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2. Februar 2015 · 6 Kommentare

Rezension: „Palmen in Castrop-Rauxel“ von Dennis Betzholz und Felix Plötz

"Palmen in Castrop-Rauxel" von Dennis Betzholz und Felix Plötz

„Palmen in Castrop-Rauxel“ von Dennis Betzholz und Felix Plötz

Ein Buch ohne Brot im Plötzblog? Ja, das ist Premiere und hat einen Anknüpfungspunkt: Einer der Autoren heißt „Plötz“.

Felix Plötz googelte seinen Namen und stieß auf den Plötzblog – und auf meine Geschichte, die auch Teil seines Buches hätte sein können. Ein Buch, das 12 Menschen und ihren Weg in die Selbstständigkeit porträtiert.

Jeder von uns hat eine Idee, was er mit seinem Leben anfangen möchte. Und viele von uns haben ein Hobby, eine Leidenschaft, der sie viel lieber nachgehen würden, als 8 Stunden am Tag ihr Geld mit anderen Dingen zu verdienen. Genau wie Dennis und Felix, die ihre Idee, ein Buch zu schreiben, lange aufschoben. Irgendwann nagte dieser Zustand so an ihnen, dass sie den Entschluss fassten: Jetzt oder nie.

Auch wenn alle 12 Geschichten ganz verschieden sind, haben sie doch alle den gleichen Ausgangspunkt: Eine Idee frisst sich im Kopf fest und wartet nur auf eine Gelegenheit, umgesetzt zu werden. Egal ob man Palmen im Ruhrgebiet verkauft, mit Behinderten über die Route 66 fährt, Pralinen kreiert, Dildos herstellt oder die Verkehrswelt revolutioniert – eines braucht es immer: Den Mut, das sichere Leben zu verlassen und ein Risiko einzugehen.

Die beiden Autoren schreiben mit Eifer, manchmal mit zuviel Eifer, über ihre Protagonisten, ihren Lebensweg, ihre Motivation, über Erfolg und Scheitern. Es entstehen 12 Möglichkeiten, sein Leben in die eigenen Hände zu nehmen, seine eigenen Ideen zu verwirklichen. Echte Menschen und echte Lebensgeschichten.

Und gleichzeitig ist ihr Buch eine Geschichte über sie selbst, Geschichte Nr. 13. Jedes einzelne Porträt wird mit den Eindrücken und Reiseerlebnissen beider Autoren ergänzt, die sie während der Interviews erfahren haben. Das Buch „Palmen in Castrop-Rauxel“ ist ein Crowdfunding-Projekt und im Selbstverlag erschienen.

Und weshalb steht all das nun hier im Blog? Weil der Zufall Felix Plötz zu einem Zeitpunkt auf meinen Blog getrieben hat, an dem ich mich gerade für die Selbstständigkeit entschieden hatte. Ich habe den Sprung ins kalte Wasser gewagt, meine Stelle als leitender Geologe in einem Bergbauunternehmen aufgegeben und das Risiko des Scheiterns in Kauf genommen, weil sich eine Idee in mir über Monate und Jahre festgefressen hatte. Ich spürte, dass der Moment gekommen war, meine Brotleidenschaft zu professionalisieren, von ihr zu leben. Hätte ich es nicht getan, wäre ich Zeit meines Lebens unglücklich gewesen.

Dennis‘ und Felix‘ Buch hat mir geholfen, meinen Weg einzuordnen, mir klarzumachen, dass Geld und ein sicherer Angestelltenstuhl nicht alles im Leben sind, dass es sich lohnen kann, seine Ideen auszuleben und andere dafür zu begeistern.

Ich empfehle ihr Buch ganz ausdrücklich. Eine spannende, inspirierende Lektüre für jeden von uns.

Palmen in Castrop-Rauxel
228 Seiten, 2014
Verlag: Plötz & Betzholz
ISBN: 978-3000457432
Größe: 14,6 x 1,7 x 21,1 cm
Preis: 14,90 €

Mein Dank gilt den beiden Autoren, die mir das Buch freundlicherweise zur Besprechung zur Verfügung gestellt haben.

6 Kommentare

  1. Hallo, Lutz,
    das ist ja eine tolle Nicht-Überraschung! Ich selbst kenne so eine Phase und so eine Entscheidung in meinem eigenen Leben. Ich habe sie nie bereut. Und wer Deinen Weg auch nur aus weiter Entfernung beobachtet, der hat insgeheim auf diese Bekanntmachung gewartet. Ich wünsche Dir alles Gute und mache mir nicht die kleinste Sorge.
    Und das Buch werde ich noch heute bestellen. Lieben Gruß Günther

  2. Hallo Lutz,
    auch ich wünsch Dir viel Erfolg auf selbständigen Pfaden!
    Ich bin überzeugt, wer sich selbst verwirklicht – wird auch Erfolg haben.
    Das ist einfach so

    Gruß
    Renate

  3. Lieber Lutz,

    ein mutiger Schritt! Den Mut könnte ich nicht aufbringen, wär nicht mein Ding, aber ich bewundere jeden, der es wagt. Ein Freak wie du kann gar nicht scheitern. Alles Gute! 🙂 

    Tobias

  4. Auch von mir alles Gute für Deinen Weg! Ob dieser Schritt von Erfolg gekrönt sein wird (auch wenn jetzt alles danach aussieht) hängt nicht allein von Dir ab.
    Wie heißt es so schön? – Hinterher ist man schlauer…

    Hättest Du es nicht gewagt, würde es ein Leben lang in Dir nagen.

  5. Seine Leidenschaft zum Job machen: Das ist beneidenswert. Auch von meiner Seite alles Gute, Lutz. Ich hingegen hätte nie den Mut, mich in die Selbstständigkeit zu wagen. Da bin ich dann doch lieber Angestellter und bekomme mein festes Gehalt. Ist natürlich auch die Frage, ob sich die Leidenschaft überhaupt in einen Verdienst umwandeln lässt. Bäcker werden immer gebraucht und die Menschen werden stets ihr Brot essen, also macht das schon Sinn. Meine Passionen sind dann doch mehr Hobbys, die sich nicht in Geld umwandeln lassen, höchstens Geld kosten. *lach*

    Du selber bist in dem Buch aber mit keinem Kapitel vertreten, oder?

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