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7. Mai 2016 · 77 Kommentare

Alm-Rezepte: Brioche mit Sauerteig

Brioche mit Sauerteig

Brioche mit Sauerteig

Diese Brioche wird mir Zeit meines Lebens in Erinnerung bleiben. Noch nie hat ein Brot von mir jemanden vor Glück zum Weinen gebracht (zumindest war ich nicht dabei). Diese Brioche hat es geschafft. Einer meiner Alm-Teilnehmer ist Bäcker im Ruhestand gewesen. Er habe noch nie eine so umwerfende Brioche gegessen, „einfach perfekt“ sagte er mit mit Tränen in den Augen.

Da wir noch etwas Teig übrig hatten, haben wir daraus Rohrnudeln (andernorts Buchteln, Wuchteln oder Dampfnudeln genannt) gebacken. Als Roswitha Huber sie am Tag danach probierte, meinte sie „jetzt kann ich mein Rohrnudelrezept einpacken“.

Es muss also etwas dran sein, an diesem Rezept. Es macht Arbeit, keine Frage, aber wenn es glücklich macht, dann ist es jede Minute Arbeit wert. Langfaserig, hocharomatisch, saftig, betörend.

Das Rezept ist für eine 1,5 kg-Kastenform ausgelegt, kann aber natürlich auch anders geformt und dimensioniert werden.

Sauerteig

  • 65 g Dinkelmehl 630
  • 30 g Wasser (60°C)
  • 3 g Anstellgut (Weizen/Dinkel, TA 150)

Vorteig

  • 65 g Weizenvollkornmehl
  • 65 g Wasser (kalt)
  • 0,06 g Frischhefe

Kochstück

  • 13 g Weizenmehl 550
  • 65 g Milch
  • 9 g Salz
  • 45 g Zucker

Hauptteig

  • Sauerteig
  • Vorteig
  • Kochstück
  • 295 g Weizenmehl 550
  • 120 g Ei (ca. 2,5 Stück)
  • 9 g Frischhefe
  • 4 g Rum (80%)
  • Prise Vanille
  • 220 g Butter (5°C)

Die Sauerteigzutaten mischen und 10-12 Stunden bei 27°C reifen lassen.

Die Vorteigzutaten mischen und 10-12 Stunden bei Raumtemperatur (20-22°C) reifen lassen.

Milch mit Salz, Zucker und Mehl unter Rühren aufkochen bis sich eine zähe Masse gebildet hat. Die Oberfläche mit Klarsichtfolie abdecken, damit sich kein Kondenswasser bilden kann. 4-12 Stunden (oder länger) auskühlen lassen.

Die Hauptteigzutaten ohne die Butter 5 Minuten auf niedrigster Stufe und 10 Minuten auf zweiter Stufe zu einem glatten Teig kneten. Die kalte Butter in Stücken zugeben und weitere 5 Minuten auf zweiter Stufe kneten bis sich der Zeig hauchdünn ausziehen lässt (Teigtemperatur ca. 23°C).

90 Minuten Teigruhe bei Raumtemperatur.

Den Teig rund- und anschließend langwirken und mit Schluss nach unten in die gefettete Kastenform setzen. Die Oberfläche mit Ei abstreichen.

3 Stunden Stückgare in der Form. Das Volumen sollte sich mindestens verdoppeln. Vor dem Backen nochmals mit Ei abstreichen.

Bei 220°C fallend auf 180°C ca. 40 Minuten backen (Kerntemperatur etwa 93°C).

Zubereitungszeit am Backtag: ca. 6 Stunden

Zubereitungszeit gesamt: ca. 16-18 Stunden

Unwiderstehlich gut: Brioche mit Sauerteig

Unwiderstehlich gut: Brioche mit Sauerteig

77 Kommentare

  1. lieber Lutz,
    ich sitze gerade mit einer Tasse Kaffee vor dem PC und dann springt mir das Bild von
    deinem Brioche fast auf den leeren Tellerrand.
    Leider nur fast, denn ich kann es riechen und ich schmecke es schon.
    Ach könnte ich nur reinbeißen

    sehnsuchtsvolle Grüße
    Renate

  2. Lieber Lutz,

    beim Sauerteig hast Du wirklich nur 3g Anstellgut verwendet? Beim mir war der Sauerteig so trocken, dass ich lieber 30g verwendet habe…

    Danke für Deine Rückmeldung 
    LG

    • Ja, 3 g stimmen. Es wird ein sehr fester Sauerteig.

      • Hallo Lutz,
        ist prima gelungen und hat sehr gut geschmeckt. Ich möchte das Produkt etwas versüßen.
        Wenn ich im Kochstück den Zuckeranteil erhöhe (100g?), muß ich an anderer Stelle etwas
        ändern?
        zu Kommentar2.: Beim Sauerteig konnte ich mit 30g Wasser die 65g Dinkelmehl nicht
        anrühren, habe dann auf ungefähr 50g Wasser erhöht. Die 3g Anstellgutmenge habe ich
        genommen. Soll die Mehlmenge bei Dinkel höher als bei anderen Mehlen sein?
        Viele Grüße Hannelore

        • Nein, du kannst die Zuckermenge gern erhöhen.
          Der Sauerteig wird bombenfest. Mit Anrühren ist da nichts, da muss von Hand geknetet werden :).

  3. Hej Lutz,

    kommen wirklich 220g Butter in den Teig?

    Lieben Gruß
    Kathinka

  4. Guten Morgen Lutz, tolles Rezept!
    Das probier ich fürs Wochenende aus!
    Eine Frage, wie wirken sich die 65g Dinkelmehl im Sauerteig auf die Brioche aus?
    Gruss Dani

    • Dinkel wirkt sich im Wesentlichen geschmacklich aus und macht den Teig etwas dehnbarer.

      • Hi Lutz!
        Haben gerade das halbe Teil zum Kaffee verputzt. Mega!!!!!
        Geschmacklich richtig lecker, die Krume locker und saftig, die Kruste schön zart knusprig.
        Beste Grüße aus dem Allgäu.

  5. Moin Lutz,
    kommen die 120 g Ei in den  Hauptteig oder sind die nur zum Abstreichen gedacht, oder Hauptteig und abstreichen?
    Viele Grüße 
    Dirk 

  6. Hallo Lutz,

    ich wundere mich etwas über die hohe Buttermenge, sind 220g richtig?
    Lieben Gruß
    Britta

  7. Warum sollte sich auf dem Kochstück kein Kondenswasser bilden?

    • Weil der Zweck eines Kochstückes ist, Wasser zu binden. Wenn es dann durch Kondensation wieder frei wird, ist ein Teil der Kochstückfunktion ad absurdum geführt.

      • Aah, jetzt habe ich es auch verstanden. Vielleicht solltest du in deinen Erläuterungen direkt schreiben „…, damit das Kochstück bis zum Backen kein Wasser aufnimmt.“. Die Aussage mit dem Kondenswasser hat mich immer irritiert, weil das Kochstück ja anfangs warm ist und sich deshalb gar kein Kondenswasser auf der Oberfläche bildet.

  8. Hallo Lutz,
    kann ich den Teig auch über Nacht im Kühlschrank parken? Evtl. die Hefe etwas reduzieren? Ich mache das mit vielen Rezepten, aber habe etwas Bedenken wegen des hohen Butteranteils. Damit habe ich überhaupt keine Erfahrung.
    Danke und Grüßle, Karin

    • Ja, das geht wunderbar. Ich würde den Teig 60 Minuten „anspringen“ lassen, dann falten und für 8-12 Stunden bei 5-6°C lagern. Dann formen und sicher 4-5 Stunden aufgehen lassen.

      • Vielen Dank, so passt das perfekt in meine Planung!
        Wie habt ihr es auf der Alm mit der Temperatur gehalten? Fallend funktioniert ja nur ansatzweise.
        Da immer +/- 8 kg Teig in den HBO kommen, schießen wir 20 – 30° über deinen Angaben ein. Hält der butterlastige Teig 240° aus oder tendiert er zum Schwarzwerden?
        Danke und Grüßle, Karin

        • Nein, den würde ich eher mild backen, hängt aber sehr vom Ofen und dessen Bauweise ab. Manches wird bei 240°C schwarz, anderes bräunt nicht einmal.

          • Danke Lutz für das tolle Rezept. Unsere Nachbackliste wird immer länger, deshalb gibt es viele Brote nur einmal, aber dieses Briochebrot wird es definitiv öfter geben.
            Wir haben es bei 240° gebacken, allerdings gleich hinter der Tür, da ist es erfahrungsgemäß am kühlsten. Durch die Eistreiche wurde es etwas dunkel, aber nicht schwarz. Es hielt sich locker eine Woche, nun ist es restlos weg!
            Grüßle, Karin

  9. und schon in Arbeit.
    Ich habe zwei verschiedene Weizensauerteige (Weizensauer und LM) mit ASG angesetzt, mal sehen, welchen ich morgen nehme. Vermutlich komm ich beim LM eher auf die 150.

    • Ich hatte mich lange zurückgehalten und muss mich nun doch beschweren. Es ist eine bodenlose Unverschämtheit, dieses Rezept einzustellen.
      Ich habe es gestern Abend begonnen und vor 20 Minuten dann das Brioche aus dem Ofen genommen mit dem festen der beiden Sauerteige). Und jetzt ist es aufgegessen. Nur weil ich es nicht ertragen konnte, so gut war es. Was für eine Frechheit.
      Wie soll ich jemals wieder ein Brioche kaufen oder anderweitig essen.
      Danke, Lutz.

  10. Hi Lutz,  danke erstmal für all die tollen Rezepte. Ich bin nun seit über 6 Monaten BrotSelbstversorger. Eine Frage zum Brioche: Kann ich die Kastenform auch über Nacht im Kühlschrank stehen lassen, vor oder nach der Stückgare, und am nächsten Morgen fortfahren? 
    Danke und Frohe Pfingsttage.

    • Den Teig kannst du gern kalt ruhen lassen. Dann formen und nochmals gehen lassen, sicher 1-2 Stunden länger, weil der Teig kalt ist.

      • Hammerrezept!!! Bisher hielt ich mich an die klassischen französischen Hefe-Briocherezepte mit Übernachtgare im Kühlschrank, immer mit super Resultaten. Auch dieses Rezept hab ich mit Übernachtgare gemacht, nach dem Kühlschrank benötigte meine Stückgare aber nicht mehr als gute 2:30 (ging fast um das 3fache auf, habe aber nicht mit mehr Hefe oder höherer Temp. nachgeholfen), also praktisch analog wie bei zB bei Bertinet oder Roux. Bei den 60g-Brioches brauchte es nur 45′ Stückgare. Der grosse Unterschied bei diesem Rezept ist der unglaubliche Geschmack, einfach umwerfend!! Krume ist natürlich auch top. Werde es fortan nur noch so machen, es lohnt sich 1000x. Merci grand chef!

  11. Hallo Lutz,

    dieses Rezept ist eines der ganz wenigen, mit denen ich eine komplette Bauchlandung hingelegt habe.
    Beim Einarbeiten der Butter schien der Teig wie geronnen. Er wollte auch gar nicht so gut in die Höhe.
    Was tun?

    LG

    Mariechen

    • Mariechen, Deine Butter war zu weich. Sie muss deutlich kühler als die Teigtemperatur sein. Der Teig kann die Fettmenge sonst nicht aufnehmen. Im Rezept steht 5 Grad. Ich habe die Butter stückweise abgeschnitten und in die Rührschüssel fallen lassen. Funktioniert 1a. Mit etwas kleberstärkeren Tipo 0 Chiabattamehl (hatte noch etwas von Schelli) geht sogar noch mehr. Richtiger fluffiger, sündiger Schweinkram kommt da raus.

      • Vielen Dank, ich werd das so probieren. Ich glaube, dass der Teig insgesamt zu warm war, dazu die Butter nicht ausreichend gekühlt und fertig war das Desaster.

    • Vielleicht war er überknetet bzw. zu warm?

  12. Hallo Zusammen, immer wieder wird eine Teigreife bei 27° „gefordert“. Wie bekomm ich 27° hin? Bzw. kann ich den Teig sonst auch einfach bei Zimmertemperatur etwas länger reifen lassen?
    Lieben Dank

  13. Lieber Lutz, wie lange habt ihr die Buchtlen gehen lassen? Auch die vollen 3 Stunden? Mir ist das Brioche zu wenig süß… weswegen ich es nächstes Wochenende lieber füllen möchte. Ansonsten war der Teig super zum Verarbeiten! Liebe Grüße Judith

  14. Hallo Lutz, Ich habe das Brioche nach dem backen aus den Form ausgenomen, das ist aber leider zusammen gefallen. Woran kann das liegen?

    Gruß

    Wei

  15. Hallo Lutz,
    wenn man das Weizen- und Weizenvollkornmehl mehl  durch Dinkel- und Dinkelvollkornmehl ersetzt, würdest du sonst noch etwas ändern im Rezept?

    Lg Hannes

  16. Hallo Lutz,
    alles hat super geklappt , nur langfaserig ist die Krume leider nicht geworden.
    Kann es sein, dass ich nicht exakt genug langgewirkt habe?
    Danke
    Gruß
    Evelyn

  17. Hallo Lutz !
    Vorerst danke für deine tollen Rezepte, ich backe seit über einem Jahr unser Brot selbst.
    Leider schmeckt uns das gekaufte (außer vom Joseph Bäcker) überhaupt nicht mehr.
    Meine Frage: ich habe leider nur Roggenanstellgut, kann ich das auch verwenden, oder muss es Weizen oder Dinkel sein.
    Liebe Grüße aus Österreich 
    Renate

    • Notfalls geht das auch, aber der Sauerteig wird komplett anders schmecken, als mit Weizen- oder Dinkelanstellgut.

    • Ich habe auch nur Roggen ASG, weil ich Weizen einfach zu selten brauche.
      Daher fange ich ein paar Tage vor start damit an und züchte meinen „Egon“ um. Dazu nehme ich mir ein paar Gramm ASG und fülle es mit Weizenmehl und Wasser auf. Je 50g. Das mache ich 3 Tage hintereinander. Dann habe ich einen schönen Weizen-ST-Ansatz,wovon ich etwas als ASG nehme.

      Frank

  18. Vor einer halben Stunde aus dem Ofen geholt und jetzt schon halb weg. Saulecker! Vielen Dank für das Rezept. 🙂

  19. Lieber Lutz,
    Dieses Rezept würde ich gerne nachbacken. Ich hab aber keine Küchenmaschine, daher muss ich den Teig per Hand kneten oder mit dem Handrührer. Kannst du mir bitte schildern, wie sich der Teig ungefähr anfühlen sollte, wenn er fertig geknetet ist? Kann ich mich an „normalem“ Hefeteig orientieren, der ja glatt und elastisch sein soll, mit einer seidigen Oberfläche und der sich von der Schüssel löst bzw nicht mehr am Brett klebt?

    • Deine Beschreibung trifft es schon ganz gut. Wenn du dir ein etwa tischtennisballgroßes Stück Teig nimmst und mit den Fingern langsam zu einer dünnen und glatten Membran ausziehen kannst, dann ist er gut geknetet. Als Faustregel: dreimal so lange Kneten wie die Maschine es getan hätte.

      • Danke für den Tipp! Ich habe die Brioche heute gebacken und sie ist wirklich herrlich geworden!
        Die Krume ist wunderbar fluffig-flauschig-weich und die Herstellung war (abgesehen vom Kneten ohne Knetmaschine) eigentlich nicht so aufwändig.
        Ich werde diese Brioche sicher noch öfter backen, aber ein wenig modifizieren. Ich mag sie süßer, also werde ich die Zuckermenge erhöhen
        (würdest du den zusätzlichen Zucker ins Kochstück oder in den Hauptteig geben?) und die Buttermenge reduzieren. Beim nächsten Mal möchte ich außerdem einen
        geflochtenen Striezel backen. Danke jedenfalls für dieses tolle Rezept!

        • Ich würde den Zucker erstmal ins Kochstück geben. Bei bestimmten Mengen verquillt das Kochstück aber nicht mehr. Eine genaue Zahl kann ich dir nicht nennen, das musst du ausprobieren.

  20. dieses Rezept ist unglaublich aufwändig und Hüftgold pur aber jede Sekunde und jedes Milligramm wert…

  21. Hallo, guten Tag,

    ich habe Probleme mit den Mengenangaben, vor allem bei Hefe:
    0,06 g Hefe für einen Vorteig mit 65 g Weizenvollkornmehl??

    Mit freundichen Grüßen
    Gabriele

    • Entweder nutzt du eine Feinwaage (ca. 10 Euro) oder du wiegst 6 g Hefe in 1000 g Wasser ab und verwendest dann 10 g dieses Wassers für den Teig. Darin enthalten sind dann 0,06 g Frischhefe.

  22. Der Hefevorteig ist doch eigentlich ein Poolish, oder? Warum muss er nur 12h reifen?

  23. Hallo Lutz,

    erst mal danke für Deine Empfehlung für den Kennwood Cooking Chef: Nachdem ich vor einigen Wochen meine alte Knetmaschine mit zu viel Teig gekillt hatte (Getriebe im A… :-/) habe ich mir die Cooking Chef im Brotback-Paket gegönnt. Super, das Ding! Jetzt muss ich auch für ein perfektes Risotto nicht mehr dauernd daneben stehen und rühren ;-). Auch guter Service der Fa. Stein; die erste Maschine wurde vom Spediteur beschädigt, aber die Fa. Stein hat sofort und ohne Diskussionen Ersatz geschickt. Die positive Reaktion kam an einem Sa., innerhalb einer Stunde nachdem ich gemailt hatte!

    So, zu meiner Frage: Ich würde gerne mit Deinem Briocherezept einen schweizer Dreikönigskuchen backen (Bild s. Weblink). Bisher habe ich zum Formen den Briocheteig über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen; dann ist er wegen der Butter wesentlich fester. Da Du mit der Form arbeitest habe ich den Verdacht, der Teig könnte warm sehr weich sein. Sollte ich auch diesen Teig vorher kühlen und wenn, wie baue ich das in den Prozess mit ein? Zerläuft der Teig dann eventuell während der langen Stückgare?

    Viele Grüße, Martin

  24. Mittlerweile eines meiner Standardrezepte, allerdings mache ich die Brioche in Muffinsförmchen, angeregt durch Deine Rosinen- Brioche- Muffins.  Sehen nett aus und schmecken herrlich. Doppelte Menge ergibt 2 Muffinsbleche (Teigmenge 70 gr) und noch  eine extra kleine Gugelhupfform. Ich friere sie ein und backe sie mit Dampf (Tasse auf heißen Backofen kippen) auf. Sie sind dann wie frisch aus dem Ofen.  Ich betreibe eine kleine B&B Pension und meine Frühstücksgäste sind begeistert. Mache fleißig Werbung für Deinen perfekten Blog und alles was dazu gehört. 

  25. Hallo Lutz,
    ach wie gerne erinnere ich mich an die Almbackwoche in Rauris. Vor lauter Brot backen ist dieses Sauerteig Brioche in Vergessenheit geraten. Nun hab ich es wieder mal gemacht und all die Erinnerung kam zurueck.
    Wie haben wir bloss so ein unsterblich, gutes Rezept gebastelt? Danke Lutz!
    Auf alle Faelle ist meine Januar Vorsatz „healthy eating“ im Eimer. Der halbe Brioche in my tummy!
    Da faellt es schwer je ein besseres zu kreieren. Beste Gruesse von der Insel. Birgit

  26. Hallo Lutz,
    ich hätte zwei Fragen an dich:
    1. Ich habe diese Brioche schonmal im September gebacken und dafür extra einen Weizensauer gezüchtet. Das war aber das einzige Mal, dass ich den Weizensauer verwendet habe, für Brote nehme ich immer meinen Roggensauer. Seit September steht der alte Weizensauer jetzt schon in meinem Kühlschrank rum, er hat sein Aussehen bislang absolut nicht verändert. Kann ich so einen alten Sauerteig wieder reaktiveren oder würdest du mir raten, wieder einen neuen zu züchten, wenn ich die Brioche nochmal backen will?
    2. Die Brioche war bei meinem ersten Backversuch einfach göttlich! Mich gustert schon lange wieder auf dieses traumhafte Gebäck…da ich aber keine Knetmaschine habe und 40-45 min Kneten per Hand schon sehr viel Motivation braucht, möchte ich beim nächsten Mal gleich die doppelte Menge machen. Muss ich dabei was beachten?

    Außerdem möchte ich mich auch mal bei dir bedanken, dass du uns mit deinen herrlichen Rezepten versorgst und uns allen noch dazu immer mit deinem Rat zur Seite stehst!

    • Hallo Conny,
      einen Versuch ist es wert. Meistens sind Sauerteige widerstandsfähiger, als man glaubt. Wenn es nicht gelingt, kannst du immer noch einen aus deinem Roggensauerteig umzüchten.
      Bei doppelter Menge brauchst du einfach mehr Kraft, sonst nichts ;).

  27. Hallo Lutz,
    jetzt habe ich mich das zweite Mal genau nach Rezept an diesem Brioche versucht und beide Male wurde die Krume nicht, wie gewünscht, langfaserig und saftig, sondern eher wie bei industriellem Toastbrot – buttrig aber trocken.
    Nach dem Kneten lässt sich der Teig bis fast zur Transparenz ausziehen und er sieht auch wunderbar aus. Ich habe schon versucht, die Backdauer an meinen Ofen anzupassen (ich habe den Eindruck, ich brauche generell 10% weniger Zeit als bei Dir angegeben), die Kerntemperatur habe ich auch überwacht.
    Hast Du noch einen Tipp für mich, wie ich die Langfaserigkeit herstellen kann? Geschmacklich ist das Ergebnis wunderbar – selten so gutes Toastbrot gegessen 🙂
    Freue mich über jede Anregung. Viele Grüße von einem, dem Du das Backen beigebracht hast.

    • Du könntest den Teig noch in zwei oder drei Teile teilen, zu Strängen formen und dann als straff geflochtenen Zopf in die Form legen. Das fördert die Langfaserigkeit. Oft liegt es aber auch am Mehl. Ein kleberstarkes Mehl bringt eher langfaserige Krumen als ein schwaches Mehl.

  28. Hallo,
    ich würde gerne statt mit Hefe das Rezept mit Lievito Madre ausprobieren.
    Meinst Du das funktioniert?
    Wenn ja, wie viel LM würde am besten die Hefe in den jeweiligen Stufen des Rezeptes ersetzen?
    Meine Idee:
    Ich würde mal im Sauerteig die 3g Anstellgut einfach durch 3g LM ersetzen.
    Im Vorteig würde ich einfach mal 0,5-1g LM schätzen.
    Kochstück bleibt
    Im Hauptteig versuche ich statt der 9g Hefe 25g LM dafür nur 270g Mehl.
    Was meinst Du hat der Versuch eine Chance? Oder ist da was grundlegend falsches?
    Vielen Dank für Deine Anmerkungen im Voraus

    • Hallo Sönke,
      ich glaube, du bist (wie viele andere auch) dem LM-Hype und der Namensgebung des LM zum Opfer gefallen. Der Sauerteig im Rezept ist ein fester Sauerteig, den man auch LM nennen könnte. Du brauchst also nichts weiter tun, als die Vorteigzutaten in den Hauptteig zu nehmen, die Hefe wegzulassen und deutlich mehr Reifezeit einzuplanen (gern auch bei 24-26°C).
      Was ich damit sagen will: Ein LM ist einfach ein fester Weizen-/Dinkelsauerteig. Oder ein fester Weizen-/Dinkelsauerteig ist ein LM…

      • Vielen Dank!
        Das macht Hoffnung 😉
        Ich wollte nämlich meine Teigsammlungen im Kühlschrank auf 2 Sorten beschränken.
        Bisher hatte ich immer Weizen und Roggensauerteig im 0°C Fach meines Kühlschrankes.
        Für eine 3. Tupperdose wird es etwas eng. So werde ich den WS je nach bedarf kühler und weicher oder fester und wärmer auffrischen und spare mir die 3. Variante…

  29. Morgen ist Backtag 😉
    So eben die Vorteige und das Kochstück angesetzt.
    Ich frage mich gerade, ob es sinnvoll ist, den Teig während der 90min Teigruhe zu dehnen und zu falten?
    Oder ist das beim Backen in der Form unnötig bis kontraproduktiv?
    Beim ersten Briocheversuch morgen früh halte ich mich mal sklavisch ans Rezept und mache gar nichts während der 90min.
    Aber interessieren würden mich andere Meinungen schon…

    • Es schadet nicht, aber es bringt auch nicht viel, weil der Teig ja ausgeknetet ist, keine unregelmäßige Porung benötigt wird oder das Teiggerüst noch stabilsiert werden müsste.

      • Danke Dir!
        Meine erste Erfahrung mit diesem Rezept ohne Knetmaschine war :
        „….eine elende kleisterei ;-)“ die sich geschmacklich aber alle Male gelohnt hat!
        Ich konnte per Hand den Teig nicht kneten ohne das ich eine dicke Schicht Teig an den Händen hatte. Ich bin dann aufs falten und dehnen in einer Kunsstoff Teigwanne mit Hilfe einer stabilen Teigkarte umgestiegen. Das ganze war 40min lang eine ganz schöne Plackerei da der Teig so klebrig war, das die Wanne immer mit hochgehoben wurde. Erst nach dem ich die kühlschrankkalten Butterstückchen länger eingearbeitet hatte, liess sich der Teig halbwegs händisch dehnen und falten.
        Nach 3 Std gare in der Form war der Teig doppelt so groß und es ging in den vorgeheizten Ofen. Mit dem Backergebnis bin ich für den Versuch Nr. 1 recht zufrieden.
        Das mit der wattigen langfaserigen Konsistenz habe ich noch nicht ganz hinbekommen.
        Ob ich den Teig noch länger langwirken muss?
        Ich habe ihn nach der Teigreife mittels Teigkarte erst Rund und dann langgewirkt(ca.5 min).
        Vielleicht versuche ich das nächste Mal ihn wie oben beschrieben zu flechten und noch ewtas länger gehen zu lassen….
        Die halbe Brioche ist schon auf 😉 Und meine Freundin hat noch 2 Bilder gemacht…

        • Nur Falten ohne den Teig ausgeknetet zu haben bringt zwar etwas mehr Teiggerüst, aber nicht so viel wie die Maschine oder die Hand es schaffen würden, wenn der Teig richtig geknetet wird. Deshalb entsteht ohne Kneten eher eine Kuchenkonsistenz ohne Wattigkeit.

          • Danke für den Tipp!
            dann versuche ich die zähe klebrige Pampe nächstes mal irgendwie mit feuchten Händen zu Kneten in der Hoffnung, das ich nicht wieder mit verkleisterten Händen wie Max und Moritz da stehe…..
            Zur Not reduziere ich die Flüssigkeitsmenge minimal.

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