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25. Juni 2012 · 4 Kommentare

Erfahrungsbericht: Brotmesser TDM-1705 von KAI

Brotmesser TDM-1705 von KAI

Brotmesser TDM-1705 von KAI

Schon seit längerer Zeit bin ich auf der Suche nach einem guten Brotmesser. Bislang hatte ich mich mit einem Billigmesser für 10 oder 20 Euro über Wasser gehalten. Oft genug hat das Messer nicht geschnitten, sondern gerissen oder ich musste derart nach unten drücken, dass von Schneiden keine Rede sein konnte. Auch ein professionelles Nachschleifen half nicht richtig, da die Stahlqualität einfach nicht gut genug war. Nun sollte also ein neues Messer her.

Meine wichtigsten Kriterien waren:

  • lange und scharfe Klinge
  • abgesetzter Griff (d.h. Griff liegt höher als die Schneide)
  • glatter, gerader Schnitt

Da auch der Preis eine Rolle spielte, ich aber weiß, dass gute Messer auf den ersten Blick teuer sind, lag meine Schmerzgrenze bei etwa 200 Euro. Dieses Limit ist für ein gutes Messer dieser Größe eher die Untergrenze.

Ich habe verschiedene Messerhersteller recherchiert und bin letztlich bei KAI hängen geblieben. Vermutlich war es der Damaszenerstahl, der mich auch aus visuellen Gründen gereizt hat. 32 Lagen dieses Stahls ergeben ein attraktives Muster. Das Brotmesser der Shun-Premier-Serie macht Eindruck und sollte mit seinen Eigenschaften Brot mühelos durchtrennen können. Es ist zwar nicht der beste Damaszenerstahl, aber für Brot allemal geeignet.

Nun ging es auf die Suche nach einem vergleichsweise günstigen Anbieter. Ich habe mich letztlich für Casserole entschieden, ein sehr übersichtlicher Onlineshop für Küchenutensilien, darunter eine Reihe von Küchenmessern. Man muss aufpassen, nicht mehr zu bestellen, als man vorher im Sinn hatte. Die Bestellung bei Casserole verlief einfach, reibungslos und schnell. Das Messer gibt es dort für 209 Euro. Im Nachhinein ist mir aufgefallen, dass die bei Casserole ausgewiesene Messernummer TDM-1704 eigentlich eine TDM-1705 ist, aber das ist ein eher unwichtiges Detail, das nur bei gezielter Suche nach dem Messer auf Irrwege führen könnte.

Geht durch wie Butter: das Brotmesser TDM-1705 von KAI

Geht durch wie Butter: das Brotmesser TDM-1705 von KAI

Die gelieferte Ware war sehr gut gepolstert und verpackt, wenngleich die Holzschachtel des Messers kleine Kratzer aufwies. Vermutlich ist das nicht auf Casserole zurückzuführen. Das Messer an sich kam in makelloser Qualität an und wurde gleich ausprobiert. Kein Vergleich zu meinem bisherigen Messer. Es schneidet das Brot glatt und ohne Kraftaufwand. Der Schwerpunkt liegt klingenseitig. So ist von Grund auf Last auf dem Brot. Es reichen leichte Schneidbewegungen ohne Druck nach unten, um eine Scheibe Brot abzutrennen.

Die Klinge mit ihrem asymmetrischen Wellenschliff und dem typischen Damast-Muster ist eine Augenweide. Dass das Messer unter dem Emblem von Tim Mälzer vertrieben wird, kann getrost ignoriert werden. Bislang konnte ich am Messer keinen Makel finden, lediglich die Klinge von 23 cm Länge hätte etwas üppiger ausfallen können, um auch größere Brote in einem Zug schneiden zu können.

4 Kommentare

  1. Hallo Lutz,
    herzlichen Glückwunsch zu diesem Kauf und viel Spaß damit.

    Viele Grüße
    Thomas

    PS:
    Ich persönlich bevorzuge Brotschneidemesser aus Solingen zum Teilen des Laibes und eine handbetriebene Schneidemaschine von Graef zum Schneiden der Produkte aus der eigenen Backstube …

    (…. sieht zwar nicht so schön aus, schneiden aber auch sehr gut ….)

    😉

  2. Bor ey jetzt bin ich grün vor Neid 😉 Gratulation zu dem Messer 🙂 Jetzt weiß ich dann auch, was ich mir als nächstes für meine Küche wünsche! Hab bereits einen tollen Messerblock mit jap. Messern,  nur eben leider kein Brotmesser. Herzlichst Nadja

  3. Herzlichen Glückwunsch zu einem richtigen Brotmesser. Ich stand letztes Jahr vor einer ähnlichen Frage. Ich hatte zwar ein recht gutes Brotmesser (von der Firma Güde), aber es war mit der normalen Größe einfach zu kurz für viele Brote. Meine Wahl fand dann zwischen dem Grandmoulin von der Firma Robert Herder (Windmühlenmesser) und dem Franz Güde von der Firma Güde statt.

    Im Endeffekt haben dann die 32cm Klingenlänge vom Güde Messer den Ausschlag gegeben. Ich habe es während des Messer-Gabel-Scheren-Marktes direkt in Solingen gekauft. Für ein Manufakturmesser mit Olivenholzgriff war der Preis von nur wenig mehr als 100 EUR einfach klasse. Ich kann das Messer sehr empfehlen, das andere allerdings auch, kenne es aus der Verwandschaft und es ist auch sehr gut.

    • Hallo Tobias, das Franz Güde habe ich auch noch nicht ganz aus meiner Wunschliste getilgt. Habe es aber auf eine etwas preisintensivere Variante abgesehen… Mal sehen, wann sich eine günstige Gelegenheit bietet. Die Klingenlänge ist wirklich unschlagbar.

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