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8. Januar 2014 · 63 Kommentare

Leserwunsch: Reines Buchweizenbrot mit Sauerteig nach Ada Pokorny

Leserwunsch: Reines Buchweizenbrot mit Sauerteig nach Ada Pokorny

Leserwunsch: Reines Buchweizenbrot mit Sauerteig nach Ada Pokorny

Mein zweiter, dieses Mal hundertprozentiger Versuch, ein glutenfreies und dennoch halbwegs schmackhaftes Brot zu backen. Ich habe Ada Pokornys Buch ein Rezept entrissen, das eigentlich mit Backferment gebacken wird. Da Backferment grob betrachtet nichts anderes als Sauerteig ist und ich gegenüber Pulvern oder Tüten generell skeptisch bin, solange ich nicht sicher sein kann, was dort drin steckt, habe ich kurzerhand selbst einen Sauerteig aus Buchweizenmehl angesetzt.

Der Haken: Ich habe als „Impfkultur“ Roggensauerteig verwendet. Wer tatsächlich kein Gluten verträgt, sollte natürlich den Buchweizensauerteig von Grund auf über mehrere Tage ansetzen und dabei darauf achten, dass er möglichst warm (26°C) geführt wird, um Hefen und milde Säuren zu bevorzugen.

Das Brot wird durch den Quark und das Brühstück angenehm saftig, ist aber dennoch geschmacklich etwas vollkommen anderes als herkömmliches (glutenhaltiges) Brot. Im Vergleich zu einem Teffbrot-Rezept, das ich nach einem Versuch wieder aufgegeben habe, ist das Buchweizenbrot allerdings die Erfüllung.

Mit Teff stehe ich offenbar auf Kriegsfuß. Die Krume war zu feucht, grau und vom Kaugefühl irgendwo zwischen frisch angerührtem Gips und aufgespühlter Erde anzusiedeln. Davon abgesehen blieb mir der Teig in der Kastenform hängen. Es hat alles zusammengepasst. Das Teffbrot war es auch, das mir das Backen von glutenfreien Broten erst einmal auf lange Sicht vermiest hat. Mir fehlt der Wille und der Drang, ein solches Brot bis zur Perfektion auszuarbeiten, wenn mir das, was ich zwischendurch an halbperfekten Testbroten backe, nicht schmeckt.

Mit dem Buchweizenbrot habe ich immerhin ein glutenfreies Brot, das ich ohne Bedenken empfehlen kann. Vielleicht kommt noch einmal eine Zeit, in der ich mich dieser Materie mit mehr Genuss widmen kann. Momentan aber verweigern sich all meine Geschmacksnerven.

Sauerteig

  • 125 g Buchweizenmehl
  • 110 g Wasser (ca. 40°C)
  • 12 g Anstellgut

Brühstück

  • 85 g Buchweizenmehl
  • 40 g Leinsaat (geschrotet)
  • 235 g Wasser (kochend)

Hauptteig

  • Sauerteig
  • Brühstück
  • 210 g Buchweizenmehl
  • 250 g Magerquark (kalt)
  • 8 g Salz
  • 100 g Wasser (ca. 60°C)

Die Sauerteigzutaten mischen und 10-12 Stunden bei 26°C reifen lassen.

Das kochende Wasser mit Mehl und Leinsaat vermengen und 30 Minuten auf ca. 40°C abkühlen lassen.

Wasser, Quark und Brühstück vermischen. Die restlichen Zutaten zufügen und homogen verrühren (Teigtemperatur ca. 27-29°C).

50 Minuten bei 24°C gehen lassen.

Den Teig noch einmal durchrühren und in eine mit Backpapier ausgekleidete Kastenform (22 x 10 x 9 cm) geben. Den Teig mit Wasser glattstreichen und mit Mehl bestreuen.

40 Minuten abgedeckt bei 24°C gehen lassen.

Bei 220°C 50 Minuten mit Dampf backen.

Material- und Energiekosten: 2,90 €

Zubereitungszeit gesamt: ca. 15 Stunden

Zubereitungszeit am Backtag: ca. 3 Stunden

63 Kommentare

  1. Na das sieht doch für ein glutenfreies Brot ganz prima aus! 
    Ich hab nen Reissauerteig, der schon einige Jahre bei mir wohnt, vielleicht hack ich es mal nach und verwende den als Anstellgut.

    Danke für das Rezept!

    • hallo miriam! wie machst du denn den reissauerteig? ich habe diese woche anstellgut mit buchweizen angesetzt – stinkt leider wirklich bestialisch … ich fürchte, ich muss es entsorgen. ich möchte aber für die freundin meiner tochter unbedingt dieses buchweizenbrot backen. 
      glg helga

  2. Ich oute mich als Buchweizen-Fan und werde dieses Brot mal testen.
    Mit Teff habe ich auch keine guten Erfahrungen. Injera wollte ich machen…..womöglich hätten die ja geschmeckt, wenn ich bloß den Teig aus der Pfanne gekriegt hätte….

    • Ich kann dir nur beipflichten. Glutenfreies Backen und ein Geschmack den man von sog. normalen Broten u. Gebäck gewohnt ist, ist fast nicht möglich. Auch ich hab mich einmal  in diese Materie begeben. Aussehen OK Geschmack gewöhnungsbedürftig. Allerdings hab ochs mit eine Mehlmischung aus dem Reformhaus probiert. Sollt angelich BIO sein. 
      lg SAM

      • Hab gerade erfahren, dass bei uns in Kärnten Buchweizenmehl früher von den Bauern zum Roggenmehl gegeben wurde. Daraus wurde dann unser Bauernbrot gebacken. Werde demnächst in meinem Blog ausführlich darüber berichten. 
        lg SAM

        • So – jetzt hab ich das Rezept:
          mit einigen Anpassungen werd ich dann herumexperimentieren.
          Nur zur INFO:
          1/2 kg Roggenvollmehl, 1/2 kg Weizenvollmehl,
          1/4 kg Heidenmehl (Buchweizen) 12 dag Maisgrieß,
          10 dag Haferflocken, 5 dag gemahlener Leinsamen,
          8 dag Hirsemehl, 4 dag Sauerteig,
          1 Prise Zucker, Salz,
          je 1 TL Koriander, Anis, Kümmel und Dill.

          Mit etwas gesiebtem Roggenmehl und Sauerteig wird vier Stunden vorher ein Dampfl aufgestellt. Der Brotteig wird aus dem angegebenen Mehlgemisch, Gewürzen und lauwarmen Wasser abgemacht. Er soll ungefähr vier Stunden aufgehen. Dann formen wir Brotlaibe und lassen sie nochmals gehen. Bei ungefähr 180 bis 200 Grad beinahe 1 1/2 Stunden backen. Ein Gefäß mit Wasser hineinstellen, damit das Brot nicht zu sehr austrocknet

          Klingt nicht so schlecht, diese alten überlieferten Rezepte, sogar eine relativ lange Teigführung.

          lg SAM

          • Interessant, Sam. Bin auf deine Versuche gespannt!

            • Hallo Lutz!
              Ich konnte nicht mehr warten und habs gebacken. Was soll ich sagen – eine Wucht. Voll aufgegangen, gleich beim ersten Versuch. Das Ergebnis hab ich gleich Verblogt. Ich hätte mit dem Anschneiden besser warten sollen, wegen der Fotos. Aber das hol ich Morgen nach – falls noch etwas übrig bleibt.
              LG SAM

  3. Bisher habe ich so etwas noch nicht probiert. Ich werde in dieser Woche beim einkaufen die notwendigen Zutaten mitnehmen und nach backen. Ich hoffe meine Familie wird es mögen. Die Zubereitung scheint mir einfach zu sein. Aber es dauert ein wenig bis alles fertig ist. Danke für den guten Tip.

  4. Hi Lutz,
    warum hast du kein Mais-Backferment von Sekowa verwendet? Wir haben uns hier darüber unterhalten und Anke sagte gleich……brrr reines Buchweizenbrot schmeckt bescheiden. Mit Molke und Reismehl gebacken soll es wohl etwas leckerer sein. Wenn du Interesse hast können wir dir gern das Rezept schicken.
    Aber die Optik ist sehr gut!
    Liebe Grüße von den Kollegen des Vereins

    • Hallo Peter, ich bin bei „Fertigprodukten“ immer skeptisch, versuche also die Dinge von Grund auf selbst herzustellen. Aber in mir keimt neue Neugier, es nochmal mit glutenfreien Broten zu versuchen. Mal sehen…

      • Hallo Lutz, das Granulat von Sekowa ist kein Fertigprodukt wie man es sonst kennt. Es sind unter optimalen Bedingungen gezüchtete Sauerteigbakterien die dann getrocknet werden. Wir verwenden das in unserer Vollkornbäckerei auch als Starter und machen damit unseren Grundansatz, damit man keine Fehlsäuerungen hat. Wir machen damit Roggen, Dinkel und Glutenfreien Backferment und das klappt echt prima. Wenn du selber Sauerteig herstellt ohne einen Starter zu verwenden kann es sehr schnell zu Fehlsäuerungen kommen. Liebe Grüße Ute

      • Bin gerade auf dein Rezept gestossen, da ich erst am Anfang bin mir Brot mit diversen Mehlen selbst zu backen – da mein Mann und ich eine DNA Analyse machen haben lassen. Bin etwas eingeschränkt mit verschiedenen Sachen und deshalb Ratlos.
        Ich darf keine Hefe aber Backferment hefefrei oder Backpulver verwenden.
        So jetzt zu meiner Frage: Wie backe ich das Brot jetzt mit Ferment? Muss ich statt dem Anstellgut das Ferment ersetzen – wenn ja wieviel davon? Sorry für die dumme Frage. ach nochwas 🙂 kann ich dieses Brot auch mit Maismehl backen? Mein Mann soll dieses verwenden unter anderem auch Hafer Hirse …Wäre dankbar für eine Antwort.

        • Auch Backferment und anderer Sauerteig enthält Hefe. Du meinst sicherlich Backhefe?
          Du kannst gern Backferment verwenden. Wie du es in Gang setzt und einsetzt, steht auf der Verpackung des Herstellers. Du nimmst dann einfach soviel Backfermentansatz, wie in diesem Rezept Sauerteig verwendet wird.
          Mit Maismehl geht das sicher auch, aber ob es ein Genuss ist…

  5. Das Brot sieht wirklich sehr aus gut. Finde es klasse, das du dazu schreibst, wie viel so ein Brot nachher kostet. Bei vielen Rezepten, die man so findet, sind ja immer wieder mal Zutaten dabei, die den Rahmen sprengen.

  6. Hi Lutz,

    ich „baue“ für den 6-jährigen Sohn einer Bekannten seit einiger Zeit einige deiner Rezepte auf glutenfrei um. Insofern freue ich mich über Dein glutenfreies Brotrezept.
    Ich baue immer ein Kochstück mit ein und lege Wert darauf, dass das Brot freigeschoben gebacken werden kann und eine vernünftige Kruste hat. Das gelingt (meist) zumindest so weit, als dass das Brot von dem Kleinen viel lieber gegessen wird, als die Brote aus Brotbackmischungen oder aus dem Reformhaus.

    Gruß
    Jörg

    • Kannst du mir mal so ein umgebautes Rezept zukommen lassen? Würde mich wirklich sehr interessieren.

      • Selbstverständlich. Ist unterwegs.
        Der nächste Umbau am WE wird deine „Orlishauser Kornkammer“ sein. Mal sehen, was die „Kundschaft“ dazu dann sagen wird.

        • Hallo Jörg,

          leider muss ich im Moment (ich hoffe nicht für immer) glutenfrei leben. Deshalb habe ich großes Interesse an den Rezepte. Wäre es möglich, dass du sie mir auch zukommen lässt?

    • Hallo Jörg,

      würde mich auch für deine glutenfreien Umbauten interessieren, da meine Frau an Zöliakie leidet. Das ist eigentlich in der Küche kein Problem außer beim Brot.

      Gruß Friedemann

  7. an solchen umgebauten Rezepten hätte ich auch Interesse, da ich für meine Frau auch glutenfrei backe

  8. Gibt es einen Tipp, wie man den Quark durch ein Nicht-Kuhmilchprodukt ersetzen kann? Dummerweise vertragen nämlich viele Leute auch Kuhmilchcasein nicht sonderlich gut.

    • Es geht alles, was dir irgendwie gebundenes Wasser in den Teig bringt (mal abgesehen von Ziegen-/Schafsmilchprodukten). Es sollte auch mit Kartoffeln klappen.

  9. Hallo, ich würde gerne meiner Kollegin eine Freude machen, die Zölliakie hat. Nun kann ich bei Ihr leider nicht mein Roggen ASG verwende. Über wieviele Tage und Stufen würdest du den Buchweizen Sauerteig oder ASG ansetzen?

    • Genau wie die anderen Sauerteige auch, über 3-5 Tage und anschließend noch mehrfach warm auffrischen, damit er gute Triebkraft bekommt.

      • Hallo.
        Ich bin noch neu im Sauerteigbrot backen. Nun habe ich aber meinen ersten (Buchweizen-) Sauerteig angesetzt, ganz normal einer Schüssel und füttere ihn seit drei Tagen täglich. Sieht auch ganz gut aus bisher. Nun stellt sich mir die Frage, kann ich diesen Sauerteig, der ja noch recht jung ist, anstelle des oben genannten Sauerteigs verwenden und wenn ja, nehme ich dann 247gr oder eine andere Menge? Dann würde ich ja gleich mit dem Brühstück anfangen und den Rest des Sauerteigs kann ich ja theoretischerweise in den Kühli packen und später als ASG verwenden, oder? Oder muss ich von diesem Sauerteig jetzt ein Teil abnehmen und auffrischen, wie du geschrieben hast? Wenn ja, was genau bedeutet das denn? Ist das dann die Stufenführung?
        Ich danke für die Hilfe und natürlich für den wirklich lesenswerten Blog 🙂
        Viele Grüße, Anne

        • Hallo Anne,
          du kannst deinen Sauerteig und die im Rezept beschriebene Menge verwenden, wirst aber wahrscheinlich etwas längere Reifezeiten in Kauf nehmen müssen. Den Rest stellst du als ASG-Vorrat in den Kühlschrank.

  10. Hallo zusammen,

    ich habe das Rezept nachgebacken und finde es geschmacklich sehr gut. Allerdings ist es bei mir sehr feucht geworden. Ich habe wahrscheinlich ein Buchweizenmehl verwendet, welches nicht so gut Flüssigkeit aufnimmt (das ist bei Buchweizen recht unterschiedlich). Ich habe auch schon ein paar Rezepte auf glutenfrei umgestellt, da ich auch eine Unverträglichkeit gegen Getreide habe. Sobald ich wieder etwas mehr Zeit habe werde ich sie bei den jeweiligen Rezepten als Kommentar eintragen. Eine Anregung wäre auch bei der Zutatenliste einen Punkt mit glutenfrei eintragen. Da könnten dann die umgebauten Rezepte erscheinen. Es scheint ja mehr Personen zu geben, die Deine Rezepte umbauen, wie Jörg.

  11. Hallo ! Werde dieses Brot auch versuchen. Habt Ihr auch ein Rezept für Weißbrot?

  12. Hallo, noch eine Frage, wie macht man Buchweizensauerteig. Hat jemand ein Rezept für mich, danke!

  13. Hallo,
    pardon, es ist hoffentlich nicht allzu ketzerisch zu fragen, wie ich den selbstgemachten Sauerteig ersetzen kann (mengenmässig/Flüssigkeit) mit Trockensauerteig oder gekauftem Sauerteig!?
    Servus Tom

    • Hallo Tom,
      gekaufter Trocken- oder Flüssigsauerteig hat in der Regel keine Triebfunktion, sondern soll nur Säure in den Teig bringen. Du müsstest Hefe in den Teig geben.

  14. Hallo Lutz, ich habe das Brot nachgebacken. Leider ist es mir total klitschig geworden. Ich habe den Sauerteig selber gezogen aus einer glutenfreien Mehlmischung. Habe damit leider keine wirklich Erfahrung, nutze sonst nur mein normales ASG. Ich habe es für eine Kollegin gebacken, der ich eine Freude machen wollte. Kann man evt. zusätlich etwas Hefe beigeben? Wenn ja wieviel würdest du nehmen? Ich muss allerdings sagen, die Kollegin ist trotzdem geschmacklich total begeistert, da alles sonstigen glutenfreien Brote/Backmischungen total trocken sind.

    • Hallo Annette,
      Hefe wird gegen eine klitschige Krume nicht helfen. Wie war die Teigkonsistenz. Vielleicht hast du zu kurz oder zu kalt gebacken?

      • Hallo Lutz,

        ich fürchte es liegt eher an meinem selbstgezogenen Sauerteigansatz. Die Teigkonsistenz war sehr weich und ist schon in der Form gar nicht weiter aufgegangen. Ich werde den Sauerteigansatz nochmal füttern und hoffen, dass er dann mehr Treibkraft entwickelt und evtl. auch noch die Wasserzugabe etwas reduzieren. Glutenfreie Mehle sind schon eine Herausforderung.

  15. Auf Trudls Rezeptseite  Www.glutenfrei-kochen.de gibt es viele Rezepte und auch eine leckere, dunkle Mehlmischung zum selber Mischen; viele Zutaten, aber nicht abschrecken lassen, es lohnt sich.!.  Ich habe kürzlich das “ dunkle Brot “ gebacken, das  wirklich lecker war- und nicht wie die sonstigen glutenfreien Brote schmeckt.  Ich habe angefangen einen halben Teelöffel xanthan beizufügen, das macht das Brot schön fluffig.

  16. gestern habe ich das Brot gebacken, auch mit Roggensauerteig, und ich gestehe es, ich habe 20g Hefe dran getan. Das Brot schmeckt überaschend lecker und ist wunderbar weich geworden.

  17. hallo buchweizenfreunde,
    habe auch schon experimentiert,vor allem mit baeckerhefe,ist aber nicht richtig aufgegangen,so dass es ein recht festes brot wurde.
    nun habe ich den buchweizenteig (gleiche menge wasser wie mehl,1teeloeffel salz)mal zwei tage „gehen“lassen und kurz vorm backen ein päckchen backpulver eingeruehrt und dann ca.70min. bei 175 grad gebacken (kastenform)-wunderbar!

  18. Im ersten Anlauf hat sich der Buchweizensauerteigansatz in 6 Tagen nicht gerührt trotz Roggenstarter. Im zweiten Anlauf ist der Sauerteig in einem deutlich kleineren Glas mit größerem Wasseranteil innerhalb von zwei Tagen förmlichst explodiert.

    Das Brot was dann rauskam war ungenießbar bitter. Bisher konnte man meine Brote immer essen – natürlich mit dem ein oder anderen Backfehler, der abzustellen war. Den Buchweizen hatte ich selbst gemahlen. Ist das der Fehler ? Ich gehe mal davon aus, dass der Buchweizen von Al….a geschält ist.

    • Hm, das kann ich nicht sagen. Ich hatte fertig gemahlenen Buchweizen. Bitter war das Brot nicht, aber es hatte natürlich den Buchweizen-Geschmack, der so pur nicht mein Ding ist.

      • Meine ersten Forschungen ergaben, dass Buchweizen wohl immer geschält verkauft wird. Ungeschält enthält er einen Stoff (Fagopyrin), die in Verbindung mit Sonne/UV-Licht zu Hautausschlag  führen kann.

        Vielleicht war ja mein Buchweizensauerteigansatz nicht in Ordnung. Er war ja so schnell aktiv ohne ASG.

  19. Ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht. Nachdem ich das Buch „Dumm wie Brot“von Dr. David Perlmutter gelesen habe, versuche ich glutenfreies  Brot selber herzustellen.Habe schon ein paar versaut ein paar konnte man essen aber nur frisch. Bisher versuchte ich es mit Hefe. Das Brot wird danach fest und ist nicht mehr frisch. Wenn Dein Rezept passt, dann könnte ich auch ein Erfolgserlebnis vermelden. 

  20. Habe das Brot getestet, ist mir leider nicht gelungen. Das ist nun mein 4 Sauerteigbrot mit dem Prädikat „Misslungen“. Trotz 60 min Backzeit sind die Innereien wie Schliff und mit einer festen Struktur. Was mache ich falsch? Vielleicht machst Du mal ein Video! 

    • Dann scheint dein Sauerteig nicht triebkräftig zu sein. Frische ihn mind. 3-5 Mal direkt nacheinander bei 27-29°C auf, damit er Kraft bekommt.

  21. Ich war heute zu einem Tag der offenen Tür beim Bäcker Hinkel.
    Der backt sein Buchweizenbrot 2 Stunden lang, dann würde es am Besten sein in einer Kastenform.

    Also ausprobieren, ich mch morgen nen Versuch.

  22. Glutenfreies Buchweizenbrot

    Zutaten:
    • 500 g Buchweizenmehl am besten frisch gemahlen
    • 1 Päckchen Bio-Weinsteinbachpulver (17 g)
    • 2 TL Ur-Salz
    • 2 EL Brotgewürz (Anis, Koriander, Fenchel, Kümmel) im Mörser mahlen
    • 2 -4 EL Leinsamen geschrotet
    • 2 – 4 EL Sesam
    • 4 EL Haferflocken (glutenfrei)
    • 4 EL Kürbiskerne oder Sonnenblumenkerne
    • oder geriebene Karotten oder Walnüsse
    • ½ Liter kaltes Mineralwasser mit Kohlensäure
    Zubereitung:
    1. Alle Zutaten außen dem Wasser trocken mit Kochlöffel gut vermischen.
    2. Mit kaltem, sprudelnden Mineralwasser schnell und nicht zu lange verrühren, so dass alles mit dem Sprudelwasser vermengt ist.
    3. Der Teig sollte eine feste Konsistenz haben, so dass Brote geformt werden können, oder man legt den Teig in eine eingefettete Form.
    4. Die Oberfläche mit Wasser und einem EL glatt streichen und mit der Kante des EL kleine Vertiefungen von ca. 1 cm machen.
    5. Eine feuerfeste Form mit Wasser auf den Boden des Backofens stellen.
    6. Im vorgeheiztem Backofen bei 200° mit Heißluft 1 Stunde backen.

    Guten Appetit !

    Mein Favorit:
     schmeckt für herzhafte, sowie auch für süße vegane Brotaufstriche 

    Variante mit Kastanienmehl!

    • 340 g Buchweizenmehl
    • 160 g Edel – Kastanienmehl (unbedingt sieben)
    Alle anderen Zutaten und Zubereitung wie oben beschrieben.

    Liebe Grüße
    ClausB

  23. Lieber Lutz,

    erstmal vielen Dank für die tollen Rezepte. Dein Foccacia habe ich schon öfter gemacht und auch bei anderen gegessen- es ist ein Rezept für’s Leben!

    Nun der erste Versuch glutenfrei zu backen… Mein Sauerteig war sehr blubberig. Der Brotteig insgesamt sehr sehr klebrig. Nun hat das Brot eine schöne Kruste gebacken – innen einige Bläschen aber total – wie auch der Teig – feucht un klebrig.

    Sollte ich es mit mehr Mehl versuchen, ohne das Brühstück, oder liegt es an meinem Sauerteig?

    Ich danke dir. Achja, anstatt Quark habe ich pflanzlichen Joghurt benutzt. Vielleicht auch wichtig.

    Liebe Grüße

    Kris

    • Kann ein enzymatisches Problem sein. In diesem Fall würde weniger Wasser und mehr Sauerteig verwenden. Magerquark ist relativ trocken. Welche Konsistenz hatte dein Joghurt?

  24. Lieber Lutz,

    Ich bin seit einem Jahr fleißig dabei selber Brote zu backen, meist nach deinen Rezepten, und sie gelingen eigentlich auch immer wirklich hervorragend.
    Ich habe mit glutenfreien Broten auch immer das geschmackliche Problem, da man keinen klassischen Brotgeschmack erwarten darf und daher eigentlich immer enttäuscht ist.

    Buchweizenbrote finde ich geschmacklich immer etwas gewöhnungsbedürftig, habe aber jetzt selber gerade ein bisschen mit Buchweizen experimentiert (allerdings keine Brote). Gefunden habe ich, dass der Buchweizengeschmack sehr gut mit steirischem Kürbiskernöl harmoniert und eine kleine Prise Zimt und Muskat eine wunderbare „sanftheit“ in den Geschmack bringen.

    Hättest du eine Idee wie ich Kürbiskernöl und eventuell geröstete Kürbiskerne in ein Buchweizenbrot verarbeiten könnte?

    Liebe Grüße
    Rebecca

    • Hallo Rebecca,

      einfach das Öl, z.B. 2-4% der Mehlmenge, mit in den Teig geben und von der Wassermenge abziehen. Die Kerne mischst du nach dem Kneten mit unter den Teig.

  25. Leider ist mir das Brot nicht gelungen. Ich habe mich an die Zeiten und Termperaturen gehalten, aber der Teig war so gut wie war nicht aufgegangen. Ich dachte, es gäbe vielleicht noch etwas Ofentrieb, aber das hat sich leider nicht bestätigt. Das Brot ist flach und feucht, trotz der festen Krume aber dennoch genießbar.
    Was könnte ich falsch gemacht haben? Am Sauerteig kann es nicht liegen, der ist relativ alt und ich backe beinahe ausschließlich reine Sauerteigbrote.

    Werde es auf jeden Fall nochmal versuchen.

  26. Ich habe das Brot für meine Tochter gebacken und sie hat gesagt, es wäre das leckerste glutenfreie Brot, dass sie je gegessen hat.
    Und das, obwohl das Brot bei mir auch total klitschig war. Ich würde deshalb das Rezept gerne verbessern.
    Der Teig hatte bei mir eine Konsistenz wie ein Rührkuchenteig. Deshalb die Frage, ob die flüssigkeitsmenge zu hoch ist
    Welche Konsistenz sollte der Quark haben. Lässt du ihn ablaufen, bevor du ihn zum Teig gibst?

  27. Moin Lutz,
    Auch mein Brot ist klitschig geworden aber dafür geschmacklich super…

    Habe allerdings den Sauerteig mit Reismehl angesetzt dadurch schmeckt es ganz milde und nicht so herb, wie es Buchweizen so an sich hat…
    Würde mich freuen, wenn du weiter glutenfrei experimentierst
    Mein Sohn hat Zölikie und freut sich über jedes wohlschmeckende, saftige Brot
    Gutes neues Jahr
    Meike

  28. Hallo. Dieses rezept sieht super aus. Ich lebe in Neuseeland und quark ist schwer zu bekommen. Gibt es eine Möglichkeit den Quark zu ersetzen? Würde mich über einen ratschlag freuen.
    Danke
    Silke

  29. Ist der Quark Pflicht?

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