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18. Oktober 2010 · 11 Kommentare

Hamburger Franzbrötchen

(Hamburger) Franzbrötchen nach Ketex

(Hamburger) Franzbrötchen nach Ketex

Ketex hat mit seinem Monster-Franzbrötchen eine kleine Diskussion entfacht, was denn nun überhaupt ein Franzbrötchen ist. Offenbar gibt es große regionale Unterschiede. Ketex‘ Version, die ich hier nachgebacken habe, ist scheinbar eher in der Hamburger Gegend zu Hause, während es auch noch mindestens in Kiel ein völlig anderes Franzbrötchen gibt.

Die Hamburger Franzbrötchen bestechen durch ihre außergewöhnliche Form. Der leicht zimtige, schwach süße Geschmack macht sie zu einem guten Begleiter für Tee und Kaffee.

Weizensauerteig

  • 30 g Weizenmehl 1050
  • 30 g Milch
  • 5 g Anstellgut

Vorteig

  • 30 g Weizenmehl 550
  • 30 g Milch
  • 0,5 g Frischhefe

Hauptteig

  • Sauerteig
  • Vorteig
  • 190 g Weizenmehl 550
  • 75 g Milch
  • 4 g Frischhefe
  • 40 g Butter
  • 1 Prise Salz
  • 1 Eigelb
  • (1/2 Teelöffel flüssiges Backmalz)
  • Butter zum Bestreichen
  • Zimtzucker nach Belieben

Jeweils die Sauerteig- und Vorteigzutaten verrühren und 16-20 Stunden bei Zimmertemperatur reifen lassen. Dann alle Zutaten außer der Butter 5 Minuten auf niedrigster Stufe verkneten und anschließend die Butter in Stücken zugeben. 6-8 Minuten auf 2. Stufe zu einem homogenen, elastischen Teig verkneten. 30 Minuten Teigruhe im Kühlschrank. Den Teig zu einem Rechteck von 20×30 cm ausrollen und mit flüssiger Butter bestreichen. Darauf je nach eigenem Geschmack den Zimtzucker verstreuen. Von der kürzeren Seite her aufrollen und ca. 4 cm dicke Scheiben abschneiden. Mit einem ca. 0,5 cm dicken Holzstab (z.B. Holzkochlöffelstiel) entlang der Längsachse der Scheiben bis auf den Boden eindrücken. Dabei etwas hin und her rollen, damit sich die Zimtzuckerspiralen besser nach außen wölben. 45 Minuten abgedeckt gehen lassen. Bei 200°C 20 Minuten backen.

Material- und Energiekosten: 1,60 €

Zubereitungszeit am Backtag: ca. 3 Stunden

Das (Hamburger) Franzbrötchen in voller Pracht.

Das (Hamburger) Franzbrötchen in voller Pracht.

Das Das (Hamburger) Franzbrötchen im Anschnitt. Die Krume ist feinporig und dank der dünnen Zimtzuckerschichten am besten pur zu genießen.

Das Das (Hamburger) Franzbrötchen im Anschnitt. Die Krume ist feinporig und dank der dünnen Zimtzuckerschichten am besten pur zu genießen.

(bei YeastSpotting eingereicht)

10 Kommentare

  1. Mhhh, zum Reinbeißen und erinnern mich an meinen Hamburg-Urlaub…

  2. Die sehen super lecker aus. Die Kieler Franzbrötchen gibt es übrigens auch in Cuxhaven, wobei die ja eigentlich näher an Hamburg dran sind… Egal, ich mag beide gerne :D.

  3. Ein echtes Hamburger Franzbrötchen muss richtig schön knusprig und saftig zugleich sein. Das abgebildete Franzbrötchen scheint aber leider etwas zu trocken zu sein und ähnelt deshalb vom Aussehen und auch durch die Höhe eher einer „normalen“ Schneckennudel. Ich würde deshalb unbedingt mehr Butter in die Füllung packen und das Franzbrötchen selbst auch flacher halten.

  4. Ein wirklich sehr tolles Rezept 🙂 Einfach zu machen und schmeckt super lecker! Meine ganze Familie war davon begeistert! Am liebsten esse ich Hamburger Franzbrötchen mit einer Tasse Kaffee! Das ist genau das richtige für eine kurze Auszeit 🙂

  5. Das ist gerade so ein tolles Rezept,  weil es mit weniger Butter auskommt, aber buttrig schmeckt. Und auch nicht so klebrig ist, wie manche Franzbrötchen aus Hamburg, perfekt und köstlich erst fürs sonntägliche Frühstück und später für den Kaffee  am Nachmittag; -))

  6. Habe 20 Jahre in HH gelebt und in der Food Branche gearbeitet.
    Die Hamburger Bäckereien verwenden Plunderteig, um die Franzbrötchen zu machen.
    Das was hier gezeigt und rezeptiert ist, ist vielleicht ein ursprüngliches Rezept,
    vielleicht aber auch ein Hausfrauenrezept. So wird in der Realität jedenfalls kein Franzbrötchen gebacken.
    Als Konditor kann ich das gut einschätzen.
    Ein Franzbrötchen ist recht flach, fettig und sehr zuckerig. Wobei der übergerieselte Zucker im Ofen stellenweise karamelisiert.
    Was natürlich furchtbar legga ist 🙂
    Ich rate also zu einem leckeren Dänischem Plunder mit dick Butter drin! 😉
    Und wer sich in HH beliebt machen möchte, bringt eine Tüte Franzbrötchen mit …. oder Pastéis de Nata, die gelten mittlerweile
    auch als Hamburger Spezialität etabliert 😀

    • Danke dir. Du hast hier auch das alte Rezept von vor sieben Jahren erwischt. Es gibt schon ein neueres. Da ich öfter für Kurse in Hamburg bin, habe ich Franzbrötchen inzwischen ganz gut drauf, aber noch nicht verbloggt ;).

Ein Pingback

  1. […] einer Diskussion unter Ketex’ Rezept zu (Hamburger) Franzbrötchen, musste ich auch die Alternative aus Kiel ausprobieren. Vergleichbar sind beide nicht. Die Kieler […]

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