BLOGBEITRAG

3. Januar 2014 · 9 Kommentare

Jahresrückblick 2013 und die besten Brote des Jahres

Während anderswo das neue Jahr schon längst begonnen hat, hinkt der Plötzblog hinterher. Da der Umbau weder teurer noch deutlich länger gedauert hat, als geplant war, verkneife ich mir Vergleiche zum BER oder zum Leipziger Citytunnel…

Am obligatorischen Jahresrückblick soll es nicht fehlen. Wem das zuviel ist, der scrolle nach unten zu meinen Lieblingsbroten 2013.
2013 war für den Blog und noch viel mehr für alles, was außerhalb der digitalen Welt in diesem Zusammenhang auf mich zugekommen ist, äußerst bewegend. Nicht nur die Brote sind immer besser geworden, mein Wissen größer (obwohl ich mich immer noch als kleiner Bäckerlehrling fühle und angesichts der vielen neuen Brotbücher ahne, was noch an Wissen auf mich wartet) und der Blog überlaufener, es war auch ein Jahr fast ohne Freizeit.

Spätestens seit Juli, seit mein Brotbackbuch erschienen ist, hat mich meine Familie wohl eher als den kurz durch’s Bild rasenden „meep meep“ Roadrunner wahrgenommen denn als mehr als nur physisch anwesenden Mann und Vater. Umso dankbarer bin ich ihnen, dass sie mein „Hobby“ so unterstützen.

Das Brotbackbuch wird mich auch 2014 nicht loslassen. Immerhin sind schon mehr als 11.000 Stück über den Ladentisch gewandert und eine 2. Auflage muss angedacht werden. Der Blog platzte 2013 aus allen Nähten, wurde zunehmend unübersichtlicher. Das sollte nun für die nächsten Jahre mit dem Umbau anders, besser werden.

Zu meinen digitalen und gedruckten Umtrieben kamen noch ausgedehnte Backkurse in Ottendorf-Okrilla und Oberwiesenthal hinzu, auch ein Privatbackkurs bei Frankfurt/Main. Teilnehmer aus jeder Ecke Deutschlands, Österreich, Schweiz und Liechtenstein zogen nach meinem Wissen allesamt zufrieden mit geballter geistiger und teigiger Nahrung nach Hause.

Ich durfte 2013 nicht nur Hobbybäcker und Foodblogger (z.B. auf der Buchmesser in Frankfurt) kennenlernen, sondern auch Profibäcker. Ein Höhepunkt war für mich dabei nicht nur meine Bäckerreise, sondern auch der Besuch der Südback, auf der ich mit meinem Buch weder geteert noch gefedert wurde. Ganz im Gegenteil. Besonders beschäftigt hat mich in der zweiten Jahreshälfte dann das Thema Zusatzstoffe im Brot, insbesondere die Frage der zugesetzten Enzyme. Umso gespannter bin ich auf eine Tagung des Vereins „Die Bäcker“ im Februar diesen Jahres, in der es genau um das Thema gehen wird.

Habe ich erwähnt, dass ich hauptberuflich eigentlich 40 Stunden + X + X pro Woche als Geologe tätig war? Im Rückblick kaum zu glauben. Der Schlafmangel hat 2013 seinen Höhepunkt und mein allgemeiner Gesundheitszustand seinen Tiefpunkt erreicht. Die Bäckerei hat sich nun gleichermaßen so in mein Leben eingenistet, dass ich es mir kaum mehr vorstellen kann, keine Rezepte zu entwickeln, Backpläne zu schreiben oder mein Wissen nicht weiter zu geben. Warum dann also 2014 nicht als Geologe kürzer treten, um auch der Familie wieder mehr Zeit einzuräumen? Teilzeit ist das Zauberwort. Ich bin gespannt.

Euch allen ein gesundes, glückliches und vielleicht nicht brotreiches Jahr, aber doch ein Jahr 2014, das euch stets gutes Brot bringt.

MEINE LIEBLINGSBROTE 2013

Fränkischer Kipf

Leserwunsch: Fränkischer Kipf

Leserwunsch: Fränkischer Kipf

Weizenmischbrot mit Dinkel

Weizenmischbrot mit Dinkel

Weizenmischbrot mit Dinkel

Dinkelkartoffelbrot

Dinkelkartoffelbrot

Dinkelkartoffelbrot

Fränkische Hörnchen

Leserwunsch: Fränkische Hörnchen (Bamberger Hörnchen)

Leserwunsch: Fränkische Hörnchen (Bamberger Hörnchen)

Croissants

Croissants

Croissants

Weizen-Dinkel-Brot

Weizen-Dinkel-Brot

Weizen-Dinkel-Brot

Rustikales Bauernbrot

Leserwunsch: Rustikales Bauernbrot

Leserwunsch: Rustikales Bauernbrot

Semmellänge

Leserwunsch: Semmellänge (Zeilensemmel)

Leserwunsch: Semmellänge (Zeilensemmel)

Freiberger Fenchelbrot

Locker und verführerisch: Freiberger Fenchelbrot

Locker und verführerisch: Freiberger Fenchelbrot

Präsidentenbaguette

Leserwunsch: Frankreichs bestes Baguette 1995 und 2006

Leserwunsch: Frankreichs bestes Baguette 1995 und 2006

Kartoffel-Butter-Zopf

Kartoffel-Butterzopf

Kartoffel-Butterzopf

9 Kommentare

  1. Lieber Lutz,
    Teilzeit klingt nach einem guten Plan, Schlafmangel ist auf Dauer einfach nicht besonders gesund.
    Ich bin dennoch sehr froh und dankbar für deine Arbeit/ deine Backleidenschaft. 2013 war auch für mich (dank deiner „Hilfe“) ein Jahr der großen Backfortschritte!
    Das neue Blog gefällt mir insgesamt sehr gut, ist übersichtlich und gut strukturiert.
    Allein Schriftfarbe und -größe (gerade beim Kommentarschreiben) finde ich suboptimal. Blau auf weiß ist schwer lesbar und die Schriftgröße zu klein.

    Liebe Grüße,
    Eva

  2. Lieber Lutz,
    ich wünsche dir ein frohes neues Jahr. Dein Jahresrückblick ist wirklich faszinierend. Erstaunlich und absolut bewundernswert, dass du neben einem 40-Stunden-Job auch noch das Brotbacken, Rezepteentwickeln und Backkursgeben unter einen Hut bekommen hast. Da ziehe ich wirklich den Hut vor! Chapeau 🙂
    Deine Lieblingsrezepte 2013 entsprechen übrigens ziemlich genau auch meinen. Den fränkischen Kipf backe ich regelmäßig, auch die Frankischen Hörnchen (obwohl sie etwas aufwändiger sind), die Präsidentenbaguettes und und und. Am Sonntag steht übrigens wieder das Dinkel-Kartoffelbrot auf dem Backplan und ich habe sogar schon davon geträumt. Beim letzten Mal ist es zwar auch super gelungen, aber es wurde ein Monsterbrot und der weiche Teig war anfangs etwas schwierig zu händeln. Ich weiß zwar jetzt damit umzugehen, aber in meinem Traum artete es doch etwas aus und die Küche sah aus wie in dem Märchen „Der süße Brei“ *grins*. Ja, das Brot- und Brötchenbacken verfolgt mich wirklich Tag und Nacht – ich gebe zu, dass ich süchtig danach bin.
    Liebe Grüße aus Hamburg und danke, dass der Plötzblog endlich wieder online ist. Er ist dir gut gelungen und ich freue mich schon, darin herumzustöbern.
    Julia

  3. !Hallo Lutz, auch von mir ein gutes und vor allem gesundes Neues Jahr. Vielen Dank für deine großartige Arbeit im letzten Jahr. Dein Buch liegt wirklich fast ständig neben mir, wie eine Bibel. Ich habe viel gelernt. Aber vor allem eins:: Bitte, vergiss deine Gesundheit nicht und deine Familie. Das ist so wichtig, denn ohne diese geht gar nichts mehr weiter. Ich finde es klasse, Teilzeit arbeiten zu wollen, super Idee. Hoffentlich klappt’s. Es ist total schön, wenn man sein Hobby zum Beruf machen kann.

    Liebe Grüße
    Lisa

    • Danke, Lisa. Ich muss mich langsam entscheiden. Wenn ich den Blog so wie bisher weiterführen will, geht das nicht mehr nur „ehrenamtlich“. Du siehst ja schon allein an den vielen Kommentaren, dass ich nebenher damit überlastet wäre…

  4. Lieber Lutz
    Schön das du auch Liechtenstein erwähnt hast, das macht mich sehr Stolz. Für das neue Jahr wünsche ich dir viel Kraft für deine weiteren Aufgaben.Vor allem aber möchte ich dir danken!
    Du hast es geschafft mich und auch viele andere Menschen zu erreichen und die Kunst des Backen den Menschen wieder leicht und verständlich nahe zu bringen. Eine unglaubliche und wertvolle Arbeit die du für diese Menschen machst. Es geht hier wirklich um die Zukunft der gesunden Ernährung und auch darum den Menschen mal die Augen zu öffnen wie sie von der Lebensmittelindustrie als Goldesel benutz werden  und um ihre Gesundheit auf Kosten der Rendiete schleichend betrogen werden. Also, weiter so, du bist nicht allein. Denn Alle die dir nacheifern teilen deine Philosophie und tragen sie weiter. Meinen Respekt für deine unermüdliche Arbeit und ein erfolgreiches Jahr mit deiner Familie, deiner Arbeit und deinem Hobby

  5. Alle Achtung, wie du das überhaupt geschafft hast, so viele interessante Brote zu backen, darüber zu bloggen und dazu noch einen Ganztags-Job auszuüben. Auf halbtags zu reduzieren, wenn es dir finanziell möglich ist, um dich nicht zwischen zwei praktisch Vollzeitberufen aufzureiben, ist sicher eine sehr gute Idee.
    Die „Beste Brote“ Liste wandert gleich in meinen To-Do-Stapel (ausser denen, die sowieso im Backbuch enthalten sind).
    Ich wünsche dir ein weniger anstrengendes, aber genauso erfolgreiches 2014. (Und falls du ausser dem Pan de Muerto nochmal was tolles Mexikanisches backen willst, lege ich dir die Conchas ans Herz)
    LG aus Maine,
    Karin

  6. Auch von mir herzlichen Dank für dein ganzes Engagement, ohne dich würde ich vielleicht immer noch Brötchen mit kiloweise Hefe backen 😉 Von deiner Favoritenliste 2013 habe ich schon einige nachgebacken, so manch anderes – wie z.B die Croissants stehen schon lange ganz oben auf meiner Nachbackliste! Liebe Grüße Melanie

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