Auf der Walz – Tag 18: Miche

Miche
Der letzte Tag meiner Backtour durch Deutschland. Wie auch die vergangenen Reisebacktage verblogge ich ein Rezept, das ich mit meinen Gastgebern und Gastgeberinnen gemeinsam und nun nochmal als Erinnerung in der eigenen Küche gebacken habe.
Ulrike hat für die Miche eine ganz definierte Mehlmischung gemixt. Ich nutze schlicht und ergreifend das stärker ausgemahlene Weizenmehl 1050 im Zusammenspiel mit Vollkornmehlen.
Die Krume ist mittelporig, saftig und duftet dank des Vollkornanteils kräftig-herb. Genau das richtige Brot für ein zünftiges Abendessen mit Wurst und würzigem Käse.
Weizensauerteig
- 75 g Weizenvollkornmehl
- 42 g Wasser
- 20 g Anstellgut
Hauptteig
- Sauerteig
- 225 g Weizenmehl 1050
- 75 g Roggenvollkornmehl
- 235 g Wasser
- 7 g Salz
Die Sauerteigzutaten mischen und 12 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen.
Mehle und Wasser verrühren und 1 Stunde ruhen lassen (Autolyse).
Salz und Sauerteig 5 Minuten auf niedrigster und 5 weitere Minuten auf zweiter Stufe in den Autolyseteig einkneten.
2,5 Stunden Gare, dabei nach je 30 Minuten einmal falten.
Den Teig rund wirken und in einem gut bemehlten Gärkorb bei 25°C 2 Stunden zur Gare stellen.
Bei 250°C mit Dampf 10 Minuten und weitere 30 Minuten bei 215°C backen.
Material- und Energiekosten: 1,50 €
Zubereitungszeit am Backtag: ca. 7 Stunden

Rustikale Kruste umhüllt locker-kernige Krume: Miche
(eingereicht bei YeastSpotting)
Schlagwörter: Autolyse, Roggenvollkornmehl, Weizenvollkornmehl



Christophorus
27. August 2011 um 13:20
Genau so ein Brot hab ich schon seit längerer Zeit gesucht. Hab mir das Rezept grad herausgeschrieben und teste es gleich morgen Früh. Ich geh gleich mal den Sauerteig ansetzen.
Dein Brotblog ist herrlich, eine wahre Fundgrube. Ich backe seit einigen Jahren Brot, bin aber erst letztes Jahr auf Bücher gestoßen, die mir ein paar der wichtigsten Verfahren zum guten Gelingen nahebringen konnten. Dein Blog gibt mir nun den Rest.
Lutz
27. August 2011 um 17:39
Danke dir
. “Der Rest” wird stetig mehr
.
Christophorus
6. September 2011 um 13:13
Im zweiten Versuch, der grade im Ofen war, ist mir dieses Brot super gelungen. Danke für das Rezept.
Gabriele Kaspar-Annweiler
9. April 2012 um 14:06
Hallo Plötz, habe deinen Plötzblog erst vor kurzem entdeckt und schon einiges nachgebacken, tolle Rezepte, werde jetzt mal die? miche probieren, suche aber auch seit einigen Tagen das Rezept für Mainzer Wasserweck, kommt das noch, oder könntest du mir das Rezept mailen, habe auch gesehen dass du ein Backbuch geschrieben hast, kann ich es darin finden?
Lutz
9. April 2012 um 17:24
Hallo Gabriele, der Mainzer Wasserweck kommt noch.
Ja, ich hatte mal ein kleines E-Book online gestellt.
Stephi
13. Oktober 2012 um 14:48
Huhu,
das Brot ist der Hammer, eines der leckersten, die ich bisher gebacken habe, vor allem jetzt, da mein Sauerteig fast so weit ist, dass ich keine Hefe mehr zugeben muss. Einfach total köstlich =)
LG, Stephi