BLOGBEITRAG

31. Oktober 2011 · 33 Kommentare

DDR-Milchbrötchen nach Bäcker Süpke

DDR-Milchbrötchen nach Bäcker Süpke

DDR-Milchbrötchen nach Bäcker Süpke

Vor fast drei Jahren hat Bäcker Süpke ein Rezept für Milchbrötchen veröffentlicht, wie man sie zu DDR-Zeiten essen konnte. Nach den normalen DDR-Brötchen habe ich mich nun an dieses Rezept gewagt. Das Besondere daran ist für mich, dass kein langer Vorteig, sondern ein sog. Hefestück Verwendung findet, in das sämtliche Hefe gemischt wird. Es reift in nur 60 Minuten.

Ich habe nur noch vage Erinnerungen an die DDR-Zeit, aber die Milchbrötchen von damals sind hängengeblieben. Der Geschmack von Süpkes Milchbrötchen ist tatsächlich jener von damals. Auch meine älteren Testesser haben mir das bestätigt. Sehr zu empfehlen!

Wichtig scheint die Margarine zu sein. Mit Butter käme ein anderes Aroma heraus. Einzige Veränderung an Süpkes Rezept: da der Teig extrem fest war, habe ich noch ein paar Gramm Milch zugegeben.

Hefestück

  • 140 g Weizenmehl 405
  • 140 g Milch
  • 14 g Frischhefe

Hauptteig

  • Hefestück
  • 140 g Weizenmehl 405
  • 5 g Salz
  • 3 g Backmalz
  • 15 g Milch
  • 14 g Backmargarine
  • 42 g Zucker

Die Hefestückzutaten verkneten und 60 Minuten warm zur Gare stellen. Das Volumen sollte sich mindestens verdreifachen.

Nun alle Zutaten außer Zucker und Margarine 5 Minuten auf niedrigster und 5 Minuten auf zweiter Stufe verkneten. Zucker und Margarine zufügen und weitere 5 Minuten auf zweiter Stufe zu einem glatten, homogenen Teig verarbeiten. Er sollte nicht kleben.

30 Minuten Gare.

8 Teiglinge zu ca. 60 g abwiegen und rund schleifen.

60 Minuten Gare, dabei 2-3 Mal mit Milch abstreichen.

Bei 230°C fallend auf 210°C 15-20 Minuten backen. Noch im heißen Zustand mit Milch abstreichen.

Material- und Energiekosten: 1,25 €

Zubereitungszeit am Backtag: ca. 4 Stunden

Glänzend, wattig-weich, herrlich duftend: DDR-Milchbrötchen nach Bäcker Süpke

Glänzend, wattig-weich, herrlich duftend: DDR-Milchbrötchen nach Bäcker Süpke

Kindheitserinnerungen werden wach: Glänzend, wattig-weich, herrlich duftend: DDR-Milchbrötchen nach Bäcker Süpke

Kindheitserinnerungen werden wach: Glänzend, wattig-weich, herrlich duftend: DDR-Milchbrötchen nach Bäcker Süpke

28 Kommentare

  1. Die sehen wirklich fantastisch aus. Noch schöner würden sie sich allerdings auf meinem Frühstückstisch machen! 😉 Rezept gespeichert, wird probiert!

    Liebe Grüße
    Kochmädchen

  2. hm, lässt sich das hefestück auch über nacht ansetzen?

    • Das funktioniert generell auch. Du musst dann aber die Hefe auf 2-4 g reduzieren (je nach dem wie lang deine Nacht ist) und den Rest dem Hauptteig zugeben.

  3. Guten Morgen, 
    eine Frage nach dem Backmalz: aktiv oder inaktiv?

    LG Ulrike

    • Hallo Ulrike, aktives Backmalz ist eigentlich nicht mehr notwendig bei den heutigen Mehlen, schadet aber bei diesem Rezept auch nicht. Ich würde des Geschmacks wegen inaktives Malz nehmen.

      • Danke für die Antwort. Hätte beides bzw. drei Sorten: selbst gemachtes Dinkelmalzmehl (inaktiv, selbst gemachtes Gerstenmalzmehl (aktiv)und Gerstenmalz, flüssig von Arche. Ich stelle die Brötchen mal auf die Oktober-Nachbackliste 😉

  4. Weißt Du eigentlich,was Du uns Hobbybäckern mit Deinen Rezepten antust?
    Die ganze Familie muß am Wochenende leiden, ( was mein Schatz soo gerne macht! )wenn ich Deine Rezepte nachbacke.
    Vielen Dank für Deine sagenhafte Sammlung,auf die wir zurückgreifen dürfen,und das auch hemmungslos machen.
    Kann ich zu den Milchbrötchen ca.100g. Schokostückchen oder Rosinen geben?

  5. Habe schon viel Hefegebäck gemacht. War immer Klasse!
    Aber dieses Rezept ist Hammer!
     Die Brötchen sind sooo lecker, dass ich jede Woche welche backe.
    Vor allem die Sache mit dem Hefestück ist genial.  
    Geht auf, ganz ohne Zucker….  
    Wieder was dazu gelernt.

    Vielen Dank
    Petra

  6. Hallo Lutz,

    hast du eine Faustformel zum Umrechnen der verschiedenen Malzarten, z.B. 3 g Backmalz = ? g Gerstenmalzsirup.
    Durch wieviel Zucker würdest du Backmalz ersetzen, wenn keines zur Hand ist.

    Vielen Dank
    Daniel

  7. Kann man das Backmalz auch durch Backpulver o.ä. ersetzen?sry wenn die frage blöd is aber bin erst 15 und muss noch bissl erfahrung sammeln

  8. Muss man backmalz verwenden? Und wenn ja wo bekomm ich so was? Ich kenne das nicht

  9. oh..die sind ja lecker…ich habe die als Kind so gern gegessen…..in meiner neuen Wahlheimat konnte ich bei keinem Bäcker diese leckeren Milchbrötchen finden….wir haben früher Mundbrodeln dazu gesagt 🙂 liebe Grüße Simone….einen tollen Blog hast 🙂

  10. Selbst mir als „beginner“ sind die Brötchen gut gelungen – meine Kinder sind begeistert. Drei Fragen habe ich aber dazu:
    1. Wenn ich (was meine Kleinen lieben) Rosinen dazugeben möchte, muss ich dann die Teigmischung ändern (vermute mal, dass die dem Teig Flüssigkeit entziehen, oder?)
    Danke für einen Tipp dazu!
    2. Was kann ich denn statt dem Backmalz verwenden? Oder geht’s eventuell auch ohne?
    3. Wir sind absolute Dinkelmehlfans… wäre das Rezept auch mit Dinkelmehl denkbar?
    Danke im voraus für Tipps dazu!

    • 1. Ich würde die Rosinen für ein paar Stunden in Saft/Milch/… einweichen und dann gut abgetropft am Ende in den Teig einarbeiten (schonend).
      2. Zucker, Honig, Rübensirup. Ohne geht es auch.
      3. Ja, dann aber beachte diesen Hinweis (nur auf die Milch statt aufs Wasser bezogen).

  11. Hallo Lutz, im Rezeot steht Backmalz – Gerstenmalz? Soll es aktiver oder inaktiver sein?

  12. Einfach genial…

  13. Hallo Lutz,

    geschmacklich sind die Milchbrötchen immer top, aber das Aussehen ist wirklich komisch. Die Oberfläche sieht aus wie eine Kraterlandschaft mit vielen Löchern. Auch der Hauptteig bildet beim Gehen jedesmal diese Löcher. Woran könnte denn das liegen?
    Vielen Dank, Sabine

  14. Das Rezept hatte mich schon lange gelockt. Nun war endlich Gelegenheit. Es schmeckt absolut toll. Ich hatte Dinkelmehl genommen und es war köstlich. Danke für diesen Blog.

  15. Hey,
    mein Teig war total klebrig. Was habe ich da falsch gemacht?

  16. Ich bin mir ziemlich sicher das die Temperatur zu hoch ist!
    Und mit der Milch einstreichen während der Gare bewirkt, dass die Brötchen bei 230 Grad extrem schnell dunkel werden (Milchzucker!!).
    5 min 200 Grad und dann 10 Min. fallend auf 170 Grad reicht auch. 5 Min kann man noch verlängern wenn sie zu hell sein sollten. Heiß abglänzen, fertig… und schmecken lassen:-)

  17. Ja, das hängt immer ganz vom Ofen ab. Mein Ofen ist anders als deiner und der wiederum anders als von Blogleser xyz. Da musst du dir den für deinen Ofen optimalen Weg suchen. Du hast ihn ja schon gefunden ;).

5 Pingbacks

  1. […] ο Φούρναρης κύρος Süpke και την τροποποίησε ο κύριος Lutz από όπου και την μετέφρασα. WP_SLIDESHOW_IMAGES = { load: […]

  2. […] Selbstgesehen // Was es nicht alles gibt: Brotblog. Milchbrötchen. […]

  3. […] Garzeiten, damit man es eben noch in ein zwei Stunden zusammenwürfeln kann. Dabei bin ich auf die Milchbrötchen gestoßen. Perfekt, ohne Sauerteig, den Hefeteig einfach ne Stunde stehen lassen und schwuppdiwupp […]

  4. […] Backtechnisch halte ich mich an den Pötzblog und dort wurde ich auch fündig. Da ich keine Zeit für den Vorteig hatte, entschied ich mich für das DDR Rezept. […]

  5. […] der Suche nach Milchbrötchen bin ich bei Lutz (ploetzblog) auf die DDR-Milchbrötchen von Bäcker Süpke gestoßen. Die Besonderheit an dem […]

Schreibe einen Kommentar

Zum Schutz vor Spam löse bitte folgende Aufgabe vor dem Absenden des Kommentars (als Ziffer eingeben):

Sidebar ein-/ausblenden
Translate »