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23. November 2013 · 6 Kommentare

Sauerkraut-Zwirbel

Sauerkraut-Zwirbel

Sauerkraut-Zwirbel

Aus der Not heraus, Am Sonntag kein Brot mehr vorrätig zu haben, musste ein Rezept her. Selbst gemachtes Sauerkraut war noch zu haben, also ein Sauerkrautbrot. Zudem musste mein Ruchmehl verbraucht werden, das mir eine Blogleserin vor Monaten zugeschickt hatte.

Ich habe einen sehr weichen Teig zu gedrehten Stangen geformt, die über Nacht im Kühlschrank ruhen und am Morgen nur noch gebacken werden. Die Teigkonsistenz und der Brotgeschmack hängen natürlich vor allem vom Sauerkraut ab. Es liegt also in der Hand des Nachbäckers, wie das Brot letztlich mundet.

Hauptteig

  • 505 g Ruchmehl
  • 20 g Roggenvollkornmehl
  • 380 g Wasser (kalt)
  • 5 g Frischhefe
  • 50 g Anstellgut vom Roggensauer (alt, aus dem Kühlschrank)
  • 8 g Salz
  • 150 g Sauerkraut

Alle Zutaten bis auf das Sauerkraut 5 Minuten auf niedrigster und 8 Minuten auf zweiter Stufe zu einem weichen Teig verkneten. Das abgetropfte Sauerkraut zugeben und weitere 2 Minuten auf zweiter Stufe einarbeiten.

1 Stunde bei 20°C gehen lassen.

Den Teig halbieren, länglich ziehen und in viel Mehl in sich verdrehen.

Die Teiglinge auf Backpapier abgedeckt oder in Leinen 12 Stunden bei 4-6°C reifen lassen.

Bei 250°C fallend auf 220°C 30 Minuten mit Dampf backen.

Material- und Energiekosten: 1,55 €

Zubereitungszeit gesamt: ca. 14 Stunden

Zubereitungszeit am Backtag: ca. 30 Minuten

Etwas zu warm angeschnitten, ansonsten sehr locker und aromatisch.

Etwas zu warm angeschnitten, ansonsten sehr locker und aromatisch.

6 Kommentare

  1. Hallo Lutz!
    Interessante Mischung die Du da gebacken hast. Schmeckt das Kraut eigentlich vor, oder unterstreicht es nur den Sauerteiggeschmack?
    lg SAM

  2. Hallo zusammen,

    klingt wirklich interessant die Mischung und ein wirklich „schnelles Rezept“ im Vergleich zu denen, die sonst von Dir kreeiert werden Lutz 😉
    Ich war jetz einige Wochen aufgrund von Lehrgängen etc. nicht zu Hause und habe das Backen richtig vermisst! Zum Glück hatte ich jemanden der meinen Sauerteig daheim pflegt 😛 Es ist schon echt eine Umstellung, wenn man auf vom Arbeitgeber bezahltes Kantinenessen „angewiesen“ ist und nicht von seinem selbstgebacken Brot zehren kann!
    Aus diesem Grunde versuche ich mich gerade an einem Rezept mit Koch -und Brühstück, was ich bisher noch nie gebacken habe, der Ofen heizt vor und die Vorfreude ist schon groß 🙂

    In diesem Sinne schönes Wochenende

  3. Erst einmal ganz großen Dank für diese wundervolle Seite und Brotbackbuch Nr. 1!!!

    Ich stehe noch am Anfang einer wundervollen Kunst und habe eine Frage zum Zwirbelbrot und generell.
    Ich habe es soeben gebacken, schmeckt toll – außer, dass es mir etwas breit gelaufen ist (hatte wohl zu viel Wasser ), habe ich oft (so auch hier) eine „speckige“ Kruste. Wie bekomme ich die Optik und Haptik wie abgebildet hin? Einfach noch mal mehlen, oder weniger schwaden, oder…..? Sonnige Grüße aus Thüringen.

    • Heiß anbacken, kräftig bedampfen, um Glanz zu erzeugen. Die Stangen sollten gut in Mehl verdreht werden, ohne aber zuviel Mehl mit einzuarbeiten. Ansonsten ist es eine Frage des richtigen Garzustandes, ob sich der Teigling im Ofen nach oben bewegt und prall wird.

      • Ich werde es solange wiederholen, bis ich zufrieden bin.
        Inzwischen ist auch der Schamottstein da. Danke für die Nachhilfe!

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