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4. Juni 2022 · 44 Kommentare

Ganzundgar-Brot

Ganzundgar-Brot

Ganzundgar-Brot

Eine Blogleserin bat mich aus ihrer persönlichen Ernährungsnot heraus, ein Rezept für ein Brot ohne Getreidemehl und ohne Lockerungsmittel zu entwickeln, ähnlich wie es unter dem Markennamen „Whole & pure“ vielerorts vertrieben wird. Ihr Wunsch: Auf jeden Fall ohne Flohsamenschalen.

Ich war skeptisch, ob solch ein Brot überhaupt schmeckt und falls es schmeckt, nicht gleich auseinanderfällt. Aber es hat hervorragend und beim ersten Versuch funktioniert. Es ist eine super Alternative für alle, die sich kohlenhydratärmer und eiweißreicher ernähren wollen. Das Brot steckt voller Saaten und anderer gesunder Zutaten und hält sich lange frisch – auch im Kühlschrank. Dort sollte es gelagert werden, damit Schimmel bei der hohen Wasserverfügbarkeit keine Chance hat.

Der „Teig“ darf vor dem Backen noch über Nacht im Kühlschrank durchquellen. Das macht bestimmte Inhaltsstoffe der Saaten besser für uns verfügbar. Die Zusammensetzung der Saatenmischung ist variabel. Nur Leinmehl als Bindemittel sollte nicht ausgetauscht werden. Werden Saaten oder auch das Schrot getauscht, dann unbedingt die Wasseraufnahme beachten und ggf. neu berechnen.

Hinweis: Das Rapsöl kann auch durch Sonnenblumenöl ersetzt werden. 

Hauptteig

  • 411 g Wasser
  • 5,9 g Salz
  • 5,9 g Honig
  • 5,9 g Rapsöl
  • 196 g Haferflocken (Großblatt)
  • 102 g Kürbiskerne
  • 78 g Sonnenblumenkerne
  • 39 g Leinsamen (geschrotet)
  • 39 g Leinmehl
  • 39 g Sesam
  • 39 g Lupinenschrot
  • 39 g Weizenkeime

Die Zutaten in der genannten Reihenfolge in die Schüssel wiegen. Mischen, bis sich die Zutaten zu einem klebrigen, relativ festen Teig verbunden haben (gewünschte Teigtemperatur: ca. 20 °C).

8-24 Stunden bei 5°C reifen lassen.

Den Teig mit nassen Händen aus der Schüssel nehmen und mit den Händen durch das Einschlagen der Teighaut nach unten straffen. Die Teigkugel in den Händen nach unten etwas spitz zulaufend formen.

Den Teigling in den gefetteten Holzrahmen oder eine Kastenform mit den Abmaßen von ca. 11 x 10 x 10 cm setzen. Für andere Abmessungen einfach proportional mehr oder weniger Teig verwenden.

Den Rahmen oder Kasten in den auf 200°C vorgeheizten Ofen auf den Backstein setzen. Sofort bedampfen. Den Dampf nicht ablassen. Insgesamt ca. 90 Minuten ausbacken. (Kerntemperatur von mindestens 93-95°C)

Zubereitungszeit am Backtag: ca. 2 Stunden
Gesamtzubereitungszeit: ca. 10-26 Stunden

Ganzundgar-Brot

Ganzundgar-Brot

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Keine Kommentare

  1. Lieber Lutz,
    ich habe das Brot mehrmals gebacken, auch verschenkt und es schmeckt uns allen sehr gut. Vielen lieben Dank für das Rezept!
    Maren

  2. Das Rezept klingt interessant. Was mich auch interessieren würde, wäre ein Brot mit erhöhtem Proteingehalt, was aber trotzdem wie ein klassisches Brot mit Porung daherkommt. Viele Grüße

  3. Mega Lecker 😋 

  4. Hallo und vielen Dank für das Rezept! Für meine momentane gesundheitliche Verfassung scheint es das perfekte Brotrezept zu sein. Wird morgen ausprobiert. Wie sollte es am besten im Kühlschrank gelagert werden? Einfach so, oder in irgendwas verpackt?

  5. hallo zusammen 

    freue mich sehr über dieses brot 🙂
    mir geht es genau andersherum – ich mag flohsamenschalen, aber leinsamen kann ich nicht ausstehen. das ist auch mein problem mit diesen tausend varianten des life changing brotes. von daher meine frage: kann ich hier den leinsamen durch flohsamenschalen einfach eins-zu-eins ersetzen? hoffe, hier im schwarmwissen offenbart sich die antwort.

    liebe grüße an die backgemeinde
    claudia 

    • Hallo Claudia,
      du könntest mit 39 Gramm Flohsamen und mindestens 800(!) Gramm Wasser ein Brühstück machen.
      Besser wäre es aber, du würdest das Rezept so lassen, wie es ist. Dann könntest du uns hier deine Erfahrungen mit diesem Rezept mitteilen. Und vielleicht noch ein Foto einstellen, vom Brot meine ich natürlich.
      Du sprichst ja hier unser „Schwarmwissen“ an, also unsere kollektive Intelligenz, natürlich nur im Hinblick auf Brot. Obwohl das hier kein Rezept für ein Brot im klassischen Sinn ist, hat es mir geschmeckt.
      VG Fredi

      • danke für deine antwort.
        ich würde es dann mal (nach dem urlaub) mit flohsamenschalen versuchen. wie gesagt, leinsamen kann ich wirklich nicht ausstehen, deshalb kommt dieses rezept nicht in frage.
        lg claudia 

        • Liebe Claudia,
          ich habe deinen Kommentar gelesen, hast du das Brot mittlerweile einmal mit Flohsamenschalen gebacken? Und wenn ja, welches Mischungsverhältnis hast du genommen? Ich mag Leinsamen auch überhaupt nicht.
          Vielen lieben Dank und schöne Grüße, Maren

    • Auch bin nicht gerade ein Leinsamenfan, habe aber den Goldleinsamen für mich entdeckt, der milder schmeckt. Der dunkle kommt dann nur für die Farbe in geringer Menge mit dazu.

  6. Hallo Lutz,
    gerade vor ein paar Tagen habe ich mir überlegt, ob man Dich wohl auch mal für eine glutenfreie Variante begeistern kann und freue mich deshalb sehr über dieses tolle Angebot.
    Da bei keinem Deiner Rezepte ein Nachbackzwang besteht, bin ich an allem interessiert, was hier angeboten wird, selbst wenn nicht alles für mich in Frage kommt. Deshalb verwundern mich auch solche Kommentare, dass man dieses „Müsli“ nicht nachbacken will.
    Schön!
    Ich mag kein reines Sauerteigbrot. Und jetzt? Ist das nicht für unsere Liebe rund um das Thema Brot völlig irrelevant?
    Was mich an Kommentaren interessiert ist, ob und wie etwas funktioniert hat und nicht, ob man es bäckt oder nicht oder sogar von vornherein ein Rezept verunglimpft.
    Ich hoffe, Du lässt Dich davon nicht in Deinem Schaffensdrang ausbremsen! Ich bin so unendlich dankbar für all die schönen Rezepte und die teilnehmende Community, die mich schon vor vielen Fehlern gerettet hat. In diesem Sinne auch ein Dankeschön an alle, die sich hier um der Verbesserung Willen austauschen.
    Weiter so, weiter so, weiter so!

    • Hallo Sigrun,
      Du schreibst „Ich bin so unendlich dankbar für all die schönen Rezepte“.
      Das stimmt wenn man die vielen Brotbackbücher von Lutz mit berücksichtigt.
      In den Büchern steckt ja das meiste Wissen und auch die meiste Arbeit von Lutz.
      Und dann hat man auch noch sehr schöne Fotos in den Büchern.
      Der Blog hier ist dafür da, dass Rezepte von Lutz veröffentlicht werden, die dann jeder nach seiner Meinung kommentieren kann.
      So wie bei jeder Diskussion entstehen dabei natürlich auch Kommentare, die nicht jedem gefallen, warum sollten sie auch?
      Wenn dir also einige Kommentare hier missfallen, dann kaufe dir die Bücher von Lutz, diese sind kommentarfrei.
      Vielleicht hast du ja auch schon einige der Bücher.
      VG Fredi

    • Hallo Sigrun,
      noch ein kleiner Nachtrag zu deinem Beitrag.
      Du schreibst: „Ich mag kein reines Sauerteigbrot. Und jetzt? Ist das nicht für unsere Liebe rund um das Thema Brot völlig irrelevant?“
      Ich finde, das ist überhaupt nicht irrelevant, sondern sehr relevant, gerade dann, wenn man das Thema Brot liebt.
      Du könntest zum Beispiel schreiben, warum du kein Sauerteigbrot magst, und welche Sauerteigbrotrezepte du schon ausprobiert hast.
      Wenn dir zum Beispiel ein Sauerteigbrot zu sauer ist, dann könntest du ein Sauerteigbrot mit dem Salz-Sauer-Verfahren probieren, zum Beispiel das Kärntner Bauernbrot, also das hier:
      https://www.ploetzblog.de/2017/06/10/alm-rezepte-kaerntner-bauernbrot/
      Das ist ein wunderbares und sehr mildes reines Sauerteigbrot.
      Das Salz-Sauer-Verfahren ist hier beschrieben:
      https://www.baeckerlatein.de/monheimer-salzsauer-verfahren/
      VG Fredi

  7. Danke, Lutz, für dieses alternative Rezept! Ich habe mich in den letzten Wochen aus gesundheitlichen Gründen ohne Hefe und Sauerteig ernähren müssen. Eine Katastrophe für mich, denn ich liebe frisch gebackenes Körnerbrot. Ich habe einige Backpulver-„Brote“ ausprobiert, aber die waren einfach nur scheußlich und gesättigt haben sie auch nicht! Da kommt dieses Rezept gerade recht! Ob nun per Definition ein Brot oder nicht, ist mir ziemlich egal! Ich schätze Deine Mühe, Deinen Einsatz, Deine Kreativität! Du hast mich zum Brotbacken gebracht und ich bin Dir dankbar, dass Du Dich auch an solche Nicht-Brot-Rezepte wagst! Mach bitte weiter so!

  8. Hallo,
    kann ich Lupinenschrot durch anderen Schrot ersetzen? Und ist Leinmehl gleich Goldleinmehl? Mir sagten diese Zutaten bis vor wenigen Minuten nichts. Die gibts vermutlich nicht im üblichen Handel? Schönes Wochenende!

    • Hallo, auch ich wüsste gern ob und wie ich den Lupinenschrot ersetzen kann. 
      Vielen Dank schonmal

    • Hallo Elisabeth,
      Goldleinmehl ist auch Leinmehl.
      Leinmehl gibt es zum Beispiel bei DM oder im Bioladen. Lupinenschrot gibt es zum Beispiel von Rapunzel. Die Drax-Mühle hat beide Artikel.
      Und warum willst du Lupinenschrot ersetzen? Lupinenschrot ist sehr gesund.
      VG Fredi

      • Hallo,
        ich möchte auch gern das Lupinenschrot ersetzen, ginge da auch Hirse? Ich würde nämlich gern was glutenfreies backen. Lupine ist zwar auch glutenfrei, aber vertrage ich nicht gut.
        Lieben Gruß 🙂

      • Richtig ist:
        Goldleinmehl ist die gemahlene Saat mit allen Inhaltsstoffen,
        das braune Leinmehl ist der Rückstand aus der Leinölherstellung.

        • Hallo Gustl,
          es gibt gelben Leinsamen (Goldleinsamen) und braunen Leinsamen,
          siehe hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Leinsamen
          Wird gelber Leinsamen vermahlen, dann erhält man Goldleinmehl, vermahlt man braunen Leinsamen dann erhält man natürlich braunes Leinmehl.
          Das hat mit irgendwelchen Rückständen aus der Leinölherstellung nichts zu tun.
          Die Rückstände nennt man „Leinöl Kuchen“. Den kann man zwar essen, er wird aber auch an Tiere verfüttert.
          VG Fredi

          • Hier muss ich euch beide korrigieren. Leinmehl wird aus den Resten (Presskuchen) der Leinölgewinnung hergestellt, egal ob Goldleinmehl oder Leinmehl aus brauner Leinsaat, siehe auch Herstellerangaben.

            • Hallo Lutz,
              danke für die Aufklärung.
              Sowohl Gold- als auch das braune Leinsamenmehl/Leinmehl gibt es scheinbar in allen möglichen Erscheinungsformen. Nicht entölt, teilentölt und entölt. Aus ganzen Samen und aus dem Presskuchen hergestellt.
              Das Goldleinmehl ist eine spezielle Züchtung. Es bindet mehr Wasser, hat weniger Omega-3-Fettsäuren, dafür mehr Omega-6-Fettsäuren und ist im Geschmack milder.
              Ich habe mir mein nicht entöltes Leinsamenmehl lange Zeit selbst hergestellt, weil die Haltbarkeit nur kurz ist. Es kann ranzig werden.
              Zur Zeit verwende ich von Sunday Natural den Bio Leinsamen Gold gekeimt und gemahlen. Ein naturbelassenes Produkt mit allen Inhaltsstoffen

            • Hallo Lutz,
              du hast recht, das gekaufte Leinsamen ist fast immer entölt, also aus Leinöl Kuchen hergestellt.
              Ich mahle aber mein Leinmehl selber mit dem Mahlaufsatz der Ankarsrum. Die Ankarsrum hat ein Kegelmahlwerk aus Edelstahl und lässt sich sehr leicht säubern. Das Mehl ist zwar nicht ganz so fein wie das gekaufte Mehl, aber viel feiner als Leinsamenschrot. Und bei 39 g Leinmehl für dieses Rezept lohnt sich das Kaufen nicht. Auch die 39 g Leinsamenschrot mahle ich selber mit der Ankarsrum.
              VG Fredi

  9. Ich hab dieses Brot für eine Bekannte gebacken, die leider Weizen nicht verträgt. Und das Brot hat ihr sehr gut geschmeckt, Ich hab auch eine Scheibe vom Brot abgekriegt😊
    Dieses Brot lohnt sich wirklich zu backen. Auch für die „Google-Zitierer“ hier. Und das Ganzundgar-Brot ist genauso gut wie die anderen Brote aus den Büchern von Lutz.
    Da ist es auch völlig unerheblich, ob man dieses Brot Brot nennen darf.
    Was in den Leitsätzen für und Brot und Kleingebäck steht kann ja bestimmt jeder hier selbst „googeln“. Deshalb sind solche theoretischen Definitionen, die hier aus dem Internet reinkopiert werden, völlig überflüssig.
    Brot bleibt halt Brot für Hobbybäcker.
    Hoffentlich bringt Lutz noch einige solcher Brotrezepte. Weil solche Brote Abwechslung in den Brotalltag bringen, würde mich das sehr freuen.
    Und Lutz könnte ein Buch unter dem Titel „Brote, die man nicht Brote nennen darf“ veröffentlichen. Das wäre schön.
    VG Fredi

    • „Und Lutz könnte ein Buch unter dem Titel „Brote, die man nicht Brote nennen darf“ veröffentlichen. Das wäre schön.“

      Ich musste sehr herzlich lachen. Schöner Kommentar 😄

  10. Vieles müssen wir- Einiges dürfen wir! Dazu gehört definitiv Brot selber backen, nach Rezepten, die jeder selber wählen kann. Somit ist Rezeptkritik weitgehend obsolet…..
    Danke Lutz, für das spannende Chörnlibrotrezept🍓

  11. Wie hier (fast) alle mit ihren neunmalklugen Definitionen von Brot, Gesetzestexten, Leitlinien und Meinungen, was in dieses Blog gehört rumeiern ist sehr erstaunlich und zeigt mal wieder wie engstirnig und verbissen „die Leute“ sein können.

    Lutz postet hier superselten mal so ein Rezept und dann muss man sich diesen ganzen Kram hier durchlesen, statt einfach mal zur Kenntnis zu nehmen, wie dieses Rezept entstanden ist und für wen…

    • Jan, du hättest den Begriff „unmaßgeblich“ vor Definition schreiben sollen. Trotzdem hoffe ich weiter bei (fast), dass die partiell richtigen und wichtigen Erkenntnisträger ihre wirklichen und nicht „gedachten“ Inhalte weiter im Plötzblog veröffentlichen. Viele Hobbybäckerblogs haben nicht nur sehr stark nachgelassen, sondern leiden unter der von dir postulierten Geisteshaltung. Man muss „diesen Kram“ nicht zu Ende lesen. An erster Stelle ist das erfolgreiche Backerzeugnis. Dazu gehört auch bei mir der Geschmack, die Optik und die Abweichung bzw. die Bestätigung der Einsatzstoffe und das Prozedere. An letzter Stelle steht bei mir, wieso machen Andere ein ähnliches oder auch anderes vielleicht besseres Brot trotz Änderung der Verfahrensweise. Hier ist das Feld der Interessierten, deren Beiträge mir und wohl auch dir wichtig sind. Das war auch das Anfangscredo des Gründers dieses Blogs.

      LG an alle diesbezüglich Interessierte

  12. Das erinnert mich sehr stark an das Brot von My New Roots, Sarah Britton – Das ‚Life-changing Bread. Das Brot gibt es jetzt gefühlt in 1000 Varianten, ich habe selbst schon mehrere Varianten gebacken und es ist jedes mal super geworden.
    Großartig das du jetzt auch eine Variante teilst!!!
    Danke und viele Grüße,
    Jesse-Gabriel

  13. Ich stehe eher nicht auf Saaten und Körner im Brot, mag wie viele hier lieber den puren Getreidegeschmack und eine lockere Krume. Leider stehe ich ebensowenig auf Müsli & Co., so dass Saaten oder auch Nüsse in meiner Ernährung kaum vorkommen. Rein aus gesundheitlichen Aspekten kann ich mir deshalb gut vorstellen, dieses „Brot“ (unter welchem Namen auch immer) nachzubacken und die eine oder andere Scheibe Alltagsbrot ab und zu damit zu ersetzen. Immerhin kann ich dieses „gebackene Müsli“ mit einem Salatblatt und einer Scheibe Käse belegen. Man muss sich seine Freuden ja einteilen. 🙂
    Die Haferflocken würde ich dabei gern durch Gerstenflocken (von Gerstoni) ersetzen, um zusätzlich noch von den Beta-Glucanen zu profitieren. Wenn man schon mal dabei ist. 🙂 Ich hoffe das geht problemlos.

  14. Sieht total lecker aus, werde ich auf jeden Fall nachbacken 🙂
    Flohsamenschalen bin ich auch nicht für, umso besser, dass das hier auch ohne funktioniert.
    Vielen Dank, Lutz!

  15. Das Werk sieht ja wunderschön aus, hat aber mit Brot im engeren Sinn nichts zu tun. Möchte ich das als Brot essen? Denfinitiv nicht.
    Man mag es bedauern oder auch nicht, aber in Deutschland ist nun mal alles geregelt:
    Von der DLMBK erlassene „Leitsätze für Brot und Kleingebäcke“
    „Brot wird ganz oder teilweise aus Getreide und Getreideerzeugnissen, meist nach Zugabe von Flüssigkeit, sowie von anderen Lebensmitteln (z. B. Leguminosen-, Kartoffelerzeugnisse) in der Regel durch Kneten, Formen, Lockern, Backen oder Heißextrudieren des Brotteiges hergestellt. Brot enthält weniger als 10 Gewichtsteile Fett und/oder Zuckerarten auf 90 Gewichtsteile Getreide und/oder Getreideerzeugnisse.“
    Die Gewichtsuntergrenze liegt beim fertigen Produkt bei 250 Gramm.
    Brot besteht demnach aus einem Getreidemahlerzeugnis (Mehl …), das mit Flüssigkeit und einem Lockerungsmittel (Hefe oder Sauerteig …) mit höchsten 10 % Anteil von Fett und/oder Zucker zu einem Teig geknetet wird und dieser Teig dann bis zur vollständigen Verfestigung erhitzt wird.
    Wie heißt es so schön: Ein gutes Brot braucht nichts anderes als Mehl, Wasser und Salz.

    • Gilt aber auch nur, wenn du es als „Brot“ in Verkehr bringst.

      • Hallo Lutz,
        nur zur Klarstellung. Meine Kritik bezog sich nicht auf das schöne Backwerk, sondern ausschließlich auf die Bezeichnung Brot. Das ist es einfach nicht. Ansonsten hätte ich nicht darauf reagiert und ich muss es ja auch nicht essen. Selbstverständlich steht es dir frei solche oder auch andere Rezepte zu veröffentlichen. Ist ja schließlich dein Blog und da hat keiner was zu meckern.
        Ich dachte, dass bei der Namensgebung versehentlich etwas unter den Tisch gefallen ist und das Ganzundgarkein-Brot heißen sollte 🙂 Tschuldigung, aber das musste jetzt sein.
        Wie kam denn der Name zustande? Ganzundgarkein Getreide und Triebmittel?

        • Ich darf im Blog keine Markennamen verwenden, deshalb ist es die Annäherung in deutscher Sprache an die englische Version des „Backerzeugnisses“.

        • Naja,
          wie etwas umgangssprachlich heißt bzw genannt wird, dafür ist in erster Linie der Sprachgebrauch maßgeblich. Und für mich hat das hier subjektiv durchaus das Erscheinungsbild eines Brotes. Deswegen werde ich es privat so nennen und viele andere, darunter Lutz, wohl auch. Darüber kann man ja diskutieren und es steht jedem frei es anders zu nennen. Aber eine Argumentation auf Basis rechtlicher Regelungen für geschäftsmäßige Lebensmittelproduzenten ist hier in diesem Kontext schon reichlich fehl am Platz. Es spielt hier schlicht und einfach keine Rolle was Inverkehrbringer wie nennen dürfen. Zumal gerade die rechtliche Seite doch je nach Lobby-Erfolgen oft genug auch die sinnloseste ist. Wie ist das mit Käseprodukten? Ein Produkt darf die Bezeichnung Käse in sich tragen sobald nur die geringste Menge Käse enthalten ist. Das Ergebnis sind „Käsestangen“, die dank ihrer 0,1% Käsepulver diesen Namen tragen dürfen. Mandelmilch darf nicht mehr als Mandelmilch verkauft werden, weil sie keine echte Milch enthält. Scheuermilch darf aber als Scheuermilch verkauft werden. Ja Glückwunsch auch. Super Diskussionsgrundlage die Rechtslage! 😂

  16. @Wolli

    Ja, sehe ich auch so. Außerdem ist das beilebe keine „Neuentwicklung“ … bzw. nur dann wenn man die schrägen Gehalte der Zutaten und die Namensgebung berücksichtigt. Nichts für ungut, aber unter dem Begriff „Wunderbrot“ kursieren X solche oder ähnliche „Entwicklungen“ im Web.

  17. Ich kenne die Herangehensweise so dass man in Ermangelung von Brotgetreide/Gluten ein Brüh-/Kochstück mit Buchweizen oder Leinsaat (?) herstellt, um dem Teig eine Krumenstruktur zu gehen, aber hier gibt es ja auch kein Triebmittel. 

    Auch wenn ich es sehr interessant finde die Grenzen auszuloten, hier ist für mich das Thema „Brot“ überschritten zum Thema „gebackenes Müsli oder Porridge“. Ich finde es fast schade, die Saaten zu backen, statt sie als Rohkost zu verzehren. Mit Hafer und Leinsaat experimentiere ich auch gerade, allerdings dann mit Brotgetreidemehl und Sauerteig. 

    • Ich mag auch lieber richtige Brote, wie man sie hier sonst findet, muss mich aber seit einer Weile Low Carb ernähren (gesundheitliche Gründe), und ergänze daher meinen Speiseplan, der ansonsten fast nur noch aus Fisch, Gemüse und Salat bestehen würde (Fleisch und Eigelb sowie Milchprodukte soll ich auch minimieren), mit sog. „Eiweißbrot“ … das schmeckt mir aber (gekauft) meistens nicht, da ist das in der Einleitung genannte „Whole & Pure“ noch mit das beste am Markt, finde ich.
      Somit backe ich weiter leckeres richtiges Brot mit Rezepten von hier oder vom Brotdoc, auch für den Rest der Familie, esse aber nur 1 Scheibe davon pro Tag und freue mich einfach, hier jetzt dieses Rezept als Ergänzung entdeckt zu haben! Lasst mir doch die Freude 🙂

      • Nathalie,
        ich will und kann das Ganzundgar-Brot nicht bewerten. Für Menschen, die kein Brot mit Getreide vertragen oder auch für Genießer, denen das einfach schmeckt ist das doch ideal.
        Es ist nur so, dass ich negative Erfahrungen damit gemacht habe, dass unter einen Begriff Dinge subsumiert wurden, die für mich einfach nicht hinnehmbar sind und die mich misstrauisch machten. Z. B. habe ich nach einem Essen erfahren, dass das Hackfleisch ein veganes Hackfleisch-Produkt war, dessen Zutatenliste mich zum Würgen brachte. Es wurde bewusst vor dem Essen verschwiegen und danach mit leuchtenden Augen stolz kund getan. Hat ja nicht schlecht geschmeckt, aber ich will so etwas nicht haben.
        Dieser Umstand trifft hier bei dem Ganzundgar-Brot absolut nicht zu. Lutz schreibt es ja im Vorspann und es ist ja auch aus der Zutatenliste ersichtlich, dass es kein gewöhnliches Brot ist.
        Also, lass dir das Ganzundgar-Brot schmecken. Ich gönne es dir gerne. Eine Scheibe davon würde ich auch naschen, allerdings nicht als Brotersatz.

      • Sei dir auch gegönnt. Nur Eiweissbrot ist halt auch echt schwierig. Und medizinische Gründe sind halt auch was anderes, als Weizen als Zivilisationsgift zu brandmarken und dann Körner als healthy und ancient zu glorifizieren. 

        Wenn ich Brot nicht mehr essen dürfte, oder nur umetikettierte Dinge, die dann eben kein Brot sind, puh.  Dann wäre ich raus. 

  18. Super, danke, auf so ein Rezept aus Deiner Feder habe ich gewartet (aber nicht zu fragen gewagt)!! Wird zeitnah ausprobiert!

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