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27. August 2016 · 18 Kommentare

Alm-Rezepte: Alm-Flachswickel

Alm-Flachswickel

Alm-Flachswickel

Schwäbische Flachswickel. Ein ominöses Gebäck, mit oder ohne Hefe, eventuell doch mit Backpulver? Auf jeden Fall sollte es mürbe sein, mit viel Butter und in seiner typischen verdrehten Form.

So oder so, herausgekommen ist ein mürbes und ohne maschinelle Hilfe herzustellendes Gebäck, das auch nach Tagen noch wunderbar schmeckt.

Da hier ein schwach entwickeltes Klebergerüst der Weg zum Ziel ist, kann anstatt 550er auch 405er Weizenmehl verwendet werden.

Dinkelmehl im Vorteig bringt Geschmack und Dehnbarkeit in den Teig.

Vorteig

  • 52 g Dinkelmehl 630
  • 44 g Milch (3,5% Fett, 5°C)
  • 0,05 g Frischhefe

Hauptteig

  • Vorteig
  • 210 g Weizenmehl 550
  • 130 g Butter (5°C)
  • 40 g Zucker
  • 4 g Salz
  • 8 g Frischhefe
  • 26 g Ei (ca. 1/2 Ei)
  • 20 g Milch (3,5% Fett, 5°C)
  • 1 Prise Vanille
  • verrührtes Ei zum Bestreichen
  • Hagelzucker zum Bestreuen

Die Vorteigzutaten mischen und 12-14 Stunden bei Raumtemperatur (20°C) reifen lassen.

Alle Teigzutaten von Hand zu einer homogenen Masse mischen (nicht kneten, Teigtemperatur ca. 15°C).

Den Teig 3 Stunden bei Raumtemperatur gehen lassen.

8 x 60 g-Stücke abstechen, rundwirken und zu einem spitz zulaufenden Strang von ca. 30 cm Länge ausrollen. Den Strang über die Mitte zusammenklappen und 2-3 Mal miteinander verdrehen.

Auf Backpapier setzen, mit Wasser oder Ei abstreichen und mit Folie bedeckt 90 Minuten bei Raumtemperatur reifen lassen.

Nochmals mit Ei abstreichen, mit Hagelzucker bestreuen und bei 200°C fallend auf 180°C 15-18 Minuten ohne Dampf backen.

Zubereitungszeit am Backtag: ca. 6 Stunden

Zubereitungszeit gesamt: ca. 20 Stunden

Mürbe, lange frisch und verführerisch: Alm-Flachswickel

Mürbe, lange frisch und verführerisch: Alm-Flachswickel

18 Kommentare

  1. Wieviel Trockenhefe könnte ich anstelle der Frischhefe verwenden?

  2. Hallo Lutz,
    Flachswickel als Almrezept, das ist ja kaum zu toppen, ich werde heute abend noch den Vorteig ansetzen – völlig unplanmäßig, aber da kann ich nicht anders 😉
    Vielen Dank fürs Rezept und Grüßle, Karin

  3. Hi,
    ne Frage zum Vorteig: 0,05g Hefe, ist das ernst gemeint? Ich weiß nicht, ob meine Küchenwaage da mitspielt…
    Grüße
    Andreas

    • Ja, das ist ernst gemeint. Entspricht einer Kugel von 4,3 mm Durchmesser. Damit lässt sich die Menge sehr gut abschätzen.

      • Hallo Lutz & Andreas,
        Habt Ihr Euch vielleicht missverstanden hier?
        Meiner Meinung nach ist eine Kugel von 4.3mm Durchmesser eher 0.5g Hefe. Für 0.05g wäre es doch eher die Grösse von einem halben Reiskorn (oder einer Kugel von 1.4mm Durchmesser für die die sich etwas darunter vorstellen können).
        Beste Grüsse Euch beiden, Laurent

        • Hallo Laurent,

          wenn ich richtig gerechnet habe, dann hätte eine Hefekugel mit 1,4 mm Durchmesser eine Masse von ca. 0,002 g.
          Die 4,3 mm für 0,05 g Hefe passen rein rechnerisch und auch im Abgleich mit der Waage.

  4. Hallo Lutz!

    Könnte ich das Gebäck auch über Nacht im Eiskasten reifen lassen (und in der Früh backen)?

    Vielen Dank im Voraus für Deine Antwort. LG aus Wien

  5. Hallo Lutz,

    das ist ja echt ein ansprechendes Rezept. Und Deine Fotos machen zusätzlich immer gleich Appetit auf mehr… vielen Dank dafür. Diese Flachswickel gibt es in unserer Gegend häufig auf den dörflichen Sommerfesten. Das werde ich dann sicher auch gleich mal ausprobieren. Habe jedoch folgende Frage: Was meinst Du mit denn genau mit
    „zu einer homogenen Masse mischen“, nicht kneten? Wie machst Du das? Mit den Händen nur grob zusammenkneten wie Streusel oder alles nur mit einer Gabel vermischen? Wie muss ich mir das vorstellen? Gruß aus Hohenlohe Marion

    • Mischen ist wie Kneten, nur dass das Kneten per Definition erst beginnt, wenn alle Zutaten zu einer einheitlichen Masse zusammengekommen sind. Vom der Herangehensweise/Technik ist nichts anders.
      Hier wird absichtlich nicht geknetet, sondern gemischt, aber nicht grob, sondern so, dass eine Masse entsteht, in der keine Einzelkomponenten mehr sichtbar sind.

  6. Im Schwabenland werden die Flachswickel nicht mit Ei bestrichen. Sie werden in Hagelzucker gewälzt. 

  7. Hallo Marion,
    damit konnte ich auch nichts anfangen, habe dann der Bequemlichkeit halber meine alte Bosch genommen mit dem dünnen Knethaken (ein richtiges Kneten ist das damit ja nicht) und den Teig durchrühren lassen bis er homogen wirkte. Die restliche Anleitung habe ich brav befolgt ;-).
    Sie sind wunderbar geworden, zum Glück habe ich die zweifache Menge gemacht, so kann ich wenigstens bestätigen, dass sie auch am zweiten Tag noch sehr gut schmecken!
    Grüßle, Karin

  8. Super! Herzlichen Dank für das Rezept, ich werde das am Wochenende direkt mal ausprobieren! Wir kommen nämlich gerade noch frisch aus unserem familienurlaub südtirol und sind es noch gewohnt üppig zu Frühstücken ^^…ich glaube die Lieben werden sich über eine solche Überraschung freuen :)….Also vielen Dank und liebe Grüße! Anja

  9. Auch wenn Du „Quatsch“ zu meinem Kommentar des Sehmataler Rustikales gesagt hast,
    Die Flachswickel waren saulecker.
    Selbst nach 10 Tagen im Plastikbeutel mit Butter genossen einfach unglaublich.
    Das Süße scheint es Dir ab und an angetan zu haben.
    Eine Suche nur nach „Schoko“ in den Rezepten ergab 42 Treffer… ;))

    LG
    Frank

  10. Vorsicht, diese Dinger machen süchtig. 🙂
    Vielen Dank für dieses tolle Rezept.

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