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BLOGBEITRAG

6. Dezember 2011 · 9 Kommentare

Paprikakruste

Paprikakruste

Paprikakruste

Nachdem ich eines Abends vor einer Schüssel Salat saß, fragte ich mich, ob man nicht mit der ein oder anderen Zutat ein leckeres Brot backen könnte. Abgesehen hatte ich es vor allem auf die rote Spitzpaprika, die sich schon allein visuell für ein Brot anbot. Ein bisschen erinnert sie auch an den Nikolaus…

Gedacht, getan. Entstanden ist ein Mischbrot (50/50) mit Vollkornanteil. In das Brot habe ich neben der Paprika auch noch Gouda und schwarzen Sesam gesteckt. Alle drei Zutaten ergänzen sich hervorragend. Der Teig lässt sich sehr gut verarbeiten. Die Paprikakruste ist ein ideales Brot für Feierlichkeiten, zum Grillen oder als Beilage zu Soljanka oder Gulasch. Das Rezept kommt zu meinen Favoriten.

Roggensauerteig

  • 75 g Roggenvollkornmehl
  • 75 g Wasser
  • 8 g Anstellgut

Vorteig

  • 50 g Weizenvollkornmehl
  • 50 g Wasser
  • 0,2 g Frischhefe

Hauptteig

  • Sauerteig
  • Vorteig
  • 175 g Roggenmehl 1150
  • 200 g Weizenmehl 1050
  • 175 g Wasser
  • 5 g Frischhefe
  • 10 g Salz
  • 100 g rote Paprika (fein gewürfelt)
  • 5 g Paprikapulver
  • 100 g Gouda (gerieben)
  • schwarzer Sesam

Die Vorteig- und Sauerteigzutaten jeweils mischen und 16-20 Stunden bei Zimmertemperatur reifen lassen.

Alle Zutaten außer der Paprika 3 Minuten auf niedrigster und 3 Minuten auf zweiter Stufe zu einem nicht klebenden und sich vom Schüsselboden lösenden Teig verkneten. Die gewürfelte Paprika 1 Minute auf niedrigster Stufe in den Teig einarbeiten.

90 Minuten Gare. Nach 45 Minuten einmal falten.

Den Teig kräftig durchwirken und in 4 Teiglinge teilen.

Jeden Teigling mit dem Rollholz zu einer ca. 30×10 cm langen Zunge ausrollen und mit Gouda und Sesam bestreuen. Von einer Seite her schräg aufrollen und auf Backpapier setzen.

30 Minuten Gare bei 24°C.

Bei 230°C fallend auf 210°C 30 Minuten mit Dampf backen.

Material- und Energiekosten: 1,65 €

Zubereitungszeit am Backtag: ca. 3 Stunden

Neben der Paprika im Teig tragen zum Geschmack der Paprikakrusten auch Gouda und schwarzer Sesam bei.

Neben der Paprika im Teig tragen zum Geschmack der Paprikakrusten auch Gouda und schwarzer Sesam bei.

Kleinporige, lockere Krume mit wunderbarem Aroma. Die Paprikakruste isst sich ohne Belag problemlos weg...

Kleinporige, lockere Krume mit wunderbarem Aroma. Die Paprikakruste isst sich ohne Belag problemlos weg...

(eingereicht bei YeastSpotting)

8 Kommentare

  1. Der Wahnsinn was hier für Ideen entstehen und auch noch preisgegeben werden.
    Von der Kreativität hier kann sich ganz sicher so manch ein Bäcker eine Scheibe abschneiden.
    Sieht toll aus, und die Kombination der Geschmäcker ist in der Vorstellung alleine auch schon sehr gelungen ;-)

  2. Das erinnert mich an das Foccaciabrot von Jamie Oliver. Beim Anblick der leckeren Stangen, bekommt man wieder Lust auf´s Grillen.lg

  3. Ein Chili / Oliven / Käse / Zwiebel Brot habe ich vor ein paar Wochen mal gebacken. War durchaus ein interessanter Geschmack. Paprika geht ja in eine ähnliche Richtung, wenn auch weniger scharf.

    Für die scharfen Esser kann ich die Chili-Sorte Habanero Peach empfehlen. Super Aroma und wenn das Brot mit genug Butter gegessen wird es auch noch erträglich in der Schärfe. Allerdings gibt es exotische Chilisorten nur bei spezialisierten Fachhändlern, oder man züchtet sie selbst ;-)

    Gruß Martin

  4. was macht denn die arbeitende Friesi, wenn sie um 17:30h daheim ist und um 19h mit diesem Brot im Gepäck das Haus verlassen möchte?

    am Sonntag vorbacken und Montag fertig backen?
    Sonntag wickeln und bis Montag im Kühlschrank liegen lassen, so das ich Montag nur noch ‘kurz’ garen lassen und backen muss, ist irgendwie doof, oder?

    *soifz* warum muss man auch arbeiten? ;-)

    • Die einfachste Variante ist: an einem freien Tag backen, einfrieren und bei Gebrauch wieder aufbacken. Etwas komplizierter wird es bei Kühlschrankgare. Der Sauerteig könnte Probleme machen (zu sauer). Probieren kannst du es. Du musst dazu einfach weniger Hefe nehmen. Je nach dem wie lange du die kalte Gare halten willst, würde ich nur 1-3 g Frischhefe im Hauptteig verwenden. Bei 24 Stunden Gare würde ich ganz darauf verzichten. Ist aber nur ein “Bauchgefühl”. Wirst du ausprobieren müssen.

      • ich habe die leckeren Krusten gebacken und eingefroren.
        Montag dann für 7 Minuten bei 180° aufgebacken.

        sehr lecker und ich bin zig mal gefragt worden, ob ich die wirklich selber gebacken habe :-)

        Danke für das Rezept!

  5. Meine Güte….dieses Rezept hat Suchtpotential.
    Sowas von lecker. Für meine Familie bin ich jetzt eine Heldin. Vielen Dank für die wunderbaren Rezepte und besonders für dieses hier.

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