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30. Mai 2012 · 17 Kommentare

Apfel-Biskuit-Kuchen

Apfel-Biskuit-Kuchen

Apfel-Biskuit-Kuchen

Vor einiger Zeit habe ich im Antiquariat ein Schweizer Bäcker- und Konditor-Lehrbuch aus den 1940er Jahren erstanden.
Da ich gerade eine Menge Eier vorrätig hatte, musste ein entsprechend eierlastiges Rezept her. Im Schweizer Bäckerbuch bin ich fündig geworden. Der Biskuitteig kommt ohne industrielle Triebmittel wie Backpulver und auch ohne zusätzliches Fett aus – zwei Details, die mir für die halbwegs gesunde Ernährung wichtig sind.
Die Teigkonsistenz ist atemberaubend. Die Krume ist feinporig, extrem locker, von angenehm natürlicher gelblicher Farbe und mit einem süßlich-eierigen Aroma ausgestattet, das Suchtpotential hat.

Einen besseren Biskuitkuchen habe ich noch nicht gegessen (obwohl ich zugeben muss, in meinem bisherigen Leben generell noch nicht viel Biskuit gebacken und gegessen zu haben). Das wird sich nun vermutlich ändern. Immerhin wartet das Backbuch mit weiteren Biskuitrezepten auf…

Hauptteig

  • 8 Eigelb
  • 5 Eiweiß
  • 150 g Zucker
  • 125 g Weizenmehl 405
  • 1/2 Zitrone
  • 2-3 mittelgroße Äpfel

Das Eigelb mit 115 g Zucker auf höchster Stufe 5-7 Minuten schaumig schlagen. Die Masse muss eine cremige, halbfeste Konsistenz und hellgelb-weißliche Farbe haben.

Den Saft der halben Zitronen und die abgeriebene Schale hinzufügen.

Das Mehl sieben und gleichmäßig (klumpenfrei) vorsichtig mit einem flachen und breiten Spatel unter die Eimasse ziehen.

Das Eiweiß mit dem restlichen Zucker steif schlagen (Zucker verhindert das Flockigwerden) und ebenso vorsichtig mit viel Geduld unter den Teig heben.

Die Äpfel in Stücke schneiden und im Wechsel mit dem Teig in eine gefettete und bemehlte Guglhupf-Form geben.

Bei 180°C 60 Minuten backen.

Material- und Energiekosten: 2,30 €

Zubereitungszeit am Backtag: ca. 2 Stunden

Extrem locker, fluffig und fruchtig: Apfel-Biskuit-Kuchen nach einem alten Schweizer Rezept

Extrem locker, fluffig und fruchtig: Apfel-Biskuit-Kuchen nach einem alten Schweizer Rezept

(eingereicht bei YeastSpotting)

17 Kommentare

  1. I love it! Your breads are always amazing…..

  2. Da möchte man doch gleich ein Stückchen abhaben!

  3. Das ist ein sauleckerer Kuchen so locker und fluffig.
    Tolles Rezept, Lutz mehr von den alten Rezpten bitte.

  4. Wird garantiert nachgebacken. Du haust zur Zeit lauter interessante Rezepte raus 🙂

  5. welche größe sollte die Guglhupf-Form haben

  6. Der Kuchen hat uns allen sehr gut geschmeckt, der war ruck zuck weg

  7. Hab ihn grad in den Ofen geschoben, die Äpfel gegen Himbeeren ausgetauscht und noch ein wenig Vanille mit in den Teig gegeben. Bin schon sehr gespannt wie er dann schmeckt. Dein Blog ist echt Bombe!

  8. Der Kuchen ist der Hammer!Meine Familie ist begeistert,soooo locker/leicht wie ein Wattebausch -extrem lecker!Danke für das Rezept!

  9. Hallo,

    ich wollte dieses Rezept sehr gerne ausprobieren, habe aber leider nur eine normale Kuchenform… Meinst Du das geht auch? Es klingt wirklich sehr lecker!

  10. Habe den Kuchen auch gerade gemacht.
    Ist sehr lecker geworden. Leider wird er schnell trocken. Wie schützt ihr diesen Kuchen?
    Folie oder …?

  11. Hallo Lutz,
    da ich mich auch für lange Teigführungen einsetze (Anm.: Studie Uni Hohenheim, …), wurde ich unlängst gefragt, ob bzw. wie das bei Teigen ohne Wasser oder Milch funktionieren kann.
    Deswegen hänge ich meine Frage an dieses Rezept, ob es mit Eigelb oder Ei & Milch(produkt) oder Ei & Öl als Flüssigkeit, entsprechend gekühlt, auch funktioniert, dass man hier quasi einen Vorteig ansetzt?
    Hast Du hier schon Erfahrungen gemacht?
    Danke & Liebe Grüße
    Günter

    • Hallo Günter,
      nein, hier bin ich überfragt. Bei manchen Teigen ist es aber sicher möglich, sie einfach einige Zeit im Kühlschrank zu lagern und erst dann weiterzuverarbeiten. Bei Crèpes-Teig mache ich das zum Beispiel.

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