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1. Dezember 2014 · 35 Kommentare

Rezension: „Die Kunst vegan zu backen“ von Axel Meyer

"Die Kunst vegan zu backen" von Axel Meyer

„Die Kunst vegan zu backen“ von Axel Meyer

Der „Pionier der Naturkostbewegung“ hat nach über 30 Jahren ein weiteres Backbuch geschrieben. Mit seinem 1979 im Eigenverlag erschienenen und inzwischen über 300.000 Mal verkauften Buches „Die Kunst des Backens“ ebnete er den Weg für Bio-Bäcker – so jedenfalls seine eigene Einschätzung. Ich selbst bin zu jung, um diese Jahre miterlebt zu haben. Sein neues Buch jedenfalls springt auf einen Trend auf, der insbesondere bei Brot ein Marketingwerkzeug ist.

Axel Meyer bäckt vegan. Jeder andere Brotbäcker tut es auch. Insofern suggeriert der Titel eine Hürde, die gar nicht existiert. Jedes normale Brot ist vegan und war es auch schon vor der Vegan-Welle.

Abseits davon legt der Autor bei Rohstoffauswahl und Denkweise viel Wert auf Bekömmlichkeit, Vollwertigkeit und Ursprünglichkeit. Sein Buch unterteilt sich in einen kurzen Abriss über Biolebensmittel und knappe Grundlagentipps für die nachfolgenden Rezepte. Deren Spektrum reicht von Brot, Brötchen, Vollkorngebäcken und Pizzen bis hin zu Kuchen, Torten, Keksen und Muffins.

Die verwendeten Hefemengen stehen der vorab diskutierten Bekömmlichkeit und Vollwertigkeit diametral entgegen. Mit 6-8% Frischhefe (60-80 g pro kg Mehl) verringern sich Teigruhe- und damit Verquellungszeiten rapide und machen vor allem Vollkorngebäcke zu Baustellen für den Darm.

Fazit: Kein Standardwerk, allenfalls eine nette Sammlung von Ideen, insbesondere im süßen Bereich. Ansonsten ein schön gestaltetes und fotografiertes Buch, das nur auf den ersten Blick einen guten Eindruck macht.

„Die Kunst vegan zu backen“
160 Seiten, 2014
Verlag: Franckh Kosmos Verlag
ISBN: 978-3440144886
Größe: 24 x 2 x 26,8 cm
Preis: 19,99 €

Mein Dank gilt dem Kosmos Verlag, der mir das Buch freundlicherweise zur Besprechung zur Verfügung gestellt hat.

Wer seine Quellen angibt, schätzt die Arbeit Anderer wert. Ich habe in diesen Blog über zehn Jahre lang eine Menge Zeit, Kraft und Geist investiert und tue es immer noch. Deshalb bitte ich dich, bei jeder öffentlichen Nutzung meiner Ideen, Rezepte und Texte immer die konkrete Quelle anzugeben.

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34 Kommentare

  1. Viel Meinung, wenig Ahnung und Nullwissen!
    Wer sich vegan ernähren möchte soll es tun.
    Freiheit des Geistes und Knechtschaft des Gestzes (Paulusbrief). An alle Klimapathologen:
    Geologie, Biologie und Physik (Meereshydrologie, Globalstrahlung, Wasserdampfphysik, Strömumgslehre und Thermodynamik) sind die Basis für Klimaerkenntnisse. Es waren nicht die Eskimos mit ihren Grillpartys oder die Indianer mit ihren Lagerfeuer, die die letzte Eiszeit (davon gab es seit 2,5 Mio Jahren 20 und folglich 20 Warmzeiten) beendet haben.Vor 1000 Jahren haben die Wikinger ihre Viehherden auf Grönland (Grünland) im Sommer weiden lassen und auf der Höhe von Trondheim wurde Weizen angebaut.
    Die entscheidenen Ursachen und Wirkungen für das Weltklima stehen in keiner Zeitung und in keinem politischen Programm. Auch beim IPCC nicht.
    Erstaunlich, CO2 aus den Vulkanen und den Erdbruchkanten scheint niemand zu kennen. Wieviel ist es denn? Wo sind die Senken für das CO2? Wieso wird es in einem Treibhaus sehr warm obwohl die Gaszusammensetzung genau so ist wie in der ATMOSPHÄRE!

    USW, USW! Also Klimapatholegen, frei nach des Kaisers neue Kleider, es ist ein Klimanobelpreis mit großen AHAeffekten zu gewinnen. Niemand braucht sich zu entschuldigen wenn er seinen Sauerteig oder Vorteig ansetzt, dass er das Klima schädigt. Wer meint, dass das doch so ist, sollte kein Brot backen, kein Bier oder Sekt trinken, aufhören zu athmen….Frei nach Heine“ Ich kenne den Text, ich kenne die Verfasser. Heimlich soffen sie Wein und öffentlich predikten sie Wasser“! Um 1990 gab es zum Klima einen guten Slogan“ Global denken und lokal handeln“. Dem fühle ich mich verpflichtet. Nicht vergessen; Geologie, Biologie und Physik sind die Wissensbereiche für unser Leben. Lasst uns sehr gutes Brot backen, der Plötzblog ist mit die beste Basis dafür!

    • Hallo Peter,
      korrekt. Es gab Warm- und Eiszeiten, vor ca. 1000 Jahren wurde auch Wein auf Grönland angebaut. Richtig, CO2 strömt auch aus Vulkanen und Erdbruchkanten aus. Alles natürliche Vorgänge die wir nicht beeinflussen können.
      Vielleicht spielen auch Sonnenflecken und die schwankende Strahlungsintensität der Sonne eine Rolle. Doch das sind alles astronomische und geologische bzw. geophysikalische Faktoren die wir als Menschen nicht beeinflussen können, und darum redet kein Politiker darüber. Wieso über Dinge reden die man eh nicht ändern kann? Wir müssen uns fragen was WIR als Menschen falsch machen, denn nur das können wir auch ändern.
      Vulkanausbrüche und Gasauströmungen aus Erdbruchkanten gab es bereits vor Jahrmillionen (lieber Lutz, bitte hilf uns, du bist Geowissenschaftler! 😀 …..) und die Natur blieb trotzdem im Gleichgewicht weil die Wälder zusätzliches CO2 „auffangen“ konnten.
      Heute wird deutlich mehr CO2 in die Atmosphäre gepustet als es über Jahrmillionen durch natürliche Vorgänge geschehen ist, und deutlich mehr als die Wälder aufnehmen können. Die Abholzung von Wäldern verschlimmert das Problem.

      Wer glaubt, die Erwärmung der Atmosphäre wäre ein natürlicher Vorgang den man nicht beeinflussen kann, der irrt. Klimaveränderungen gab es schon vor 500 Mio Jahren, aber die atemberaubende Geschwindigkeit der Erderwärmung in den letzten ca. 30 Jahren lassen keinen Zweifel mehr daran, dass diese fatale Entwicklung menschgemacht ist und kein natürliches Phänomen sein kann.
      Gruß, Tobi

  2. Hallo alle zusammen,
    ich finde es nicht in Ordnung, dass man sich hier über vegane Ernährung lustig macht und diese Ernährungsform auch noch als Trend bezeichnet. Mein Mann und ich leben seit fast 12 Jahren vegan und das ist auch gut so. Unsere Umstellung hatte nichts mit einem Trend
    zu tun, sondern es ging uns beiden gesundheitlich sehr schlecht. Das hat sich im laufe der 12 Jahre sehr zum positiven geändert. Wir leben beschwerdefrei und nur das zählt. Ausserdem hat es noch einen umwelttechnischen Aspekt, der uns sehr am Herzen liegt.
    Alle Huftiere sind Wiederkäuer, die bei ihrer Verdauung CO2 und das noch umweltschädlichere Gas Methan ausstoßen und das soviel, dass der heutige Autoverkehr die kleinere Sünde ist. All diejenigen, die sich gerade hier auch über die Veganer lustig machen, sollten mal überlegen, ob die eventuellen Kinder die sie haben, nicht irgendwann die Frage stellen: … und warum habt ihr nicht vegan gelebt?… Es ist unfassbar auf welchem hohen Ross Mischköstler leben, weil sie sich über eine Ernährungsform aufregen, die der Mensch in den Urzeiten gelebt hat. Im Alter oder spätestens nach einem Herzinfarkt merken diese Menschen vielleicht, dass sie etwas falsch gemacht haben. Zwei sehr gute Filme zu diesem Thema: „Cowspiracy“ und „What the Health“ !!!! Diese beiden Filme sollten in der Schule Pflichtfilme werden und auch jeder Erwachsene sollte sie sich anschauen, bevor er über Veganer herzieht. Seien Sie mutig und investieren Sie nicht nur Zeit für Ihren Teig, sondern auch Zeit für Ihre eigene Lebensweise. Ihre Kinder und Enkelkinder werden es Ihnen danken.
    Herr Geisler: Übrigens habe ich Ihre beiden Bücher Nr. 1 und Nr. 3 gekauft und ich finde sie sehr gut und ich werde die Rezepte mit tierischen Einlagen für uns verändern.

    • Hallo Petra,
      Viehzucht gibt es seit Jahrhunderten und den Klimawandel erst seit ein paar Jahrzehnten. In der Prähistorie haben sich Menschen zu einem großen Teil von Fleisch, Fisch, Milch, Eiern und vielleicht noch ein paar Insekten ernährt. Alles andere als vegan. Wer Massentierhaltung für den Klimawandel verantwortlich macht und nicht-vegane Ernährung für Krankheiten wie Krebs, Kreislauferkrankungen oder Diabetes verantwortlich macht, handelt nur aus kommerziellen Gründen (Verkauf von veganen Produkten). In erster Linie sind es die Abgase von fast 2 Milliarden Autos, die die Erderwärmung beschleunigen und uns krank machen (krebserregende Fluorkohlenwasserstoffe). Vor 100 oder 150 Jahren gab es noch keine Autos. Und? Hat da jemand von Klimawandel gesprochen? Ich halte vegane Ernährung für eine große Geldmacherei und einen großen Schwindel….und Panikmache!! Nur her mit dem Steaks!

      Gruß vom „fleischfressenden“ Tobi 😀
      P.S.: beim Fleischeinkauf beschränke ich mich auf regionale Produkte, von Fleisch aus Uruguay lass ich die Finger weg!

      • Na ja, Menschen essen zwar in den meisten Traditionen Fleisch, aber nur in seltenen Fällen (z.B. im Amazonasurwald oder im hohen Norden) mehr als heute üblich. In Europa/Mittelmeerraum konnte man sich zumindest in historischer Zeit gar nicht so viel Fleisch leisten, weil es eben keine Massentierhaltung gab. Diese ist durchaus klimaschädlich und nicht mit einer „normalen“ Tierhaltung zu vergleichen. Ich denke, man kann mit deutlich weniger Fleisch und, wenn man Vitamin B12 supplementiert, auch ganz ohne tierische Produkte auskommen und dabei gesund sein. Mit etwas Fleisch oder zumindest Fisch ist bei Frauen im gebärfähigen Alter aber die Eisenversorgung einfacher in den Griff zu kriegen, und mit Milchprodukten versorgt man sich am einfachsten mit Kalzium.

        • Zum Thema Klimawandel und Brotbacken: Wie viel Strom verbraucht eine industrielle Getreidemühle, wie viel ein Bäckerofen? Wenn wir unser Mehl selbst mahlen und unsere Brote in unseren heimischen E-Öfen backen, sieht die Energiebilanz sogar noch viel düsterer aus! Ich will nichts gegen Brotselberbacken sagen, aber wir würden bis zu 20 % CO2 einsparen wenn wir auf Brot verzichten und alternative Getreideprodukte wählen die nicht aufwendig verarbeitet werden müssen. In Milch oder Wasser einweichen, fertig. Kein Vermahlen, kein Backen oder kochen …..wir wollen ja Energie sparen! :-).
          Ja, ich weiß was jetzt kommt: im Winter keine Heizung. Von 10 ° Zimmertemperatur stirbt man nicht. 60 km Anreise zum Arbeitsplatz. Mit dem Fahrrad kein Problem, wenn man um 3 Uhr morgens aufsteht und kein Problem hat um 23 Uhr nach Hause zu kommen.
          Meine Tochter (14 ) hat am Freitag zum ersten Mal bei Fridays for Future mitgemacht. Das hat mir zu denken gegeben :-)….
          Gruß, Tobi

        • …. also hör mal Ruth… du willst doch nicht die Millionen pupsende und rülpsende Rinder für den Klimawandel verantwortlich machen! 😀

          • Doch! Das ist doch erwiesen. Rinder, Kühe, Schweine und andere Huf- und Nutztiere stoßen klimaschädliches Methan aus. Ich komme selbst vom Lande. Damals hat man sich noch keine Gedanken über die Auswirkungen auf unsere Umwelt gemacht. Man ging davon aus dass die Wälder die schädlichen Gase aus der Luft herausfilterten. Diese Klimahysterie heute finde ich lächerlich. Die Welt ist nicht in den vergangen 10 Jahren und wird nicht in den nächsten 10 Jahren untergehen, aber doch, wir stellen eine besorgniserregende Entwicklung fest und müssen unser Leben langfristig grundlegend umstellen.
            Wir hatten damals (in den Sechzigerjahren) etwa 12 Kühe, 12 Schweine und zwei Pferde. Man beneidete uns um unseren „Reichtum“. Die beiden Pferde kosteten mehr als die 12 Kühe und 12 Schweine zusammen. Kurz nach dem Krieg konnten sich meine Großeltern noch kein Pferd leisten. Meine Großeltern mussten zwei Pferde an die Wehrmacht abgeben. Man muss bedenken dass Pferde im Krieg schwere Kriegsmaschinen zogen.
            Unzählbare Tiere sind elendig verendet.
            Wenn heute ein Bauer 12 Kühe, Schweine und 2 Pferde hält, rentiert sich sein Betrieb lange nicht mehr. Heute halten Bauern 100 Kühe auf 350 qm und jede Kuh gibt 18 Liter Milch pro Tag! Die Landwirtschaft und Tierhaltung hat sich in den letzten 60 Jahren stark verändert. Alles ist automatisiert und computergesteuert, und alles ist mit dem Ziel verbunden: noch mehr, und noch schneller, noch mehr, und noch schneller, und dabei blind, welche Folgen diese Massenzüchtung für das Tierwohl und für UNSER Wohl hat. Es kann so nicht weitergehen!
            Vor 30 Jahren stellte ich meine Ernährung radikal um. Kein Hähnchen, keine Pute, keine Weihnachtsgans, kein Rind, kein Hirsch, kein Lamm, kein Schwein mehr. Nur bei Fisch mache ich keine Abstriche. Und nach 30 Jahren kann ich euch heute sagen: man lebt trotz Verzicht auf Fleisch von Säugetieren gesund und genießt jede Speise.
            Wer sich bewusst ernährt, tut auch noch etwas für die Umwelt.
            Gruß, Wilfried

      • Mein Fleischkonsum ist durch die Umstellung auf Vollwert und Trennkost in den letzten 2 Jahren drastisch gesunken und ich fühle mich sehr wohl dabei. 2 bis max. 3 x / Woche reicht.
        Der Mensch ist von jeher ein Allesesse und deshalb lehne ich eine vegane Ernährung ab. Die gesunde Mischung macht es.
        Tatsache ist, dass durch die Massentierhaltung mehr umweltschädliche Gase als durch den Straßenverkehr produziert werden.

      • Hallo Walter,

        wo hast du diese Information her? In den Industriestaaten (2/3 der Welt lebt in Armut) besitzt fast jeder ein Auto, manche sogar 2 oder 3. Eines wird regelmäßig in Betrieb genommen. Man schätzt dass täglich 2 Milliarden (!!!!!) Autos genutzt werden.
        Ich habe letztens gehört dass mein E-Auto eine noch schlechtere CO2 Bilanz haben soll als ein Verbrennungsmotor.
        Gruß, Tobi

  3. Nein, nivht jede Bäckerin und jeder Bäcker backt vegan! Bio-Backferment wird mit Honig hergestellt. Unvegan! L-Cystein kann aus Schweineborsten gewonnen werden. Unvegan! Und die Liste an Hilfsstoffen, die nicht deklariert werden müssen, ist nicht so kurz.

    Also erst mal recherchieren, bevor hier Halbwissen verbreitet wird – zumal im Buch nicht nur Brot enthalten ist.

    • Ich habe von „Brot“ geschrieben. Jedes normale Brot (Roggenbrot, Roggenmischbrot, Weizenmischbrot, Weizenbrot, …) ist von Haus aus vegan, weil nur Mehl, Wasser, Salz und evtl. Hefe enthalten sind.
      Und dass im Buch auch anderes als Brot enthalten ist, steht klar und deutlich im Text.

  4. Das ist ja wieder typisch…einer schreibt, das sei ein Bluff und alle quaken es nach! Fakt ist doch, dass mittlerweile fast KEIN Brot, das man beim Bäcker kaufen kann, ohne irgendwelche tierischen Bestandteile angeboten wird…da reicht das Spektrum von Eiern bis zum Süssmolkenpulver und bedient alle dazwischenliegenden Produkte!! Üblicherweise gehört so etwas genausowenig in Brot wie z. B. Eier in Nudeln….aber der liebe Kunde meint ja, je mehr Eier umso wertvoller, also werden Nudeln im Grossen und Ganzen nur mit Eiern angeboten….absoluter Blödsinn!!! 

    • In einem klassischen Brot sind nur vegane Zutaten. Sind nicht-vegane Zutaten enthalten, ist es meistens ein Spezialbrot. Und wer selbst bäckt, hat es natürlich auch selbst in der Hand. Nur dann sollte man nicht unbedingt die im Buch vorgestellten Rezepte verwenden. Es geht weitaus bekömmlicher…

  5. Danke für deine Antwort, Lutz! 
    Wie ich tierische Zutaten ersetzen kann weiß ich selbstverständlich. Ich werde mich wohl trotzdem erstmal an die klassischen Brote wagen und etwas später an die ‚Spezialbrote‘. Ich denke Butter lässt sich problemlos ersetzen-das kenne ich ja bereits vom Kuchen backen. Ob es sich bei Milch ebenso verhält und welche Sorte Pflanzendrink ich dann dafür nehme muss ich mal austesten.
    Ich werde berichten 😉

  6. Hallo Lutz, ich halte soeben mein erstes Brotbackbuch(Nr1) von dir in den Händen. Da ich mich vegan ernähre und beim ersten Rezept(Landbrot) auf eine tierische Zutat gestoßen bin dachte ich mir schaue ich einfach mal  auf deinen Blog ob es „Gleichgesinnte“ gibt die solche Zutaten ersetzen. 
    Darüber bin ich sozusagen als ‚vegan‘ tag auf deine Buchrezension gekommen, welche mich doch etwas stutzig gemacht hat. Über die Qualität der Rezepte in diesem Buch kann ich nichts sagen, die generelle kommerzielle Vermarktung des Vegan-Trends sehe ich ebenso kritisch.
    Jedoch schreibst du dass ja jedes ’normale‘ Brot vegan sei und jeder vegan backe.
    Weißt du denn überhaupt was Vegan heißt oder verwechselt du das Ganze mit vegetarisch?
    Als Veganer verzichtet man auf alle tierlichen Erzeugnisse-dazu zählt auch:Honig,Eier,Butter,Milch,Sahne..Zutaten die ich gerade kurz in den ersten 30 Seiten deines Buches erhascht habe. Von daher bin ich doch etwas verwundert über deine obige Aussage gewesen.

    • Hallo Felix,
      die meisten Brote sind absolut vegan, also frei von tierischen Rohstoffen. Da ist nur Mehl, Wasser, Salz und ein Triebmittel drin. In Fein- und Kleingebäcken und in Spezialbroten kommen dann Milch, Butter etc. zum Einsatz.
      Du kannst Butter oder Schweineschmalz auch gegen pflanzliches Fett (Palmfett, Kokosfett, schlimmstenfalls Margarine), notfalls auch mit Öl ersetzen.

  7. Hallo Lutz,

    mir fiel das Buch zufällig in die Hände und ich war trotz des ‚Vegan-Bluffs‘ davon angetan, da mir die Vollwertigkeit der Zutaten und die Auswahl der Körner und Saaten grfällt. Deine Kritik an der Hefe-Menge hat mich (als Back-Anfänger) überrascht. Habe ich es richtig verstanden, dass der hohe Hefeanteil in Verbindung mit dem Vollkorn zu Verdauungsbeschwerden führen könnte? Ich dachte bis jetzt eigentlich immer Hefe wäre grundsätzlich gesund? Macht viel Hefe ein Vollkornbrot gleich nicht empfehlenswert? Entschuldige diese Anfänger-Fragen, aber vielleicht kannst du mir mehr über die Nachteile des hohen Hefeanteils sagen?
    Viele Grüße

    • Naja. Viel Hefe heißt immer wenig Zeit für den Teig, um zu verquellen und Stoffe aufzuschließen (u.a. Mineralstoffe, die ohne lange Verquellzeiten ungenutzt durch den Körper in die Toilette rauschen). Viel Hefe = schneller Trieb und wenig Eigengeschmack des Brotes, mal ganz abgesehen von der Bekömmlichkeit.

  8. Vor mehr als 30 Jahren habe ich das Buch von Axel Meyer „Die Kunst des Backens“geschenkt bekommen. Das war der Anlass für mein allererstes selbstgebackenes Sauerteigbrot. Damals hat bei mir die Liebe zum Backen begonnen und bis heute nicht mehr losgelassen.
    Heute backe ich natürlich anders und nicht mehr nur Vollkorn, das neue Buch werde ich mir aber auch ansehen. Hefemengen, Teigruhe usw. kann man ja anpassen.

    • Hallo Lutz, hallo Eva,
      sind die Brot-Rezepte in seinem Buch „Die Kunst des Backens“ von 1979 denn auch so „schlecht“ oder sind diese Rezepte zum (bedingungslosen) Nachbacken geeignet?

      • Hallo Evelyn,
        Ich habe mir heute das Buch herausgesucht (Ausgabe von 1980) und mir die Rezepte wieder einmal angeschaut. Da ist ein Sesambrot das ich damals öfters gebacken habe.Ich werde es wieder einmal backen und dann berichten.
        Schlecht sind die Rezepte nicht, mir ist aber aufgefallen dass der Salzanteil oft nicht stimmt. Also zum bedingungslosen Nachbacken würde ich es nicht empfehlen .
        Ob das in den neueren Ausgaben auch noch so ist weiß ich leider nicht.
        Alle Rezepte sind reine Vollkornrezepte , meist freigeschoben gebacken, das wird ohne gute Kenntnisse bei der Teigbearbeitung nicht ganz einfach sein!
                                                                                                                                          Eva

  9. Kann eure Kritik verstehen, aber auch Lutz hat hier einige Rezepte (gefühlt), die bspw. mit Butter und/oder Schmalz arbeiten – auch Brote/Brötchen. Aber spätestens bei Muffins/süßem Kleingebäck/allem ohne Hefe/Kuchen und/oder Torten hört es aber auch auf, standardmäßig vegan zu sein. Sollte das entsprechenden Raum im Buch finden, würde ich den Autor doch gerne etwas in Schutz nehmen zu wollen.
    Dinge als Modeerscheinung abzukanzeln finde ich darüber hinaus nicht allzu fair, weil es die Hintergründe des jeweiligen Denkansatzes nicht ernst nimmt. 

    Will das Buch nicht gut reden (kenn’s ja auch gar nicht), aber wenigstens noch etwas mehr Perspektive einbringen. 🙂

    • Da kann ich nur zustimmen. Süßgebäcke sind halt meistens nicht ohne tierische Produkte und es ist ja kein reines Brotbackbuch.
      Und manch einer könnte ruhig mal nachdenken warum es denn eine vegane „Welle“ gibt. Unglaublich, dass viele noch denken es sei ein „Trend“…..

  10. „Die KUNST, VEGAN zu backen“ – das ist echt armselig. So ähnlich wie ein Mineralwasserhersteller, der sein Produkt mit „glutenfrei“ oder „kalorienreduziert“ bewirbt. Da versucht wohl jemand, verzweifelt auf den fahrenden „Veganerzug“ (ich hab nichts gegen Veganer!) aufzuspringen, um sein Buch an den Mann zu bringen. Vegan zu backen ist keine Kunst, sondern NORMAL. Die eigentliche Kunst besteht darin, ein Buch über das Backen zu schreiben, dass ohne solchen Marketingmüll auskommt. Pfui deibel. Disqualifiziert.

  11. na, bei der letzten gare deines letzten Teiges zu viel co2 erwischt, oder doch das endprodukt eines gärvorganges??

  12. Dürfte der Veganer eigentlich überhaupt mit Hefe und Sauerteig backen. Ich meine, erst läßt man die Mikroorganismen während der Garen den Teig zubereiten, um ihnen, nachdem sie nochmal alles gegeben haben (Backtrieb), zuguterletzt den Hitzetod zu bescheren. Fair ist das nicht, liebe Veganer!

    • Ach ja, die armen kleinen Mikroorganismen… Du legst eine sehr eigenwillige Definition von Tieren an. Also erst denken, dann spotten 😉

  13. Danke für diesen Beitrag. Ich hatte das Buch ebenfalls kürzlich in der Hand und wunderte mich nur, was mittlerweile alles so auf der Schiene „vegan“ verkauft wird. Aber scheinbar gibt’s der Markt ja her, wenn plötzlich alle und jeder meinen, gebetsmühlenartig den veganen Rausch finden zu müssen. Danke auch für die Erklärung zur Hefemenge.
    Monika

  14. hallo lutz,
    das buch habe ich vor einigen wochen auch rezensiert und bin zu einer ähnlichen einschätzung gekommen.
    natürlich hast du recht, dass brot in der regel vegan ist bzw. ursprünglich in jedem fall war. 
    in der großindustriellen herstellung ist das mittlerweile leider nicht mehr so selbstverständlich. selbst bei vermeidlichen „normalen“ /klassischen brotvarianten finden sich zutaten, die in einem brot eigentlich nichts zu suchen haben (z.b. schweineschmalz in baguettes).
    darüber hinaus sind ein teil der enzyme mit denen die mehle versetzt werden aus tierischen produkten gewonnen (z.b. pankreas von kühen)

    beste grüße
    arne. 

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