Die Bezeichnung „Brioche“ taucht in Frankreich das erste Mal Anfang des 15. Jahrhunderts auf. Der Ursprung dieses heute an Ei und Butter reichen, sehr lockeren Gebäcks liegt vermutlich in der Normandie.
Damals und bis mindestens ins 18. Jahrhundert hinein war die Brioche eher ein leicht mit Butter angereichertes Weißbrot. Der schon fast sündhafte Anteil an Ei und Butter in den heute gängigen Brioches hat nichts mehr mit dem damaligen Brot zu tun, soll uns aber nicht daran hindern, dieses Gebäck mit all seiner Fluffigkeit und Zartheit zu backen.
Aus backtechnologischer Sicht ist es immer wieder verblüffend, wie aus einem Teig, der fast seine gesamte Flüssigkeit aus Ei bezieht und einen Fettanteil von 50 % enthält, ein derart lockeres und leichtes Gebäck gelingt.
Offiziell gehört die Brioche zu den schweren Teigen, im Mund und im Magen aber ist gar nichts schwer, im Gegenteil. Ein Traum aus Watte. Brioches gibt es viele, mal mit mehr Ei, mal mit weniger Butter.
Auch die Formen variieren je nach Bäcker und Region. Für dieses Rezept soll es eine Kastenform sein. Du kannst aber auch kleinere Teiglinge abstechen, rundschleifen und in den typischen Briocheförmchen oder freigeschoben backen.
Briocheteig sollte möglichst im Kühlschrank reifen, ehe er geformt wird. Durch den hohen Fettanteil ist er sehr weich und lässt sich im kalten Zustand deutlich einfacher formen.