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12. Juli 2021 · 40 Kommentare

Podcast – Episode 31 – Interview mit Marcel Koidl über Haushaltsmühlen

Marcel Koidl ist der Sohn des Firmengründers von Komo und führt das Haushaltsmühlenbau-Unternehmen nun in 2. Generation. Im Interview stellt er sich meinen Fragen rund um Sinn und Unsinn des häuslichen Mehlmahlens und geht gemeinsam mit mir der Frage nach, was beachtet werden sollte, wenn die Haushaltsmühle angeworfen wird – Tipps und Tricks inklusive.

Viel Spaß damit!

PS: Feed-Adressen und eine Übersicht über alle Podcastfolgen findest du hier.

Episode 31 – Interview mit Marcel Koidl über Haushaltsmühlen

Gast: Marcel Koidl
Links zur Episode: Komo-Mühlenbau, rabattierte Mühle kaufen* (Rabattcode: „0brotbacken3″)

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40 Kommentare

  1. Ich empfehle aus meinem eigenen langjährigen Gebrauch Hawos Oktagon 2. Und ich bekomme nichts dafür. Außerdem denke ich, Geld ist nicht das entscheidende Argument. Wer Autos als Hobby hat, kauft sich ja vielleicht auch einen Ferrari, obwohl der nicht gerade kostengünstig daherkommt. Noch nicht einmal im Verbrauch, geschweige denn vom Anschaffungspreis. Aber da ist den Protagonisten der Preis dann auch egal.

    • Wir haben auch eine Hawos Oktagon und sind hochgradig begeistert davon, aber wir haben keine andere richtige gute Steinmühle ausprobiert.

  2. Hallo Lutz und Hallo an Alle,
    der Podcast macht mir ganz wirr .-D
    Seit ca. 30 Jahren habe ich immer wieder den Gedanken, mir eine Mühle zu kaufen und verlege den Gedanken immer wieder. Seit mehr als 10 Jahren kaufe ich Mehl in einem Laden, welcher große Säcke Mehl und Getreide von einer Mühle kauft und diese in Wunschgewicht abgefüllt verkauft. Im Grunde alles easy. Bequemer wäre es selber zu mahlen, weil bei mir mal W550, mal WVollkorn, mal WSchrot verbraucht ist und ich wegen Ersatz 50 km fahren muss. Ich würde dann nur Weizen kaufen müssen und mir den Mahlgrad selber herstellen. Cool!
    Also bin ich nach dem Podcast auf Infosuche gegangen, wie ich die einzelnen Mahlgrade selber herstellen kann. Leider bin ich nicht fündig geworden, sondern habe hauptsächlich nachteiliges gefunden, wenn man nicht ausschließlich VMehl möchte. Brot scheint ja easy zu sein, wenn man das Mehl ein paar Tage „abstehen“ lässt. Ich backe ab und zu Biskuit, den möchte ich natürlich dann auch mit selbst gemahlenem Mehl backen und mir nicht dafür Mehl aus dem Supermarkt holen.
    Kannst und möchtest du Lutz! oder Andere, mir bitte auf die Sprünge helfen, bevor meine „Kaufsucht“ wieder in der Schublade landet?
    Für Antworten danke ich im Voraus schon mal herzlich!
    Frieda

    • Hallo Frieda,
      In solchen Haushaltsmühlen vermahlenes Getreide ist immer Vollkornmehl, unabhängig wie fein es gemahlen wird. Ob ob Schrot, Gries oder Mehl, es ist immer Vollkorn.
      Der Mehltyp hat nichts mit der Feinheit des Mehls zu tun sondern gibt den Aschegehalt des Mehls in Milligramm bezogen auf 100 g Mehl an.

      • Hier ausführlicher:
        getreidemuehlen.de/blog/mehltyp/2011/01/17/

      • Walter, ja stimmt, habe ich gelesen. Beim 405 usw. werden vor dem Mahlen die Randschichten entfernt, grob gesagt.
        Kann ich denn ein Vollkornmehl von der Feinheiten wie ein 405 mahlen und damit einen Biskuitboden backen?

        • Frieda,
          Ein selbstgemahlenes Mehl wird nie so fein sein wie ein 405er. Man könnte die gröbsten Bestandteile mit einem feinen Mehlsieb herausnehmen.
          Rezepte für Biskuit mit Vollkorn findest du im Netz,

          • Walter, welche Siebe sind denn zu empfehlen und welche Maschendurchmesser braucht man? Ich habe Holz- und Metallsiebe gesehen und Maschengrößen 0,5 mm, 0,6 mm, 1mm, 1,2 mm und 2. Sieben möchte ich Mehl für feine Kuchen sowie feines und auch mittleres Schrot für Brote.
            Rezepte für VBiskuit habe ich gefunden, die unterscheiden sich nicht von „normalem“, nur quellen lassen soll man den Teig, was ich skeptisch betrachte, weil der Teig zusammen fällt, wenn er länger steht.
            Vielleicht können auch andere ihr Erfahrung teilen, ich wäre sehr dankbar!
            Herzlichen Dank schon mal

          • Hallo Frieda,
            ich benutze selbst keine Siebe, weil ich das ganze Korn verbacken möchte, wenn ich schon selbst mahle. Bin auch kein Kuchenbäcker. Da muss ich passen.
            Vollkornmehl braucht tatsächlich etwas mehr Wasser und längere Quellzeit.

            • Vielleicht braucht man auch keine Siebe, weil man ja die Einstellung der Mühle schon das Gewünschte auswirft.
              Hoffentlich kann noch jemand weiter helfen, im Moment denke ich fast, dass mein Wunsch sonst wieder in der Schublade landet, wenn ich nicht vorwärts komme 🙂

              • Hallo Frieda,
                ich glaube du verwechselst immer noch Feinheit des gemahlenen Mehls und Mehltype. Mehl aus einer Haushaltsmühle ist, so wie es dir Walter auch schon erklärt hat, immer Vollkornmehl, egal wie fein es gemahlen ist. Typenmehle und insbesondere für feine Kuchenteige geeignetes Auszugsmehl/Typ 405 enthält nur den Mehlkörper und nur wenige oder keine (bei Typ 405) Randschichten des Weizenkorns und ist deshalb fast weiß. In industriellen Mühlen geschieht die Trennung durch sieben oder durch Luftstrom.
                Wenn du feine Biskuitteige backen möchtest, rate ich dir von der Verwendung von selbstgemahlenem Vollkornmehl ab, du wirst damit nie ein lockeres, helles und fluffig es Gebäck erhalten.

                • Astrid Z, nee nee, habe ich schon verstanden, trotzdem Danke.
                  Ich möchte nur wissen, ob man ein feines Sieb braucht um gröbere Teile auszusieben um sie anderweitig zu verwenden? Wie geschrieben, gibt es unterschiedliche Siebe und bevor ich noch mal Porto bezahlen muss, würde ich gern gleich mitbestellen, wenn nötig. Wenn ich aber kein feines Sieb brauche, weil das Mehl fein genug aus der Mühle kommt … 
                  Benutzt denn jemand Siebe und wenn ja, welche Größe und Feinheit?

                  • Hallo Frieda, wenn du das Mehl auf der feinsten Stufe gemahlen hast, bekommst du meiner Ansicht nach mit keinem Sieb mehr etwas heraus. Jedenfalls bei einer Steinmühle dieser Klasse. Wenn du weißeres Mehl aussieben und die Kleie extra verwenden möchtest, müsstest du die Mühle etwas gröber einstellen.

                    • OK, wenn Walter anderer Ansicht ist, wird er wohl recht haben.

                    • Danke Ihr Lieben!
                      Ich habe mir gerade eine Mühle bestellt und auch ein Sieb. Ich backe ja nicht laufend Biskuit, aber irgendetwas brauchte ich, um überzeugt zu werden 😀 Hauptsächlich Brot, mal Kuchen, Waffeln, aber auch Mehl für Mehlschwitze …
                      Gestern Abend hatte ich eine Idee und habe WSchrot im Blender fein gemahlen, im Teesieb gesiebt und Biskuit gebacken 🙂 Er ist nicht so sehr aufgegangen, wie mit 550er Mehl, aber sehr locker. Leider hatte ich das Quellen lassen vergessen, wobei ich befürchte, dass dann die Luft aus dem Teig wieder raus ist, wenn ich ihn 20 Min quellen lasse.
                      Mit Mühle werde ich feinen oder mittleren Schrot mahlen, dann sieben, abkühlen und fein mahlen, vielleicht ist das richtig so. Dann müsste der fettige Keim und die Kleie doch weg sein, weil irgendetwas hat sich beim Biskuit an die Oberfläche gezogen 🙂
                      Jetzt muss ich nur noch heraus finden, wo ich das Getreide lagere. Kaufen tue ich es in 5 kg Papiersäcken, da kommt bestimmt Luftfeuchtigkeit dran.

                    • Hallo Frieda,
                      Viel Freude mit der neuen Mühle.
                      Wäre schön, wenn du uns an deinen Erfahrungen mit dem Sieben teilhaben lassen würdest.
                      Gruß Walter

                    • Hallo frieda,

                      deine Bedenken bzgl. des Zusammenfallens des Biskuitteigs kann ich nachvollziehen.

                      Ich denke einmal laut: Würde es funktionieren, wenn du den Zucker mit dem Eigelb und etwas Wasser aufschlägst, dann das Mehl dazugibst und zu diesem Zeitpunkt 20 Minuten quellen lässt – anschließend erst den Eischnee unterheben?
                      Immerhin besteht Eigelb zu 50% aus Wasser und du gibst 1-2 EL Wasser zusätzlich hinzu. Ich bin mir nur unsicher, ob die enthaltene Wassermenge zum Verquellen ausreichend ist…

                      Viele Grüße!

        • Hallo Frieda,

          genau mit dem Mehltyp gleichsetzen kann man es leider nicht , aber mit Hilfe eines Mehlsiebs wird das Mehl super fein für einen Biskuitboden.
          Hoffe das hilft dir weiter

          LG Layla

          • Denke auch, dass man mit einem Mehlsieb 0,5 mm noch Einiges an Kleie/Grieß herausgesiebt werden kann.
            Im Anhang ein Foto von Weizevollkornmehl und Weizenmehl Type 405 im Vergleich.

    • Hallo Lutz, vielen Dank für den interessanten Beitrag. Zur Mahl-Temperatur hatte ich eine Frage. Du sagst, dass sich Stärke und Eiweiße ab einer Temperatur von 55 bis 60 Grad verändern. Hat dies negative Auswirkung auf die Backeigenschaften oder auf den Aufbau des Glutennetzwerks?

      Habe dazu wenig Informationen im Netz gefunden, nur dass das Mehl dann gleich verarbeitet werden soll da es ansonsten ranzig wird.

      Bei meiner Komo (bei feinster Einstellung, 1 kg Weich-Weizen) eine maximale Mehl-Temperatur von 57°C gemessen, am Auslassstutzen. Das wäre dann deutlich über die vom Hersteller angegeben 40°C!

  3. Hallo und vielen Dank für diese sehr interessante und informative Podcast-Folge!
    Zum Thema „Erwärmung beim Mahlen“ habe ich etwas beizutragen. Und zwar schaue ich auch gerne die Videos von „Kruste & Krume“ aus Wien. Dort gibt es auch ein extra Video zum Getreidemahlen, in dem Bäckermeister Simon Wöckl empfiehlt, das Getreide vor dem Mahlen zu kühlen oder gar einzufrieren, um eben der Erwärmung durch den Mahlvorgang entgegenzuwirken.
    Ich mahle auch selbst, aber die Erwärmung hat für mich eigentlich keine praktische Relevanz, weil ich nie so viel auf einmal mahle, da ein Brot fast nie nur aus selbstgemahlenem Mehl besteht. Wenn das Mehl für den Vorteig und der Vollkornanteil für den Hauptteig selbst gemahlen werden, ist das mengenmäßg nicht so viel, dass ich Temperaturprobleme bekomme, außerdem ist ja auch zeitlicher Abstand dazwischen.
    Viele Grüße und weiter so mit diesem wunderbaren Blog (und den wunderbaren Büchern…)

    • Moin, moin liebe „Lutzianer“. In einem nicht repräsentativen Test mit Lutz` Komo Mühle und einer kleinen und großen Mühle eines weiteren Herstellers mit 500g Rotkornweizen blieb die Temperatur des gemahlenen Mehles mit der Komo um 40°C, während die beiden anderen Mühlen deutlich wärmeres Mehl mahlten. Die Konzentration auf wichtige Parameter einer Mühle darf nicht vergessen werden! Die Idee mit dem gekühlten Getreide vor der Vermahlung ist nicht schlecht. Gibt es Bedenken dazu von Dir, lieber Lutz? Mit lieben Grüßen aus SH. Thomas

  4. Ein wirklich schöner Beitrag.
    Ich kann als Besitzer einer Mockmill 100 auch diese Marke sehr empfehlen. Wenn ich das richtig gelesen habe, sind diese auch viel günstiger, haben mehr Leistung (360W) und das Mahlergebnis ist wirklich spitze.

    Kannst Dir ja mal ansehen. Für 160Eur im Angebot bzw 180eur bekommst einen Haufen Qualität. Selbst die 200g Mockmill aus Hokz kostet weniger als die Fidibus 21 mit 100g…

    • Korrektur:

      Lustigerweise habe ich gerade erst gelesen, woher das „Mo“ in KoMo kommt. Das wurde im Interview nämlich leider nicht gesagt: Koidl und Mock.

      Herr Mock, hat sich dann mit seiner Eigenmarke selbstständig gemacht.

      • Bei Mockmill sagt mir allerdings die Firmenphilosophie nicht zu. Die Philosophie von Komo passt gut zu meiner Brotbackphilosophie.

        • Hallo Lutz, die Ideoligisierung aller Bereiche des Hobbys können sich aber leider auch nicht alle leisten. Und leisten meine ich im sprichwörtlichen Sinne. „Alle Teile aus Österreich“ kostet eben fast 400€. Das kann bestimmt nicht jeder Hobbybäcker stemmen, der gerne frisches Mehl mahlen möchte. Und für diese Menschen ist eine Mockmill eine klasse Alternative (die zumindest lt. Website noch aus Deutschland/Österreich/Slowenien kommt).

          • KoMo beschäftigt lobenswerter Weise behinderte Menschen, welche in Handarbeit die schönen Holzgehäuse herstellen. Das verteuert das Produkt.
            Mockmill verwendet für die preiswerteren Modelle ein Abfallprodukt der Holzindustrie für die Gehäuse. Aus Gesichtspunkten des Umweltschutzes auch gut.
            Das Innenleben ist weitgehend gleich.
            Ich betrachte meine Mühle als Arbeitsgerät, nicht als Schmuckstück. Folglich habe ich mir vor ca. 2 Jahren eine Mockmill 200 gekauft, mit der ich noch immer glücklich und zufrieden bin.

            • Ich kenne den Rechtsstatus in Österreich nicht, aber in deutschen Einrichtun gen bekommen diese eh schon gebeutelten Menschen „bundesweit durchschnittlich 8.5€ AM TAG“. Zitat aus dem Wikipedia Artikel. Das System „Behindertenwerkstatt“ steht nicht ohne Grund seit langem in der Kritik, sogar die Inklusion zu erschweren, teilweise zu verhindern.

              Ich empfehle die Zeitungs/Online Artikel zu dem Thema der letzten Jahre querzulesen. Ist ehrlich gesagt erschreckend…

              Aber darum soll es ja auch gar nicht gehen. Das mit dem „Arbeitsgerät“ sehe ich genau so.

              Für alle die überlegen, ob 100g Feinmehl pro Minute genug sind: Für Leute wie mich, die zwar jedes Wochenende backrn, aber eben auch nur 2x die Woche: definitiv 🙂 Man backt ja oft auch nicht mit 100 Prozent Vollkorn…

              • Es besteht keinerlei Anlass, KoMo auch nur dem Verdacht auszusetzen, mit Behinderten unredlich Geld verdienen zu wollen. Das Thema ist hier völlig außen vor.
                Ich denke, Mock bedient mit seinen Mühlen Kunden, die sich keine KoMo leisten können oder wollen. Insofern besteht hier keine Konkurrenzsituation und die beiden Hersteller können gut miteinander auskommen. Ist doch gut so.

                • das sehe ich genau so walter. wie heißt es bei den chinesen: Nachahmung ist die höchste Form der Anerkennung! beide hersteller haben ihre berechtigung und jeder soll für sich entscheiden was er lieber haben möchte. es gibt ja auch noch hawos, schnitzer, etc. ich bin mit meiner komo und dem ganzen drum herum sehr zufrieden. wenn hier weider alles normal ist (hochwasser…) dann kauf ich noch eine für meine tochter. ich wäge dann nochmal neu ab und wer weis evtl. wird es auch eine mokmil

              • also das ist doch wirklich an den haaren herbei gezogen. da gibt eine firma den behinderten menschen eine chance gleich wie „normale“ entlohnt zu werden – so steht es auf der seite der produktion- und dann kommt gleich wieder das gefährlcihe halbwissen und die übelsten unterstellungen. schlimm! ein bisschen recherchieren im netz dann findet man auch die warheit. beschweren das das gerät zu teuer ist und man das nicht stemmen kann und dann aber behaupten das es sich um ausbeutung handelt. schon mal wer nachgesehn wie in slowenien produziert wird? die bedinungen sind sicher nicht die gleichen wie hier deutschland.

                • Ich verstehe eure übertriebe Empörung nicht und warum Dinge in den Kommentar von JanW reingedichtet werden, die darin nicht stehen.
                  Fakt ist, dass in DE kein gesetzlicher Mindestlohn für Behinderten-Werktätten gilt. Zu Österreich und Komo hat JanW sich enthalten. Ich verstehe ihn so, dass die Kosten bei Beschäftigung von Behinderten keineswegs steigen – im Gegenteil.
                  Das Argument von Walter_R, dass sich durch die Beschäftigung von Behinderten das Produkt _verteuert_, würde zumindest für DE wenig Sinn ergeben. Ob das für Österreich und Komo zutrifft, weiß ich auch nicht. Für die von dir behauptete gleiche Entlohnung hätte ich gerne eine Quelle. Auf der Seite zur Produktion, die du genannt hast, finde ich dazu nichts, ich sehe nur „fair“ und „marktüblich“, vllt. bin ich auch blind.

                  Ich habe übrigens eine Fidibus XL. Nur weil man ein Produkt einer Marke besitzt, muss man die nicht verkrampft verteidigen oder romantisieren.

          • diese Einstellung finde ich schade. Mit dem Argument „kann ich mir nicht leisten“ sind wir genau dahin gekommen wo wir jetzt sind. Teures fleisch? kann ich mir nicht leisten…auf den kosten der armen tiere die unter elendigsten bedinungen in massentierhaltung leiden müsseb. Fertigung in österreich? kann ich mir nicht leisten…also ab nach slowenien. ich hab mir das mal angesehen und bei komo und hawos gibt es billigere modelle. bei komo mit der komomio sogar ein gerät um 200€ mit 12 jahren garantie und 400 watt…was spricht da gegen regionalität? aber muss ja jeder selber wissen wie wir die erde unsere kindern hinterlassen wollen

            • Hi Anton, gegen Regionalität spricht gar nichts. Und gegen „den Planeten retten“ mit unseren Taten schon erst Recht nichts. Man kann als Einzelner die Welt nicht an allen Fronten retten. Du hast aber schöne Beispiele geliefert! Ich esse fast kein Fleisch und habe vor Ewigkeiten mein Auto verkauft und mache alle Wege mit dem Rad 😉 Ein letzer Absatz noch zu der Sache mit den Behindertenwerkstätten: Ich werfe KoMo GAR NICHTS vor, warum sollte ich auch. Ich stelle bloß das Konzept „Behindertenwerkstätten“ ganz allgemein in Frage, da es einen Unterschied macht diese Menschen „einfach nur zu beschäftigen, damit Sie was zu tun haben und sich integriert fühlen“ ODER ob man sie zusätzlich fair entlohnt. Und da gibt es NICHTS zu beschönigen. Die Zahlen (vom Bund) liegen klar auf dem Tisch, denn das Ganze wird klar gesetzlich geregelt: https://www.bagwfbm.de/page/entgelte_und_einkommen Ich bin raus. Ein schönes Wochenende allen Hobbybäckern!

      • Hallo Lutz, die Folge ist super. Also so wie ich das sehe und lese hat Mock mal bei Hawos mitgerabeitet und mal bei komo. Beide Unternehmen hat er verlassen und es dazwischen immer weider selbst versucht? Das mit mokmil sieht mir jetzt nach einem neuen versuch aus wobei die recherche im firmenbuch ergibt das die firma mokmil nur zu 10% mock gehört und zu 80% einer Investment Gruppe die in chemie macht…

    • Hallo Jan,
      da muss ich Ihnen leider widersprechen. Ich selbst hatte mir vorher eine Mühle von Mock bestellt, eben wegen dem Preis. Doch war ich im Anschluss etwas enttäuscht da die Verarbeitung wirklich nicht gerade die schönste ist die Mühle auch billig wirkt. Das Mahlergebnis war ok aber ehrlich, ich hatte mir etwas mehr erwartet.
      Also habe ich doch nochmal einen genaueren Blick auf die Geräte von KoMo geworfen und mich dann auch dazu entschlossen, die Mock Mühle zurückzuschicken und mir eine KoMoMio zugelegt. Diese Getreidemühle kostet aktuell 199,- Euro, ist aus nachhaltigem Holz produziert und optisch (für meinen Geschmack) macht sie um einiges mehr her als die Mühle von Mock. Zudem hat diese Mühle eine Leistung von 400 Watt und hat demnach auch mehr Power zum Mahlen.
      Ihre Behauptung, dass KoMo schwächere Motoren hat, stimmt hier ganz und gar nicht. Ich habe gesehen KoMo bietet Mühlen mit 250, 360, 400 und sogar 600 Watt an.
      Zudem denke ich, dass nicht nur die Wattanzahl entscheidend ist, vor allem wenn man nicht zu hartes Getreide mahlen will. Hier reicht wahrscheinlich auch die 250 Watt Variante vollkommen aus.
      Ich habe meine Entscheidung, die Mock gegen einen KoMo zu tauschen jedenfalls bis heute nicht bereut und der positive Nebeneffekt, die Umwelt etwas zu entlasten und Menschen mit Handicap zu unterstützen gibt mir zusätzlich ein gutes Gefühl.

      • Hallo Marius,
        die KoMoMio kannte ich gar nicht, aber ich hab ja schon eine nun 🙂 Zu der Leistung: Da bin ich als Maschinenbauer ganz klar der Meinung: Reserve ist besser. Ich ärgere mich immer wenn ich wegen eines neuen Einsatzfalles (ich will heute mal Hartweizengrieß machen) ein neues Gerät kaufen müsste… Das war schon bei meiner Knetmaschine so. Zwei Bosch MUM bevor ich endlich eine gebrauchte Kenwood für 400€ gekauft habe. Zu der Wattage der Maschinen: Dies (und einige andere Aussagen meinerseits) wurden entweder verdreht oder aus dem Kontext gerissen: Klar hat KoMo Mühlen mit stärkeren Motoren! Aber die erste Mühle, die mir 360W gibt, ist die „Fidibus Medium“ und die kostet mit knapp 360€ halt 160€ mehr als die „Plastikmühle“ von Mock 🙂 Ich wollte eigentlich am Anfang nur eine Alternative aufzählen, morgen erwarte ich dann den wütenden Mob mit Mistgabeln vor meiner Wohnung 🙂 Grüße, Jan

        • Hallo Jan,
          die KomoMio hat 400 Watt und ist derzeit für 199 Euro zu haben, also der gleiche Preis wie die Mockmill 100, aber die Mockmill hat nur 360 Watt. Der Korpus ist bei beiden Modellen aus Arboblend.

  5. Hallo Lutz, Hallo Marcel,
    vielen Dank für diesen äußerst interessanten Beitrag.
    Das Konzept von Firma KoMo entschleunigt diese Welt und hinterlässt ein wohlig warmes Gefühl.
    Das werde ich in meine Entscheidung zur Anschaffung einer Mühle einfließen lassen

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