele Grüße

  10. Soeben wieder gemacht (wie schon so viele Male), und immer wieder gut.

    Danke für dieses Super-Rezept!

  11. Köstlich sieht das aus!

  12. Vor ein paar Tagen habe ich dieses sehr leckere Rezept ausprobiert. Wie gesagt, der Geschmack ist wirklich sehr, sehr gut aber leider ist es mir nicht gelungen die Pizza zu rollen. Der Teig war irgendwie zu weich. Aber nichts desto trotz, ich bleibe dran, vielleicht doch länger backen?
    Die Idee mit dem PulBiber habe ich sofort aufgegriffen und es mir aus Deutschland mitbringen lassen. Auch habe ich bedeutend mehr Cumin und Zimt dran gemacht aber das ist der individuelle Geschmack.
    Vielen Dank für dieses und viele andere Köstlichkeiten. So schön es in Spanien ist, wenn man gutes Brot und Brötchen will, dann muss man backen lernen was ich vor ein paar Jahren noch überhaupt nicht konnte.
    Viele Grüsse in den Norden

  13. Endlich ein Rezept, was nicht nur einfach zu machen ist sondern auch sehr lecker geschmeckt hat – an dieser Stelle ein DANKESCHÖN!

  14. Schaut nicht nur schön aus, es schmeckt auch hervorragend. Nur das einrollen wollte nicht so recht klappen. Trotzdem DANKE Lutz.

  15. Hallo Lutz,
    ich habe das Gericht heute mal nachgekocht. Eine sehr leckere Sache! Allerdings frage ich mich, ob da wirklich 50g Olivenöl in den Belag müssen. Vielleicht ein Tippfehler? Im Ofen ist das Fett nur so runtergelaufen und ich konnte es auch nicht komplett aufessen, obwohl ich da eigentich nicht zimplerlich bin. Es hat einfach nur so von Fett getrieft :-)

    Ansonsten ein tolles Rezept und ein noch tolleres Blog, ich lese hier regelmäßig seit Jahren :-) Weiter so!

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