Rustikale Weizenbrötchen

Rustikale Weizenbrötchen
Während Brötchen in herkömmlichen Backbuchrezepten häufig innerhalb von 2 Stunden auf dem Tisch stehen, ist dies in diesem Rezept erst nach 6 Stunden der Fall. Die effektive Arbeitszeit ist dabei die gleiche, nur anders verteilt.
Ich habe einen Vorteig benutzt und dem Teig vergleichsweise viel Zeit zum Gehen gelassen. Das wiederum bewirkt eine drastische Verringerung der Hefemenge auf reichlich 2 g. Das Aroma ist ausgewogen und vielfältig. Was mich jedoch besonders überrascht hat, ist das Brötchenvolumen. Trotz der wenigen Hefe ist es erstaunlich üppig ausgefallen.
Vorteig
- 100 g Weizenmehl 550
- 100 g Wasser
- 0,1 g Frischhefe
Hauptteig
- Vorteig
- 70 g Milch
- 3 g Öl
- 2 g Frischhefe
- 150 g Weizenmehl 550
- 5 g Salz
Die Vorteigzutaten mischen und 18-20 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen.
Alle Zutaten außer Salz, Öl und 10 g Milch 5 Minuten auf niedrigster und 5 Minuten auf zweiter Stufe verkneten. Weitere 5 Minuten auf zweiter Stufe kneten und dabei die restliche Milch tropfenweise zufügen. Das Öl und Salz in weiteren 3 Minuten bei gleicher Geschwindigkeit einarbeiten.
Den glatten, nicht klebrigen Teig 1 Stunde bei ca. 24°C zur Gare stellen.
Den Teig kräftig durchwirken und 4 Teiglinge abstechen. Die Teiglinge jeweils flachdrücken und von einer Seite her straff aufrollen.
Mit dem Schluss nach unten in bemehltem Bäckerleinen 4 Stunden kühl bei 15-18°C zur Gare stellen.
Mit Schluss nach oben bei 230°C fallend auf 210°C mit Dampf 20 Minuten backen.
Material- und Energiekosten: 1,15 €
Zubereitungszeit am Backtag: ca. 6 Stunden

Rustikale Weizenbrötchen

Klein- bis mittelporige Krume und ein vielfältiger Geschmack: Rustikale Weizenbrötchen



Nadja
22. Februar 2012 um 09:59
Derzeit haben es Dir die Weizenbrötchen angetan
Sehen super aus & klar werden sie nachgebacken
Wie unterscheidet sich das Geschmack zu den anderen Weizenbrötchen? LG Nadja
Lutz
22. Februar 2012 um 14:41
Die Brötchen hier haben einen etwas vielfältigeren Geschmack als die Weizenbrötchen vom letzten Rezept. Besser kann ich es nicht beschreiben. Das ausgeprägtere Aroma rührt vor allem von der längeren Gehzeit und dem Milchanteil her, der auch die Krume etwas fluffiger/wolliger macht.
.
Mit Brötchen habe ich es zurzeit sowieso... in den kommenden Wochen wird der Plötzblog mit Brötchenrezepten überschwemmt
Nadja
22. Februar 2012 um 15:50
Super - freue mich schon auf die Brötchenrezepte
Heute früh gabs nochmal die Schneebrötchen, dieses Mal aber mit den richtigen Mengen und sie sind wieder richtig gut geworden.
Durch Deinen Blog bin richtig gehend in einen Backwahn verfallen und es macht immens viel Spass. Danke dafür! LG Nadja
Vermutlich kannst Du es nicht mehr hören, aber ich muss Dir nochmals ein Kompliment für Deinen Blog, Deine tollen und stets leckeren Rezepte und Deine stets unkomplizierte Art, Hilfestellung zu leisten, machen - freue mich immer wieder, hier neue Rezepte zu finden und nachzubacken, wobei ich noch sehr sehr..... hinterher hinke und vermutlich nie aufholen werde
Lutz
22. Februar 2012 um 16:37
Ganz so schnell kommen sie doch nicht, die Brötchenrezepte. Hab gerade nochmal nachgesehen. Bis April musst du dich noch gedulden. Aber dann kommen sie mit geballter Kraft
. Vielen lieben Dank für das große Lob!
eibauer
25. Februar 2012 um 20:25
..den "Tick" Milch nehme ich bei meinen Brötchen, auch immer dazu... HBG eibauer
Andreas
6. März 2012 um 07:25
Na, die habens in sich.. wahnsinn.
Wecken Erinnerungen an die "gute alte Zeit" in der Brötchen noch aus mehr bestanden als Luft und Mehl
sind den extra Aufwand sicherlich wert, vielen Dank