BLOGBEITRAG

29. November 2011 · 28 Kommentare

Tipp: Einmachgläser für Sauerteig

Ein kleiner Tipp als Nachtrag für meine Hinweise zum Hegen und Pflegen von Sauerteig.

Als ich mit dem Brotbacken angefangen habe, hatte ich meinen Rest-Sauerteig in Schüsseln aufbewahrt. Abgedeckt waren diese Schüsseln mit Klarsichtfolie. Auf lange Sicht hat sich dieses System nicht bewährt. Die Schüssel waren viel zu groß für die 80-100 g Sauerteig, die ich für den nächsten Backtag aufhebe. Außerdem haben sie zuviel Platz im Kühlschrank eingenommen. Auch musste ich die Folie ab und zu austauschen.

Einmachglas mit Sauerteig

Einmachglas mit Sauerteig

Relativ spät bin ich auf die eigentlich naheliegende Idee gekommen, Einmachgläser zu verwenden. Sie haben genau die richtige Größe, können leicht saubergemacht und verschlossen werden. Inzwischen verwende ich Einmachgläser nicht nur für meine Sauerteige, sondern auch für Vorteige, Quell-, Brüh- und Kochstücke. Schüsseln sind fast völlig aus meinem Backalltag verschwunden, es sei denn ich bereite wirklich mal große Mengen Teig zu.

Lange Zeit war es schwierig für mich, an vernünftige Einmachgläser mit Schraubdeckel in ausreichender Anzahl zu kommen. Inzwischen habe ich einen empfehlenswerten Online-Händler für Einmachgläser (Flaschengroßhandel Bauer) ausfindig machen können, der eine üppige Auswahl an verschiedenen Größen, Formen und zugehörigen Deckeln bietet. Ich lege den Deckel übrigens nur auf die Sauerteig- und Vorteiggläser, um ausreichend Gasaustausch zu ermöglichen. Bei Quell-, Brüh- und Kochstücken wird es fest zugeschraubt.

Mich würde sehr interessieren, wie ihr eure Sauer- und Vorteige aufbewahrt. Schreibt einfach unten in die Kommentare. Das hilft bestimmt auch anderen Plötzblog-Lesern weiter. Danke euch :).

28 Kommentare

  1. Hallo,

    auch ich habe mein ASG im Marmeladenglas im Kühlschrank. Ich frage mich aber, wie Quell-, Brüh- und Kochstücke im Glas gelagert werden könne. Wie groß ist denn das das Glas? Kannst du diese Zwischenprodukte mehrere Tage lagern?
    Viele Grüße
    Sperling

    • Hallo Sperling, ich setze die Quell-, Brüh- und Kochstücke meist am Abend vorher an und lagere sie dann über Nacht im Kühlschrank. Wenn man sie bei Raumtemperatur oder länger als 8-12 Stunden im Kühlschrank lagern möchte, sollte man das Salz für den künftigen Teig schon mit in die Stücke geben, sonst beginnt ein natürlicher Gärprozess. Da ich kleine Brote backe, reichen mir die Einmachgläser als Lagergefäße meistens aus…

  2. Ich bewahre den Sauerteig in einer kleinen Tupperdose auf – darin füttere ich auch das Anstellgut. Während der „Fütterung“ lege ich den Deckel nur leicht oben drauf. Im Kühlschrank mache ich den Deckel dann zu. Klappt super.

    • Ich habe meine Sauerteige in Einmachgläsern mit Gummiring und Bügeldeckel.
      Wenn ich sie füttere, stehen die Gläser unverschlossen für ein paar Stunden in der Küche, danach geschlossen im Kühlschrank.
      Danke für deinen tollen Blog-ich hoffe, du hast deinen Umzug gut überstanden!
      Schöne Adventszeit
      Sabine

  3. ich mach es schon lange so wie du, bis auf den Deckel, der wurde immer fest verschlossen und trotzdem hat sich von Zeit zu Zeit der ST durchgedrückt, das war dann eine kleine Sauerei im Kühlschrank…
    Werde es mal mit offenem Deckel probieren, dann muss die Menge aber radikal reduziert werden 😉

  4. Ich nehme die Gläser des bekanntesten Schokoladen-Brot-Aufstrichs – ohne den Pappeinsatz im Deckel. Die haben die richtige Größe und schließen gut, auch wenn der Deckel nicht hundertprozentig festgedreht ist.

    Liebe Grüße, Sus

  5. Genau wie du im Twist-Off-Glas. Sturzgläser ermöglichen dazu noch eine einfache Reinigung.

  6. habe genau die gleichen Gläser, bloß mit rotem Deckel 🙂
    Meine Sauerteige stammen ja ursprünglich von Ketex, der hatte mir sie schon in diesen praktischen Gläsern geschickt. Bei einem mußte ich mal einen neuen Deckel nehmen, weil der alte rostete.
    Ansonsten sind die wirklich praktisch!

  7. Hallo Lutz, mache es auch so mit Einmach- oder alten Marmeladengläsern. Was auch gut funktioniert, sind Weckgläser, deren Deckel man ansonsten mit Metallklipps befestigt, da liegt der Deckel gut auf und nix muss geschraubt werden – sehr praktisch. Nur bisher kam das noch nicht für Vorteige oder Quellstücke zum Einsatz, ist aber ne gute Idee, denn die Klarsichtfolie haftet oftmals nicht an den Schüsseln. Gruss Nadja

  8. So wie du…ich verwende alte Marmelade-oder Honiggläser 🙂

  9. Falls die Säure die Deckel angreift (er „rostet“), kann man auch ein Stück Klarsichtfolie dazwischen klemmen – so mache ich das bei meinem Sauerkraut im Glas.

    Ich halte meine Sauerteige in Ikea-Trink-Gläsern, die mit Frischhaltefolie und Gummi verschlossen werden. Auf die Frischhaltefolie schreibe ich als Erinnerung für mich immer drauf, wann ich zuletzt gefüttert habe.

    Für meine Brüh-und Quellstücke wären Konservengläser deutlich zu klein, die setze ich in Tupper-Messbechern an (gerade für mein saftiges Mehrkornschrotbrot wieder alle 3 vorhandenen Becher bestückt: Brühstück 800 g, Quellstück 200 g, Sauerteig 700 g)

  10. Ich mache es exakt so wie Du – die Gläser sind aus dem Mühlenladen.

    Praktisch an dieser Form ist, daß es keine Verjüngung nach oben gibt,
    so daß man den ST einfach entnehmen und das Glas besser reinigen kann.

    LG Gerhard

  11. Hallo Lutz
    Zum Füttern habe ich große Gurkengläser mit Twist-Off Deckel. Zwischendurch werden die Marmeladengläser mit Twist-Off gereinigt. Nach Fertigstellung des Sauerteiges geht der Rest wieder in die frisch gereinigten Marmeladengläser in den Kühlschrank.
    L.G. Helmut

  12. Ich benutze (je nach Menge des Sauerteigs) Honiggläser oder große Einmachgläser mit Bügel. Letzere jedoch ohne Gummiring. Die Gläser setze ich immer in einen Gefrierbeutel, so dass der Schaden gering ist, wenn das Glas mal überläuft.

  13. Vielen Dank für eure vielen Rückmeldungen. Eines ist offensichtlich: jeder macht es ein bisschen anders.

  14. Ich benutze auch Einmachgläser, jedoch welche mit Schnappdeckel und Gummiring, da kann der Überdruck entweichen. Inzwischen habe ich auch die Mengenverhältnisse heraus, so dass mir so etwas lange nicht mehr passiert ist.

  15. Ich nehme auch die Sturzgläser für meine Sauerteigansätze.
    Übrigens kann man in den Gläsern auch sehr leckere Kuchen backen. Sind theoretisch mindestens 3 Monate im verschlossenen Glas haltbar. So lange stehen die hier aber nie 🙂

  16. Ich nehme genau die gleichen Marmeladegläser für das Anstellgut, allerdings immer fest verschlossen, im Kühlschrank und auch draußen, nach dem Füttern. Warum sollen die Gläser nicht verschlossen werden? Bei meinem Sauerteigkurs an der VHS wurde das auch so erklärt, es sei ein alter Mythos mit dem offen stehen lassen.
    Eine Anregung hätte ich noch. Ich bin völlig überwältigt von deinen Brotrezepten, selbst deine Lieblingsrezepte sind schon so unglaublich viele. Vielleicht könntest du mal einen Beitrag schreiben, welches deine 5 oder 10 absoluten Lieblingsrezepte sind, die du immer wieder nachbäckst? Das fänden andere bestimmt auch hilfreich.

  17. Also ich benutze seit Anfang an normale Marmeladengläser mit Schraubdeckel für die Aufbewahrung im Kühlschrank. In der Fütterungsphase zieht ein Anteil des Sauerteigs allerdings in ein großes 1L-Schraubglas um, in dem vorher mal Kohlrouladen drin waren 😉

    LG, Kathrin

  18. Bei mir haben die ollen Gurkengläser das Rennen gemacht. Für die Vorratshaltung sind sie etwas überdimensioniert aber ich füttere das Anstellgut auch darin an mit aufgelegtem Deckel – passt ganz genau für ca 100 g. Wenn satt, fülle ich 100 g in ein frisches Gurkenglas und lege es wieder schlafen.

  19. Hallo Lutz,
    da ich sowieso viel einmache und einkoche, habe ich eine ganze Batterie an Weck-Gläsern im Keller. Die benutze ich auch für die Sauerteige. Ich beschrifte die Gläser mit dem Inhalt sowie dem Datum der letzten Fütterung und bestücke sie mit Gummiring, Deckel und Klammern. Das klappt wunderbar und das doofe Schüsselsammelsurium ist zum Glück Vergangenheit.
    Liebe Grüße und eine gute Zeit für dich
    Jutta

  20. Ich bin Anfängerin und ziehe den Sauerteig in großen Tupperdosen. Deckel auf, Deckel zu wäre auch meine Frage gewesen. Ich habe die ersten zwei Tage nur ein Küchentuch drüber gedeckt (stand so im Rezept) und der Teig war obendrauf doch sehr trocken nach den ersten zwei Tagen.

    Ich bin ja neugierig. Wie macht iIhr das denn mit dem Anfüttern?  Wenn ihr das zweite und dritte Mal Mehl und Wasser dazutut, muss das nich untergerührt werden? 

    Ich bewahre übrigens alle möglichen Gläser auf, für Marmelade, Apfelmus usw. oder als Vorratsgefäße. Bei Sauerkraut, Kirschen, Heidelbeer ( für eine Torte), Rotkohl z.b. bekommt man ein recht großes Glas. Die braucht man dann doch nicht extra zu kaufen.

  21. Nach einem Backkurs bei Karl Kirmeier, habe ich es eine Weile wie er gemacht: Sauerteig wird in Gefrierbeuteln portionsweise angesetzt und bleibt dann bis zur Verwendung im Kühlschrank. Am Backtag wird er in der Tüte mit dem im Teig benötigten Wasser verdünnt und somit ziemlich komplett aus der Tüte geholt. Das funktioniert super, ist aber m.E. am besten für die Bäcker geeignet, die große Backtage machen, immer das gleiche Brot backen möchten. Ich backe lieber öfter, das sind die kleineren Portionen im Weckglas, ich mache es also derzeit auch so, handlicher. Seit mir zweimal der Teig aus dem Teig herausgeklettert ist, stehen die Gläser (1x Dinkel-, 1x Roggen-ST) in Gefrierbeuteln. 
    Das Forum, in dem ich schon geraume Zeit mitlese ist mir immer wieder eine Freude, Danke an Lutz und Euch Alle.
    Micha.

  22. Ich nutze ausgediente Breibecher mit Schraubdeckel aus Kunststoff von meinen Kindern. Derzeit sprengt der Roggen-ST allerdings den Deckel ab. Vielleicht sollte ich auch auf Marmeladengläser umsteigen … die werden im Gegensatz zu den Breitöpfen auch in der Spülmaschine ordentlich sauber.

    Teige kommen bei mir in Mikrowellendosen mit Vakuumdeckel, allerdings ist der Boden dort gewellt. Es kommen bald Schüsseln mit glattem Boden. Für meinen Pizzateig brauche ich nämlich immer größere Gefäße, der geht sonst stiften und muss in mehreren Portionen hergestellt werden und gehen, sonst packt es meine Küchenmaschine nicht.

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