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12. Januar 2019 · 3 Kommentare

Warum hast du keine Rezepte, die sich schnell zubereiten lassen?

Gutes Brot braucht Zeit. Zeit ist der wichtigste Faktor, um einem Brot Geschmack und Aroma zu verleihen. Ein „schnelles Brot“ ist nur möglich, wenn der Teig schon am Vortag angesetzt und kühl geführt wird. So braucht er am Backtag nur noch gebacken werden. Für ein gutes Brot werden insgesamt mindestens 20-30 Stunden benötigt. Die meiste Zeit davon verbringt der Teig allein. Für den Hobbybäcker gibt es dabei effektiv nur 30-60 Minuten etwas zu tun.

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3 Kommentare

  1. Hallo Hendrik,
    genau darin sehe ich die größte Herausforderung an den Plötzschen Rezepten. Es ist nicht die Gesamtarbeitszeit, sondern die Terminierung der einzelnen Schritte, die mehrere Stunden bis Tage auseinanderliegen.
    Ich empfehle jedem Hobbybäcker, sich vorher einen Backplan zu erstellen, und zu prüfen, ob sich die einzelnen Arbeitsschritte in den Alltag integrieren lassen, anstatt planlos einfach loszulegen. Ich selbst als Vollzeit-Berufstätiger konnte die meisten seiner Rezepte problemlos realisieren, nicht nur an Urlaubstagen, auch während voller Arbeitwochen.
    Wenn es dann zeitlich doch nicht ganz passen sollte, kann man Parameter wie Temperatur oder Hefemenge anpassen.
    Auf der anderen Seite, lieber Hendrik, bieten gerade diese Rezepte von Lutz einen besonderen Vorteil bezüglich zeitlicher Flexibilität:
    Sauerteig als Triebmittel, wenig Hefe (unter 1 %) und kühle Gare führen zur Verlängerung der Teigruhedauer (z.B. 8 – 12 Stunden). Wenn Du hier den Teig mal 30 – 60 min früher oder später weiterverarbeitest, weil es zeitlich nicht anders passt, schadet es dem Teig deutlich weniger als würdest Du einen Teig mit 8 % Hefe und 40 min Gare 30 min später einschießen.
    Von daher bieten seine Rezepte sogar zeitlichen Spielraum.
    Ich finde es auch super, dass sich ein Teil der Arbeit über mehrere Tage verteilt. Es kann zeitlich viel passender sein (trifft auch für mich zu), wenn man an 5 Tagen jeweils 30 – 60 min zu tun hat statt 3 Stunden am Stück in der Küche zu stehen.
    Viele Grüße
    Alexander

  2. „Für den Hobbybäcker gibt es dabei effektiv nur 30-60 Minuten etwas zu tun.“
    Hört sich gut an. Du unterschlägst aber dabei, dass die Handgriffe, die da in der Summe nur 30-60 Minuten ergeben, zu sehr verschiedenen Zeitpunkten gemacht werden müssen. Dass diese Zeitpunkte Stunden, ja Tage auseinander liegen, andererseits aber auch nicht mal eben ein paar Stunden verschoben werden können. Ich bin also über Stunden/ Tage in eine Rezept-Zeit-Korsett gezwängt. Der „Hobbybäcker“ hat ja zumeist noch ein paar andere Dinge zu tun, die zeitgebunden und aushäusig stattfinden. Insofern ist nicht die Summe an Tätigkeitsminuten ausschlaggebend, sondern der Gesamtzeitraum, in dem ich immer mal wieder etwas am Teig tun muß.
    Allein die Tatsache, dass du an anderer Stelle tabellarische Listen der Handgriffe und Zeiten empfiehlst, um die Zubereitung zu planen (und diese auch echt nötig sind), spricht doch Bände in Sachen Hobby-Eignung.

    • Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Ich kenne so viele Hobbybäcker, die auch langwierigere Rezepte super in ihren Alltag integrieren. Selbst Mütter mit vier Kindern, Manager etc. Ohne ein gewisses Maß an Organisation geht das natürlich nicht. Aber dafür gibt es ja dann Rezepte mit 8-10% Hefe, die in Nullkommanichts fertig sind ;).

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