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31. Januar 2019 · 15 Kommentare

Die Teiglinge kleben immer am Gärkorb fest. Was soll ich tun?

Einige Tipps dazu:

  • den Gärkorb überall bemehlen und dazu den Korb beim Bemehlen auch schräg halten und drehen, damit das Mehl auch auf den Rand des Korbes senkrecht von oben fallen kann
  • nach dem Bemehlen den Korb nicht mehr erschüttern, sonst fällt das Mehl wieder vom Korbrand
  • Holzschliffkörbe eignen sich besser als Peddigrohr- oder Kunststoffkörbe
  • das Mehl mit Schwung gleichmäßig durch die Finger in den Korb rieseln lassen (das braucht Übung, alternativ ein feines Sieb verwenden)
  • der Teigling sollte vor dem Einsetzen in den Korb allseitig leicht bemehlt sein (also nirgends kleben)

Bei sehr langer und/oder kalter Gare zieht das Mehl früher oder später Feuchtigkeit aus dem Teig und verklebt letztlich mit dem Gärkorb. Hilfreich ist dann eine Mischung aus Roggen- und Reismehl (1:1), mit der der Gärkorb reichlich ausgestreut wird, weil beide viel Wasser binden können, ehe es klebt.

Für einen Grundschutz hilfreich ist auch das Anmischen einer flüssigen Suspension aus Kartoffelstärke und Wasser. Damit wird der Gärkorb eingestrichen und getrocknet. Danach ist in aller Regel nur noch leichtes Mehlen bei sehr weichen oder lang zur Reife stehenden Teiglingen nötig, vorausgesetzt sie kommen bemehlt in den Korb.

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15 Kommentare

  1. Hallo, Renate,
    das gleiche Problem hatte ich auch schon oft…
    Meine Lösung, ich lege ein festes, gut bemehlten Geschirrhandtuch in den Gärkorb. Bemehle das Tuch kräftig. Lege das Brot hinein und schlage es dann ein.
    Das hat drei Voteile:
    Erstens klebt das Brot nicht mehr am Korb.
    Zweitens kann man das Brot super aus dem Korb auf einen
    Eischießer oder Brett herauskippen.
    Drittens, das Btor trocknet an der Oberfläche weniger an.

  2. Hallo, ich bin Brotbackanfänger und ganz glücklich mit dem Buch „Die besten Brotrezepte für jeden Tag“, das ich geschenkt bekommen habe. Ich habe mir auch zwei Gärkörbchen besorgt und diese gleich einmal „geschlämmt“, also mit einer Paste aus Kartoffelstärke und Wasser ausgekleidet. Seither ist mir noch nie ein Teig im Gärkörbchen hängengeblieben. Wie aber kann ich das Körbchen jetzt am besten reinigen? Mit einer Bürste würde ich ja die Schicht wieder entfernen. Genügt da ausklopfen? Und muss man das Schlämmen irgendwann wiederholen?

    • Renate, alles richtig gemacht. Kartoffelstärke auch ohne Wasser ist völlig ausreichend, Gärkörbe reinige ich nicht. Warum auch? Dafür stelle ich sie bei 150 °C in den Backofen. Erst wenn der Teig nicht zügig aus dem Korb flutscht ist eine neue Puderung notwendig. Hatte ich aber noch nicht. Auch nicht nach 24 Monaten.

  3. Hallo,…ich möchte mir gerne ein Gärkörbchen kaufen und vielleicht kannst du eins empfehlen bzw was ich beachten sollte?!? Ich backe ausschließlich mit (Roggen)sauerteig und nur Vollkornbrot und lasse den Teig meistens über Nacht im Kühlschrank gehen und würde ihn gerne danach in ein Gärkörbchen zur letzten Gare legen. Bis jetzt habe ich nur im Kasten gebacken, da ich mir frei geschoben noch nicht (zu)traue. Feste Zutaten sind so zwischen 550-650g (Schrote, verschiedene Vollkornmehle, usw) Macht es prinzipiell geschmacklich und vom Backen her einen Unterschied, es im Gärkörbchen zu legen? Ich danke schon einmal im Vorfeld und wünsche einen schönen Start ins Wochenende! Liebe Grüße aus Rostock Michaela

    • Das Körbchen macht geschmacklich keinen Unterschied, schützt aber den Teigling vor dem Auskühlen und Breitlaufen während der Gare. Ich mag aus vielen Gründen Holzschliffkörbe. Der einzige Hersteller ist die Firma Birnbaum in Mecklenburg-Vorpommern.

  4. Hallo Lutz,
    ich backe Brot ausschließlich in einer Kastenform. In vielen Deinen Rezepten verwendest Du ein Gärkorb. Welche Vorteile hat so ein Korb gegenüber Kastenform? Kann ich ein Brot welches Du in Gärkorb reifen lässt in einer Form reifenlassen und dann backen? Lohnt sich eine Investition in ein Gärkorb?
    Viele Dank für Deine Antwort. Gruß kasia

    • Wenn du freigeschobene Brote backen möchtest, dann lohnt sich ein Gärkorb. Kastenbrote sind komplett andere Brote als freigeschobene, sowohl in Geschmack als auch Struktur, auch wenn sie aus dem gleichen Teig hergestellt werden.

  5. Hallo Lutz,
    ich möchte mir jetzt auch endlich Gärkörbe kaufen bei einer Teigmenge von 1 kg (Burebrot) oder die tollen aus deinem Rezeptbuch Nr 2 mit 1,1 kg
    welche Größe muss ich da nehmen? Reichen die Körbe für 0,75 oder sollten es schon die für 1kg sein?. Ich habe die Brote ja generell lieber etwas höher als breiter.
    Vielen Dank für deine Antwort. Gruß Iris

  6. Hallo Lutz, ich habe in einem tollen Fernsehbeitrag über das Backen im Holzofen gesehen, das der Bäcker seine Gärkörbchen mit einem dünnen Leinentuch ausgelegt hat um die Teiglinge zur Stückgare zu stellen. Ich habe das probiert und es funktioniert bei mir sehr gut. Viele Grüße, Matthias

    • Hallo Mathias, wird dann trotzdem Mehl auf das Leinentuch gestreut?

    • Hallo Lutz, ich habe ein Peddigrohr-Gärkörbchen.
      Wenn ich es mit Roggenmehl 1150 bestreue und wieder hinstelle, dann fällt das Mehl von den Wänden fast alles auf den Boden.
      Bleibt es besser haften, wenn ich das Körbchen mit Kartoffelstärke bearbeite?
      Und wie lang hält das?
      Und wie ist es mit dem Reinigen, geht diese Schicht dann weg und muss ich das Körbchen wieder damit beschichten?
      Danke

      • Hallo Julio,

        das Körbchen musst du vorsichtig hinstellen, damit das Mehl nicht durch den Aufprall abfällt. Kartoffelstärke lässt sich nicht gut im Korb verteilen.
        Ich reinige die Körbchen durch Ausbürsten (trocken). Beim nächsten Mal kommt dann wieder Mehl hinein.

        Viel wichtiger als das bemehlte Körbchen ist aber der bemehlte Teigling. Er sollte nirgends kleben, wenn er ins Körbchen gesetzt wird.

  7. Hallo, ich habe einen sehr weichen Hefeteig für mein Brot und der muß 10 Std. ruhen. Wann soll ich ihn in den Gärkorb legen (bis jetzt habe ich immer mit eine Backform im Ofen gebacken). Habe seit heute einen Holzofengrill und will ab jetzt immer dort mein Brot backen.

    • Das kommt ganz auf das Rezept an. Wenn der Teig ungeformt 10 Stunden ruhen soll, dann wird er anschließend in Form gebracht und in den Gärkorb zum Aufgehen gelegt.

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