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BLOGBEITRAG

3. April 2013 · 8 Kommentare

Leserwunsch: Mjukbröd (Schwedisches Fladenbrot)

Leserwunsch: Mjukbröd (Schwedisches Fladenbrot)

Leserwunsch: Mjukbröd (Schwedisches Fladenbrot)

Ein aufmerksamer Plötzblog-Leser schickt mir dankenswerterweise häufig Linktipps oder Rezepte, die in anderen Medien verbreitet werden. Darunter war auch ein in der Arte-Sendung “Zu Tisch in Schweden” besprochenes Rezept für ein weiches schwedisches Fladenbrot namens Mjukbröd.

Ich habe das Rezept ein wenig variiert, unter anderem habe ich als Aromageber etwas altes Anstellgut vom Roggensauerteig zugegeben. Meine Familie war ganz begeistert. Das hat mich gewundert, ist sie doch sonst für Brote mit Gewürzen (hier Anis, Fenchel und Kümmel) nicht zu haben. Auch ich war wirklich angetan. Das sehr weiche und dank der Milch auch schön wollig-fluffige Brot schmeckt pur wie auch mit Gemüseaufstrichen oder mildem Käse wunderbar. Die Gewürze sind sehr dezent dosiert und schmecken nicht hervor.

Dieses Brot wurde bei uns schon dazu auserkoren, noch mehrere Male gebacken zu werden, zumal es relativ einfach und schnell zubereitet ist.

Hauptteig

  • 170 g Weizenmehl 1050
  • 60 g Roggenmehl 1150
  • 190 g Milch (3,5% Fett)
  • 5 g Frischhefe
  • 50 g Anstellgut (vom Roggensauer)
  • 20 g Butter
  • 2 g Rübensirup
  • 2 g Zucker
  • 5 g Salz
  • 1/2 Teelöffel Anis-Fenchel-Kümmel-Mischung (gemahlen)

Die lauwarme Milch (ca. 26°C) mit Rübensirup und geschmolzener Butter vermengen (darauf achten, dass die Mischung nicht heißer als 30-35°C ist). Die Gewürze, Salz und Zucker, Hefe, Roggenmehl und Anstellgut zugeben und mit einem Löffel vermengen.

Den Teig in die Knetschüssel geben, das Weizenmehl zufügen und alles 5 Minuten auf niedrigster und weitere 8 Minuten auf zweiter Stufe zu einem mittelfesten Teig verarbeiten.

90 Minuten Gare bei 24°C. Nach 30 und 60 Minuten falten.

Den Teig rundwirken und 10 Minuten ruhen lassen.

Nun mit einem Rollholz einen ca. 30 cm breiten Fladen ausrollen (ca. 4-5 mm dick).

Den Fladen im kräftig vorgeheizten Backofen bei 250°C (auf einem Backstein) ohne Dampf 5 Minuten backen. Den Fladen wenden und nochmals 5 Minuten backen. Er sollte eine relativ helle Kruste haben.

Zubereitungszeit am Backtag: ca. 2,5 Stunden

Material- und Energiekosten: 1,20 €

Nachtrag: Inzwischen habe ich das Fladenbrot mehrfach gebacken. Es funktioniert ebenso gut, wenn alle Zutaten auf einmal miteinander vermengt werden. Wer das Brot morgens frisch auf dem Tisch haben will, nimmt nur 3 g Hefe, lässt den Teig nach dem Kneten bei 6°C im Kühlschrank ca. 10-12 Stunden reifen und fährt dann nach Anleitung fort.

Feinporig, fluffig und mild gewürzt: Mjukbröd (Schwedisches Fladenbrot)

Feinporig, fluffig und mild gewürzt: Mjukbröd (Schwedisches Fladenbrot)

(eingereicht bei YeastSpotting)

7 Kommentare

  1. Wieviel Fladen gibt es denn ungefähr, bei dieser Teigmenge?

  2. Grillsaison ist eröffnet!

    Lg Dietmar

  3. Hab’ ihn gestern gebacken. Köstlich. Aber hat sich der bei dir im Ofen vor dem Wenden auch ballonartig ausgedehnt? Oder hast du ihn “gestippt?

    • Hallo Eva, ich habe ihn gestippt. Geht besser, aber auch da besteht manchmal die Gefahr, dass er sich aufpustet. Dann einfach kurz mit einem Zahnstocher in die Blase stechen…

      • Danke, ich hätte es eigentlich auch gemacht, aber ich habe mich ausnahmsweise genau an dein Rezept gehalten ;-) Geschmeckt hat er super! Wird definitiv ein “schneller” Klassiker.

        • Hej, im Original werden die meisten schwedische “Flachbrottypen” mit einem “kruskavel” ausgerollt, ein Rollholz mit starkem Profil/Zacken. Dadurch bekommt der Teig fast Löcher und ist dann praktisch “eingepiekst” beim Backen und wird kein Ballon…

Ein Pingback

  1. [...] welches wohlschmeckende Brot kann man schon in vier Stunden herstellen? Ich erinnerte mich an das Mjukbröd vom Plötzblog und schaute nach. Zubereitungszeit am Backtag: 2,5 Stunden, kein Vorteig, [...]

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