Rosenkohlbrot

Rosenkohlbrot
Dass man mit Kohl auch Brot backen kann, habe ich vor etlichen Monaten im “Brot: So backen unsere besten Bäcker” erkannt. Dort wurde das Rezept für “Dithmarscher Kohlbrot” niedergeschrieben, allerdings ohne genaue Angaben, in welcher Form der Kohl in das Brot zu bringen ist.
Deshalb habe ich das Rezept umgestrickt, auf einen Vorteig gesetzt und die Hefemenge reduziert. Da ich gerade Rosenkohl übrig hatte, habe ich diesen samt Majoran, Thymian und Röstzwiebeln zu einem wirklich aromatischen, saftigen und herb-würzigem Brot verbacken. Sehr zu empfehlen.
Vorteig
- 75 g Weizenmehl 550
- 75 g Wasser
- 0,1 g Frischhefe
Roggensauerteig
- 25 g Roggenvollkornmehl
- 25 g Wasser
- 3 g Anstellgut
Hauptteig
- Vorteig
- Sauerteig
- 125 g Weizenmehl 550
- 50 g Roggenvollkornmehl
- 80 g Wasser (warm)
- 3 g Frischhefe
- 7 g Salz
- 50 g Rosenkohl (in groben Streifen)
- 0,5 g Kräuter (gehackter Thymian und Majoran)
- 25 g Zwiebeln (geröstet)
- Sesam zum Bestreuen
Die Vorteig- und Sauerteigzutaten jeweils mischen und 16-20 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen.
Alle Zutaten außer Kohl, Zwiebeln und Kräuter 5 Minuten auf niedrigster und weitere 5 Minuten auf zweiter Stufe zu einem nicht klebenden und sich vom Schüsselboden lösenden Teig verarbeiten. Anschließend die übrigen Zutaten 1 Minute auf niedrigster Stufe einarbeiten. Die Teigtemperatur sollte bei ca. 24-26°C liegen.
60 Minuten warm gehen lassen.
Den Teig kräftig durchwirken und zu einem runden Laib formen. Mit Schluss nach oben in einem mit Kartoffelmehl bestäubten Gärkorb 60 Minuten zur Gare stellen.
Den Laib mit Schluss nach unten auf Backpapier oder einen Brotschieber kippen, mit Wasser abstreichen und mit Sesam bestreuen.
Den Laib dreimal parallel ca. 1 cm tief einschneiden und bei 230°C fallend auf 190°C 40 Minuten mit Dampf backen.
Material- und Energiekosten: 1,60 €
Zubereitungszeit am Backtag: ca. 3 Stunden

Der fertig geknetete Rosenkohlbrotteig.

Eine wunderbare Kombination aus Kohl und Zwiebel: Rosenkohlbrot
(eingereicht bei YeastSpotting)
Schlagwörter: Kohl, Majoran, Roggenvollkornmehl, Rosenkohl, Röstzwiebeln, Thymian, Zwiebeln



T.Homas
30. Dezember 2011 um 08:40
Das Rezept liest sich so gut, dass es gleich auf die erste Stelle der Nachbackliste aufrückt und somit das erste Brot im neuen Jahr wird. Danke.
Morgen zum Silvester backe ich, bis auf das Nontox 6h Weissbrot, nur nach Deinen Rezepten : grosse Ladung Zwiebelbaguette und Würschtel im Vollkornrock.
Baguette-Teig habe ich gerade für 30h in den kühlen Schrank verfrachtet – der Teig fühlte sich nach dem Faltzyklus sehr gut an. Wird sicher sehr lecker.
Lutz, wünsche Dir einen guten Rutsch und für das neue Jahr alles Gute und tolle Ideen für neue Rezepte.
Lutz
30. Dezember 2011 um 10:29
Na dann wünsche ich dir viel Erfolg und begeisterte Brotesser! Alles Gute für das neue Jahr
.
T.Homas
6. Januar 2012 um 20:08
Die Zwiebelbaguettes und die Würschtel im Vollkornrock kamen sehr gut an und waren sehr lecker – auch als kalter Snack nach Mitternacht noch ausgezeichnet.
Heute habe ich 2 Rosenkohlbrote gebacken – der Ofentrieb war fantastisch !
Das Brot schmeckt vorzüglich – am Besten nur mit Butter oder Gänsefett. Da kommt das Aroma so richtig zur Geltung. Wir sind vom Brot begeistert. So richtig richtig lecker !
dee
31. Dezember 2011 um 10:41
Jetzt auch noch Kohl!
Hallo Lutz, danke für ein Jahr voller guter und ungewöhnlicher Rezepte! Wünsche Dir einen guten Rutsch und ein sonniges 2012!
dee
Greeny
16. Januar 2012 um 11:34
Moin moin
Lutz, ich habe das Brot nachgebacken und muss sagen, das ist SAULECKER.
In der Rosenkohlzeit werde ich das sicher noch öfter und regelmässig backen.
Glücklicherweise habe ich die Zutaten gleich verdoppelt, sonst wäre der Spaß viel zu schnell vorbei.
Daumenhoch und 5 Sterne.
Thomas
Sabrina
18. Januar 2012 um 18:33
Hallo Lutz!
Das Brot war Grundlage unserer heutigen Brotzeit, gut das ich gleich die Zutaten verdoppelt habe da es uns wirklich fantastisch geschmeckt hat! Die saftige, würzige Krume u die knusprige Kruste –> ein Traum! (Die Röstzwiebeln hab ich allerdings ersetzt u zwar 1 Zwiebel in etwas Rapsöl knusprig goldbraun gebraten, ich mag nicht gerne Fertigprodukte verwenden).
Vielen Dank fürs tolle Rezept u für deine Brot-Experimente!!
Liebe Grüße Sabrina
Lutz
18. Januar 2012 um 19:54
Hallo Sabrina,
das freut mich! Die Zwiebeln habe ich auch selbst geröstet. Da das ja jeder selbst machen kann wie er möchte, habe es nicht extra ins Rezept geschrieben.
Übrigens habe ich festgestellt, dass das Brot, nachdem es eingefroren war, noch etwas besser schmeckte. War aber vielleicht auch Einbildung?
Goldy
21. Februar 2012 um 20:12
Hallo Lutz,habe letzte Woche Dein Rezept vom Rosenkohlbrot (doppelte Menge)ich kann nur sagen super Rezept und sehr lecker,dafür auch von mir 5 ***** Sterne. Es bleibt lange frisch wenn es so lange lebt.
Liebe Grüße Goldy
Friesi
4. Mai 2012 um 14:32
Buhuuuuuuuuu…. wieso seh ich dieses Rezept denn erst im Mai, wenn die Rosenkohl Zeit vorbei ist?
Ob TK Rosenkohl geht *soifz*
Oder Weisskohl… Hmmm…Kohlrabi *grübel*
Lutz
7. Mai 2012 um 18:16
Weißkohl geht sicherlich auch. Bin auf dein Ergebnis gespannt!
Friesi
9. Mai 2012 um 15:06
Ich werde es am Wochenende mit Spitzkohl versuchen und werde dann berichten wie es geworden ist