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27. Februar 2009 · 2 Kommentare

Meet your Meat – Fleisch & Co. aus einer anderen Perpektive

Lässt ein knuspriges Steak auf dem Teller ihren Magen knurren? Wurst gehört für Sie einfach dazu? Trinken Sie Milch, essen Sie Joghurt? Ein Ei können Sie auch nicht abschlagen? Dann geht es Ihnen wie den meisten von uns. Mein Fleischkonsum hält sich in Grenzen, aber ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, ohne Fleisch könnte ich auch leben. Ich schreibe über dieses Thema, weil ich über ein Video gestolpert bin. Und vor fast zwei Jahren über einen Film in den deutschen Kinos.

Im Januar 2007 lief in Deutschland „Unser täglich Brot“ in den Kinos an. Nicht in allen. Vielmehr in den wenigsten. Der Film zeigt objektiv und deswegen auch ohne jegliche kommentierende Begleitung oder Untertitel, wie „modern“ unsere Lebensmittel heute produziert werden. Gerade weil der Film nur Aufnahmen mit ihren Originaltönen zeigt, ist er sehr intensiv und gibt teils entsetzliche Einblicke in unser Nahrungsmittelsystem. Das trifft besonders auf Lebensmittel zu, die aus Tieren oder von Tieren produziert werden. Einen knappen Zusammenschnitt können Sie sich hier anschauen:

Vorhin bin ich auf die US-amerikanische Website chooseveg.com gestoßen, auf der ein Video einer Aktion namens „Meet you Meat“ (frei übersetzt: „triff dein Fleisch“) lanciert wird, das ebenfalls Einblicke in unsere Nahrungswirtschaft gibt. Es ist radikaler als der Kinofilm, aber es sind Aufnahmen, die dokumentieren, was täglich geschieht, damit wir unser Steak oder unser Frühstücksei auf dem Tisch haben:

Es gibt sicher Unterschiede von Land zu Land und auch innerhalb der Länder, aber das Gezeigte ist eher die Riegel, als eine Ausnahme. Wir könnten Vegetarier oder Veganer werden. Aber es geht gar nicht darum, keine Tiere mehr zu töten oder ihnen „Produkte“ für unser Leben zu „entreißen“. Es geht um das „Wie“ und das „Wieviel“. Muss es täglich Fleisch sein oder einmal in der Woche? Muss es der Supermarkt sein oder doch besser der Fleischer um die Ecke, den man fragen kann, wie seine Tiere gehalten und geschlachtet werden? Ich weiß nicht, wie es Ihnen nach dem Film ging, falls Sie ihn im Kino gesehen haben. Mir ging es nicht gut. Und mir geht es nicht viel besser nach der Sichtung des Videos von chooseveg.com. Wir haben die Wahl.

2 Kommentare

  1. Unter diesen Gesichtspunkten muß auch der Verehr von maschinell geerntetem Getreide und Gemüse abgelehnt werden. So viele Bambis werden da verhexelt, von Kaninchen und Mäusen mal ganz zu schweigen. 

    Um so zu leben, wie viele Greenpisser und Grüne es fordern, müßten wir etwa drei Viertel der Erdbevölkerung abschlachten. 

    Dann doch lieber ein schönes Steak, daß ansonsten nicht zugängliches Nährstoffe aus Gras liefert. 

    • Das sehe ich ganz anders, Blubb. Würden sich alle Menschen auf der Welt vegan oder zumindest vegetarisch ernähren, müsste niemand hungern. Aber leider wird das für die Ernährung der Weltbevölkerung wichtige Land stattdessen uneffektiv als Weidefläche für Rinder, Schweine und Co verwendet. Ich sehe es genau wie Lutz: Jeder sollte über seine Essgewohnheiten nachdenken und seinen Konsum tierischer Lebensmittel zumindest etwas einschränken.

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