Brote

Als Brot werden Backwaren mit einem Gewicht über 250 g bezeichnet. Die deutschen Leitsätze für Brot und Kleingebäck schreiben vor, dass Brot „auf der Basis von Getreide und/oder Getreideerzeugnissen nach Zugabe von Wasser oder wasserhaltigen Flüssigkeiten sowie von anderen Lebensmitteln in der Regel durch Kneten, Formen, Lockern und Backen oder Kochextrudieren des Brotteiges hergestellt wird.“ Außerdem enthält Brot in der Regel in Summe nicht mehr als 10 % Fett und Zucker (bezogen auf den Getreideanteil).


In Europa sind Roggen und Weizen die wichtigsten Brotgetreidearten. Dinkel zählt zur Weizenfamilie und hat seinen Anteil in den vergangenen Jahren deutlich gesteigert. Emmer und Einkorn, auch Teil der Weizenfamilie, fristen als so genannte Urgetreide aufgrund ihrer besonderen Backeigenschaften nach wie vor ein Nischendasein.

Brot-Rezepte


Gebäckform
Ohne Kneten?
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Brotbacken ist effizient

Im Unterschied zu Kleingebäcken (unter 250 g) hat Brot die Menschheit schon vor tausenden von Jahren gesättigt. Auch heute noch ist Brotbacken die effizientere Methode, um Hunger zu stillen. Während in einen Haushaltsofen 2 – 3 kg Brot passen, können auf derselben Fläche gerade einmal 600 – 900 g Brötchen gebacken werden.

Früher war Brot die Hauptmahlzeit am Morgen und am Abend. Nicht umsonst heißt es „Abendbrot“. Wer sich alte Darstellungen von Menschen mit Brot ansieht (19. Jahrhundert und früher), wird feststellen, dass fast nie Belag in Form von Käse oder Wurst oder ein Aufstrich zu sehen ist. Brot wurde pur gegessen. Und war es gut gemacht, dann war es nicht nur sättigend, sondern wirklich ein Genuss.

Brot als billige Unterlage?

Spätestens nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Brot Stück für Stück bzw. Scheibe für Scheibe zu einer billigen Unterlage, zu einer Art Wegwerfgeschirr für Käse, Wurst und Aufstrich degradiert. Es wurde immer weniger bedeutsam, wie es schmeckte, denn das „Darüber“ bestimmte den Geschmack.


Mit dem Trend der Hobbybäckerei seit den 2010er Jahren bekam das Brot als eigenständiges Lebensmittel wieder mehr Beachtung. Dieser Trend hat sich inzwischen auch in einer Art Graswurzelbewegung festgesetzt, die von unten her das klassische Bäckerhandwerk aufmischt – mit gutem Brot, das auch ohne „Darüber“ eine ganz hervorragende Mahlzeit sein kann.