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BLOGBEITRAG

18. Juli 2012 · 5 Kommentare

Pogne de Romans nach Bernard Clayton, Jr.

Pogne de Romans

Pogne de Romans

Beim Durchblättern meiner Brotbackbücher ist mir schon mehrere Male ein Bild aufgefallen. Zu sehen ist dort ein stolzer französischer Bäcker mit einem reifengroßen Brotring in der Hand. Nun war es soweit, das Brot aus dem Buch “The Breads of France” nachzubacken. Gar nicht so einfach, da wie so oft mit Volumeneinheiten (cups etc.) gearbeitet wurde.

Das Pogne de Romans ähnelt der Fouace Aveyronnaise. Typisch für dieses Brot ist die Aromatisierung mit Orangenwasser und Rum. Da ich beides weder mag noch vorrätig hatte, habe ich eine alkoholfreie und dennoch leckere Variante mit Orangensaft gebacken.

Typisch sind die in Dreiecksform ausgeführten Einschnitte, die sich an ihren Enden jeweils etwas überlappen.

Die Krume ist herrlich locker. Geschmacklich erinnert mich das Brot an Brioche. Die Ringform hatte übrigens häufig praktische Gründe. Die Bäckerkunden konnten sich solch ein Brot einfach um den Arm hängen und hatte die Hände für andere Dinge frei.

Vorteig

  • 55 g Weizenmehl 550
  • 40 g Wasser
  • 15 g Frischhefe

Hauptteig

  • Vorteig
  • 340 g Weizenmehl 550
  • 3 Eier (ca. 150 g)
  • 20-30 g Orangensaft (je nach Eigröße)
  • 80 g Zucker
  • 4 g Salz
  • 90 g Butter
  • 1 Ei und 1 Esslöffel Milch zum Bestreichen

Die Vorteigzutaten mischen und 1,5 Stunden bei 24°C reifen lassen.

Alle Zutaten außer Zucker, Salz und Butter 5 Minuten auf niedrigster und 5 Minuten auf zweiter Stufe verkneten. Die Butter in Stücken zugeben und weitere 5 Minuten auf zweiter Stufe zu einem glatten Teig verarbeiten. Zum Schluss Salz und Zucker zufügen und nochmals 10 Minuten auf zweiter Stufe zu einem glatten und sich komplett vom Boden lösenden Teig verarbeiten.

2,5 Stunden Gare bei ca. 24°C.

Den Teig kräftig durchwirken, eine Kugel formen und etwas flach drücken. Mit einem Finger ein Loch in die Kugelmitte drücken und mit bemehlten Händen Stück für Stück auf einen Durchmesser von ca. 15 cm weiten, ohne den Teig zu reißen. Mit der Ei-Milch-Mischung abstreichen.

Mit Schluss nach unten auf Backpapier abgedeckt ca. 2 Stunden bei 24°C reifen lassen. Nach 1 Stunde nochmals einstreichen und die Abdeckung bis zum Backen entfernt lassen.

Nochmals abstreichen. Drei leicht gebogene, ca. 2 cm tiefe Einschnitte setzen, die ein gleichseitiges Dreieck bilden und sich mit den Enden etwas überlappen.

Bei 180°C 35 Minuten ohne Dampf dunkelbraun backen.

Material- und Energiekosten: 2,50 €

Zubereitungszeit am Backtag: ca. 8 Stunden

Der fertig gegangene Teigling (links) und die leicht gebogenen, sich überlappenden Einschnitte (rechts) des Pogne de Romans.

Der fertig gegangene Teigling (links) und die leicht gebogenen, sich überlappenden Einschnitte (rechts) des Pogne de Romans.

Im Original sind die Schnitte noch etwas zum Zentrum des Ringes verlagert, aber mein Pogne de Romans kommt dem schon recht nahe.

Im Original sind die Schnitte noch etwas zum Zentrum des Ringes verlagert, aber mein Pogne de Romans kommt dem schon recht nahe.

 

Locker, wattig-weich und süßlich-butteriges Aroma: Pogne de Romans

Locker, wattig-weich und süßlich-butteriges Aroma: Pogne de Romans

(eingereicht bei YeastSpotting)

5 Kommentare

  1. Sieht aus wie ein Hefezopf. Fehlt nur noch etwas Hagelzucker oben drauf.

  2. Sieht wirklich unglaublich toll aus. Meines ist gleich so weit, dass ich es einschneiden und reinschieben kann. Dann sollte es auch noch rechtzeitig zum Abendbrot fertig sein.
    Hier noch eine weitere Anregung für dich von einem Blog aus Kanada:
    http://bakingstories.blogspot.ca/2012/06/buntzen-lake-and-wurzelbrot.html

    Ich habe es schon ein paar mal gebacken und wenn man das Salz ein wenig höher schraubt schmeckt es unglaublich gut.

  3. Das sieht wirklich ganz lecker aus und ein tolles Rezept. Ich werde es vielleicht einmal versuchen :)  Was isst man eigentlich dazu? Schmeckt es mit Orangensaft sehr süß? Oder kann man auch deftige Sachen dazu essen?

    • Süß und deftig geht beides. Das Brot hat eine dezente Süße, die sich auch zu Wurst und Käse gut macht. Der Orangensaft schmeckt nicht vor.

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