Neudorfer Eierschecke

Weizenfeingebäck

Herrlich fluffig und goldgelb ausgebacken liegt die Neudorfer Eierschecke in einer runden Kuchenform.

Nachdem ich eine lange Versuchsreihe aufgemacht hatte, um der berühmten Freiberger Eierschecke nahe zu kommen, bin ich nun an einem Punkt angelangt, eine in der Zubereitung etwas variierte Rezeptur präsentieren zu können.

Letztlich haben sich zum Ausgangsrezept der Hefeteig und die Zutatenverhältnisse der Scheckenmasse geändert. Außerdem ist die Zubereitung etwas modifiziert. Da all das mit dem Rezept für die Eierschecke nach Freiberger Art nicht mehr viel gemein hat, habe ich es nun Neudorfer Eierschecke getauft. 

Sie ist ein Hochgenuss. Der Teig ist richtig locker-fluffig, die Scheckenmasse ist saftig, süß und noch etwas „lofig“, also flüssig. Während des Backens hebt sich die Scheckenmasse kräftig nach oben und wabert vor sich hin. Erst wenn sich dieser Berg wieder gesetzt hat, ist die Eierschecke fertig. 

Genau wie die Eierschecke nach Freiberger Art, hat die Neudorfer Eierschecke Suchtpotential! 

Das Rezept ist für eine runde, flache Kuchenform mit einem Durchmesser von 30 – 35 cm ausgelegt. 

24. November 2012
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Zutatenübersicht

für Stück zu (je) ca. 1000 g 461 %
173 g Weizenmehl 550 80 %
54 g Weizenmehl 405 25 %
245 g Zucker 113 %
132 g Eier (Vollei) 61 %
102 g Butter (geschmolzen) 47 %
65 g Wasser 30 %
65 g Butter (in Würfel geschnitten) 30 %
62 g Milch 28,5 %
52 g Rosinen 24 %
41 g Eigelb 19 %
4,1 g Frischhefe (konventionell) 1,9 %
4,1 g Salz 1,9 %

Planungsbeispiel

Gesamtzubereitungszeit:  5 Stunden 6 Minuten

08:54 Uhr Vorteig herstellen
10:59 Uhr Hauptteig herstellen
12:28 Uhr Ausstoßen
12:40 Uhr Ofen vorheizen auf 220 °C
13:15 Uhr Füllung herstellen
13:28 Uhr Formen
13:40 Uhr Backen
14:00 Uhr ca. fertig gebacken

Vorteig

65 g Wasser 20 °C 30 %
108 g Weizenmehl 550 20 °C 50 %
4,1 g Frischhefe (konventionell) 5 °C 1,9 %
0

Die Zutaten in der genannten Reihenfolge in eine Schüssel wiegen.

1

Mischen, bis sich die Zutaten zu einem mittelfesten Teig verbunden haben.

1

Mit einer Abdeckhaube, einem Deckel oder etwas ähnlichem zudecken.

2

2 Stunden bei 24 °C auf mindestens das doppelte, fast dreifache Volumen reifen lassen.

Füllung

102 g Eier (Vollei) 5 °C 47 %
41 g Eigelb 5 °C 19 %
204 g Zucker 20 °C 94 %
41 g Milch 5 °C 19 %
11 g Weizenmehl 405 20 °C 5 %
102 g Butter (geschmolzen) 40 °C 47 %
1

Zunächst Eier, Eigelb und Zucker in eine Schüssel wiegen.

2

Auf höchster Stufe schaumig schlagen.

3

Mehl und Milch zugeben und die Masse weitere 2-3 Minuten aufschlagen.

4

Geschmolzene, heiße Butter unter Schlagen einfließen lassen.

Hauptteig

41 g Zucker 20 °C 19 %
4,1 g Salz 20 °C 1,9 %
21 g Milch 5 °C 9,5 %
30 g Eier (Vollei) 5 °C 14 %
65 g Weizenmehl 550 20 °C 30 %
43 g Weizenmehl 405 20 °C 20 %
gesamter Vorteig 24 °C
65 g Butter (in Würfel geschnitten) 5 °C 30 %
gesamte Füllung 20 °C
52 g Rosinen (zum Bestreuen) 20 °C 24 %
Zucker (zum Bestreuen) 20 °C
1

Die Zutaten (außer Butter) in der genannten Reihenfolge in die Schüssel wiegen.

2

Zu einem Teig vermischen.

3

Kneten, bis sich eine dünne Teighaut ausziehen lässt (Fenstertest).

4

Butter in Stückchen zugeben und erneut kneten, bis sich eine dünne Teighaut ausziehen lässt (Fenstertest) (gewünschte Teigtemperatur: ca. 24 °C).

4

Mit einer Abdeckhaube, einem Deckel oder etwas ähnlichem zudecken.

5

2 Stunden bei 24 °C reifen lassen. Dabei nach 1 Stunde kräftig ausstoßen.

5

1 Stunde bei 24 °C reifen lassen.

5

Den Teig kräftig ausstoßen. 

5

1 Stunde bei 24 °C reifen lassen.

6

Den Teig in eine runde, leicht bemehlte Kuchenform drücken.

7

Den Teig mit etwas Zucker bestreuen.

8

Die Scheckenmasse auf den Teig geben und anschließend die Rosinen darüber streuen.

9

Erneut mit etwas Zucker bestreuen.

10

Die Form in den auf 220 °C (Umluft) vorgeheizten Ofen auf den Backstein befördern. Nicht bedampfen. 10 Minuten anbacken. Den Ofen auf 200 °C herunterdrehen. Insgesamt 20 Minuten ausbacken. Sobald die Scheckenmasse bis auf wenige Stellen wieder nach unten sinkt, ist die Schecke fertig.

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Abgerufen am: 24. Februar 2024, 23:30 Uhr · © 2023, Lutz Geißler