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11. Januar 2012 · 8 Kommentare

Bath Buns nach Richard Bertinet

Bath Buns nach Richard Bertinet

Bath Buns nach Richard Bertinet

Dass ich von Richard Bertinets Backrezepten nicht vollends überzeugt bin, hat sich vielleicht schon herumgesprochen. Als mir Georg die Bath Buns von Bertinet empfahl und er sie auch schon erfolgreich gebacken hatte, habe ich mich doch ans Nachbacken gemacht. Das Ergebnis hat mich, um es gleich vorweg zu nehmen, nicht überzeugt.

Zugegebenermaßen habe ich das Rezept leicht variiert und aus Milch und Mehl noch ein Water roux hergestellt, das die Krume lockerer machen sollte. Leider hat auch das nichts geholfen. Die Brötchen sind zwar relativ locker, aber trotzdem ziemlich schwer und für meine Begriffe unangenehm beim Kauen. Essbar, aber kein Genuss. Habe ich zu früh aufgegeben…? Auf jeden Fall habe ich die Glasur vergessen.

Vorteig

  • 125 g Weizenmehl 1050
  • 125 g Wasser
  • 1,5 g Frischhefe

Water roux

  • 150 g Milch
  • 30 g Weizenmehl 1050

Hauptteig

  • Vorteig
  • 345 g Weizenmehl 1050
  • 125 g Butter
  • 60 g Zucker
  • 100 g Ei (2 Eier)
  • 7 g Salz

Glasur

  • 150 g Milch
  • 75 g Zucker
  • Hagelzucker

Die Vorteigzutaten mischen und 10 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen.

Für das Water roux Milch und Mehl klümpfchenfrei verrühren und auf  ca. 60°C erhitzen bis die Masse unter Rühren stockt. Dann 2 Minuten weiterrühren. Erkalten lassen.

Alle Zutaten außer Butter, Salz und Zucker 5 Minuten auf niedrigster und 5 Minuten auf zweiter Stufe kneten. Salz und Zucker zugeben und weitere 5 Minuten auf zweiter Stufe kneten. Zum Schluss die Butter in Stücken 3 Minuten lang bei gleicher Geschwindigkeit einarbeiten. Der Teig ist glatt und klebt nicht.

1 Stunde Gare.

Den Teig falten und erneut 1 Stunde zur Gare stellen.

10 Teiglinge zu 90 g abstechen, rund schleifen und auf Backpapier 2 Stunden abgedeckt gehen lassen.

Die Teiglinge mit der Glasur bestreichen.

Bei 180°C 15-20 Minuten backen.

Nochmals mit Glasur bestreichen und mit Hagelzucker bestreuen.

Material- und Energiekosten: 2,50 €

Zubereitungszeit am Backtag: ca. 5 Stunden

Kleinporig, locker, aber unangenehm im Mund: Bath Buns nach Richard Bertinet

Kleinporig, locker, aber unangenehm im Mund: Bath Buns nach Richard Bertinet

8 Kommentare

  1. Hi,

    find ich erstmal gut, dass du sie nachgemacht hast. Und danke auch für deine kritischen Beitrag.

    Beim ersten mal fand ich sie auch zu schwer. Habe mich da stark ans Rezept gehalten. Beim zweiten mal habe ich bissl ausprobiert. Statt dem 1050 habe ich das 405 oder 550 verwendet bin mir da nicht mehr sicher. Fand das Ergebnis auf jeden Fall besser.

    Schöne Grüße…

    P.S. Samstag ist wieder Backtag. Da werden drei Rezepte von hier ausprobiert. Freu mich schon 🙂

  2. Hallo Lutz,
    besagte Buns (Sally Lunns) haben wir schon in Bath probiert. Auch da haben sie nicht besser geschmeckt;)
    Liegt wohl am Rezept. Die Cones beim Cream Tea schmeckten jedenfalls IMMER besser.

    Gruß,
    Michelle

  3. Hallo Lutz, auf der Suche nach interessanten Backvideos bin ich auf Richard Bertinets Knettechnik gestoßen und dachte ich probiere mal seinen „Sweet Dough“ aus. Da höre ich von meinem Lieblingsbackblogger 😉 dass er von Richard Bertinet nicht so begeistert ist. Wie kommts?
    Liebe Grüße Kornblume

    • Die Knettechnik hat etwas für sich. Mache ich auch ab und zu. Aber den meisten Rezepten in seinen beiden Brotbüchern kann ich nur wenig abgewinnen. Da gibt es andere, bessere.

  4. Die Verwendung von 1050er Weizenmehl hat mich bei den ersten zwei, drei Backversuchen auch sehr verwundert. Mittlerweile möchte ich schon von einem Übersetzungsfehler ausgehen. Mit 550er Weizenmehl funktionieren die Teige wesentlich besser, die Ergebnisse ähneln den Abbildungen im Buch dann immerhin in der Farbe der Krume 😉

    • Ja, das mit dem Übersetzungsfehler habe ich auch schon vermutet, da er auch bei seinen Croissants 1050er Weizenmehl verwendet, was mich doch schon sehr verwundert hat. Als ich sie nachbacken wollte, sahen sie eben auch nicht wirklich aus wie auf den Abbildungen. Mit 550er kommt man da dann eher hin. 🙂

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