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23. Juni 2018 · 21 Kommentare

Ficelle und Fougasse

Ficelle und Fougasse

Ficelle und Fougasse

Nachdem in der ersten Almkurswoche die Stockgare zu kurz und damit die Porung zu klein war, haben wir uns in der zweiten Woche noch einmal an dieses Rezept gewagt und die Stockgare um etwa 45 Minuten verlängert. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Neben Baguettes haben wir auch Fougasse und Ficelle geformt. Nicht nur dank 20% Dinkelvollkornanteil schmecken die Gebäcke mild-würzig, sondern auch dank des Weizensauerteiges.

Vorteig

  • 110 g Dinkelvollkornmehl
  • 110 g Wasser (kalt)
  • 0,1 g Frischhefe

Sauerteig

  • 55 g Weizenmehl 550
  • 55 g Wasser (50°C)
  • 5 g Anstellgut

Autolyseteig

  • 250 g Weizenmehl
  • 165 g Wasser (50°C)

Hauptteig

  • Vorteig
  • Sauerteig
  • Autolyse-Teig
  • 140 g Weizenmehl 550
  • 12 g Salz
  • 4,5 g Frischhefe

Die Vorteigzutaten mischen und 12 Stunden bei 8-10°C reifen lassen.

Die Sauerteigzutaten mischen und 12 Stunden bei Raumtemperatur (ca. 20°C) reifen lassen.

Mehl und Wasser vermischen und 30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen.

Alle Hauptteigzutaten 5 Minuten auf niedrigster Stufe und 4-5 Minuten auf zweiter Stufe kneten (Teigtemperatur ca. 26°C).

Den Teig 3,5 Stunden bei Raumtemperatur ruhen lassen. Nach 30, 60, 90, 120 und 150 Minuten dehnen und falten.

Drei Teiglinge zu ca. 300 g (Baguette, Fougasse) oder sechs Teiglinge zu ca. 150 g (Ficelle) abwiegen. Die Ficelle zu einem Zylinder vorformen (wie bei Baguettes) und 20 Minuten im Leinentuch entspannen lassen. Anschließend auf Baguettelänge formen und nochmals 20-30 Minuten im Leinen reifen lassen.

Für Fougasse den Teigling auf den bemehlten Einschießer setzen, mit Olivenöl bestreichen und mit der Teigkarte Einstiche setzen, die anschließend schonend auseinandergezogen werden. Mit Kräutern oder Salz (oder beidem) bestreuen und sofort mit viel Dampf bei 250°C 10-12 Minuten backen.

Die Ficelle einschneiden und ebenfalls mit Dampf für 15 Minuten backen.

Zubereitungszeit am Backtag: ca. 6 Stunden

Zubereitungszeit gesamt: 18 Stunden

Kleine Baguettes...

Kleine Baguettes…

... und große Fougasse

… und große Fougasse

21 Kommentare

  1. Wow die große Fougasse sieht wirklich beeindruckend aus. Ich wünschte ich könnte ein Stück probieren. Naja da muss ich mir wohl selber mal einen Nachmittag freinehmen und einfach mal versuchen es selber zu machen.

  2. Was muss ich bzgl. Hefemenge und Gehzeiten beachten, wenn ich den Teig am Vortag
    zubereite, über Nacht in Kühlschrank stelle, und sie am nächsten Morgen backen
    möchte?
    Vielen Dank vorab für die Antwort.
    Helga

    • Wenn du die Stückgare im Kühlschrank abhalten willst, würde ich nichts ändern. Bei Stockgare im Kühlschrank nimm besser 1 g weniger Hefe im Hauptteig.

  3. ch habe heute mal eine baguette au pavot (Mohnbaguette) aus dem wunderbaren Buch von Éric Kayser „100% pain“ nachgebacken. Kayser, einer der großen französischen Brotpäpste, arbeitet mit Sauerteig und Hefe. Allerdings hat er eine spezielle Methode, um den Sauerteig anzusetzen: Am ersten Tag werden 50g lauwarmes Wasser mit 50g Vollkornmehl gemischt und 24 Stunden unter einem Tuch fermentiert. Am zweiten Tag werden 100g Wasser und 100g Mehl T65 sowie 20g Zucker gemischt und hinzu gefügt. Nach 24 Stunden 200g Wasser und 200g Mehl mischen und hinzufügen. Nach 12 Stunden ist der Sauerteig fertig und kann in den Kühlschrank.
    Zum baguette selbst:
    5g Hefe in 100 ml lauwarmem Wasser auflösen. Nach 10 Minuten in eine Mischung aus 500g Mehl und 10 g Salz einrühren, dazu 100g Sauerteig und 170 ml Wasser. Das Ganze 10-12 Minuten kneten und 20 Minuten ruhen lassen. Dann den Teig in drei gleichgroße Teile portionieren, rund wirken und unter einem feuchten Tuch 40 Minuten ruhen lassen. Auf einem Blech mit Backpapier die baguettes formen und mit Zerstäuber oder Pinsel befeuchten. Den Mohn darüber streuen. Unter einem feuchten Tuch 1 Stunden und 30 Minuten gehen lassen. Ofen auf 220° vorheizen. Brot mit der Rasierklinge längs einschneiden. Wenn der Ofen heiß ist, etwas Wasser auf den Ofenboden geben und die baguettes 20 bis 25 Minuten backen.
    Der Geschmack ist wunderbar. Die Porung ist leider nicht optimal, vermutlich, weil ich kein T 65 hatte und statt dessen das 550 Biomehl von Lidl genommen habe.

  4. Kann man bei diesem Rezept anstelle von 5g Anstellgut auch die doppelte Menge LM verwenden?
    Ilona Ziesche

  5. Tach alle zusammen,
    Ich hätte mal ne Frage:
    Wie würde ich den Vorteig ansetzen, wenn ich statt Hefe mein sehr aktives aus Honig und Wasser hergestelltes Fermentwasser benutzen und für den Hauptteig die Hefe ebenfalls durch Selbiges ersetzen wollte.
    Schon mal Dank im voraus und liebe Grüße
    Alex

    • Du belässt die Mengen und streichst die Hefe. Für die Vorteigreife könnten 8-12 Stunden bei 20 Grad sinnvoller sein oder du lässt ihn länger im Kühlschrank. Im Hauptteig verwendest du dann entweder normales Wasser und brauchst mehr Reifezeit oder nimmst Hefewasser und bist etwas schneller unterwegs.

  6. Hi Lutz,
    für die Fougasse die Teiglinge nicht erst vorformen und entspannen lassen, habe ich das richtig verstanden?
    Liebe Grüße,
    Isa
    PS: Schöne Aktion, deine Asien-Kurse! Mein Bruder war oft ( und gern) in Tokio, nur sein Vollkornbrot hat er sehr vermisst ; )

    • Ein unglaublich leckeres Rezept! Habe die Fougasse auch erst vorgeformt und dann nach der endgültigen Formgebung 30′ stehen lassen, 2 davon allerdings erstmal im Kühlschrank, weil ich sie einzeln nacheinander gebacken habe. Eine blieb naturbelassen, eine wurde mit schwarzem Pfeffer und Meersalz und eine mit Kräutern bestreut. Super-kross und durch das Dinkel-VK-mehl schön nussig.
      Dankeschön!

    • Ja, du kannst ihn direkt verwenden, etwas dreieckig schieben und dann einstechen.

  7. Gott, das sieht einfach so knusprig und lecker aus!!! <3 <3 Könnte man auch ein etwas dickeres Baguette hinkriegen? Also so auf die Breite von ca. 15 cm?

  8. Hallo kann man auch Roggenanstellgut nehmen?

  9. Guten Morgen,
    habe ich richtig gelesen: ASG zum feinen Mehl und Hefe zum Vollkornmehl.
    Ich war das bisher anders gewohnt.
    Im übrigen: ich backe nur Brot nach den Giesslerschen Rezepten…
    Viele Grüße vom Schwarzwald

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